Ich ungeschickt ich…

Es gibt so tolle Versteckideen. Neben Kreativität müssen die Hände mithelfen. Ich bewundere jede Kollegin und jeden Kollegen, der über handwerkliches Geschick verfügt. Bei mir sind diese Gaben nur mäßig ausgeprägt. Leider. Bei mir ist feinmotorisch der Tacker effektiver als z.B. Nadel und Faden.

Da ich seit einiger Zeit versuche, dieses Manko zu beheben, bewaffene ich mich u.a. mit ner Heißklebepistole. Ein wirklich tolles Teil. So wird das langweiligen Filmdöschen landschaftlich passend aufgepimpt. Wenn ich das Logbuch reinpacke, frage ich mich, ob die Nachfolger auch so behutsam mit meinem Döschen umgehen? Na? Tut Ihr es? Wenn Ihr ne Weile gesucht habt und endlich das „Mistteil“ oder „“das goldene Ei“ in den Händen haltet?

Ebenfalls merke ich, wie viel Arbeit in Multis steckt. Wenn ein Teil fehlt oder kaputt ist, muss der Owner hin. Muss er es wirklich? Oder bin ich, der Zerstörer, verantwortlich. Persönlich halte ich es so: Wenn ich nen Schaden verursacht habe, melde ich es und wenn es im Rahmen des mir Möglichen ist, kümmere ich mich um die Instandsetzung. Das kann ich natürlich bei meinen Döschen nicht verlangen. Da bin ich schon froh, wenn man mich anschreibt.

An dieser Stelle erzähle ich Euch meinen größten Lacher, den ich schon an anderer Stelle mal erwähnt habe:

Ihr müsst Euch vorstellen, dass ich ein paar Wochen keine Zeit zum Cachen hatte. Dann war ich mit einem Kollegen verabredet. Eine verlängerte Mittagspause für einen schönen Multi im Wald. Genau das richtige. Die Sonne schien, wir beide pünktlich an Station 1 … fünf weitere und Final sollten folgen. Wir schauen so rum… mmm der Zaunpfahl… hohl! Schaue rein… „He, ich habs!“, rufe ich und fang schon an zu puhlen. In dem Moment macht plumps und der kleine Magnet schwand in die dunklen Untiefen dieses stabilen Teils. Da stehen wir beide nun… schauen uns an wie die Lämmer… und wie zum Hohn ist das auch noch nen Schafgehege… schabten eben noch in Vorfreude auf den Multi mit unseren Hufen und jetzt… absoluter Stillstand. Ich musste erstmal laut Lachen, weil das Bild wirklich komisch war. „Na und jetzt?“ meint der Kollege.

„Kein Thema“, sage ich und schmeisse mich ehrfürchtig vor den wertvollen, beschissenen Zaunpfahl und wühle im Dreck… weil unten ist der bestimmt auch hohl. Richtig aber leider auch einbetoniert. „Und jetzt?“ Schaue ihn an. Er zum Auto und mit einem Zollstock haben wir geangelt. Aber dieses kleine Mistbiest von Magnet war nicht zu finden.
Unsere Rettung war dann ein Telefonjoker… er kannte zwar nicht mehr die genauen Koordinaten, konnte uns aber per Googlemaps weiterhelfen. Und wir haben glücklicherweise die Station 2 gefunden… und konnte weitermachen. „Danke!“ an alle TJ dieser Welt. Im Anschluß habe ich mein Missgeschick sofort per Note gebeichtet, damit neben dem Owner auch alle anderen Bescheid wissen. Zu Hause wurde dann alles nach nen Magneten abgesucht… ratet… ein schwarzes Schaf, was ab sofort als Ersatz vor Ort ist.

Nun bin ich aber gespannt, was Ihr so auf Lager habt. Ne T5er-Instandsetzung als Bodenfraktion?

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5 Gedanken zu „Ich ungeschickt ich…

  1. Haben wir schon mal was Instand gesetzt? Hhmmm, kann mich jetzt auf die Schnelle nicht erinnern. Ich erinner mich nur, dass mir mal eine Filmdose, die unten an einem Regenrohr hing (da drunter ein dunkles,tiefes Loch),in das Loch gefallen ist. Sche….!
    Das haben wir dem Owner natürlich sofort gemeldet.
    Wir können es garnicht verstehen, wenn Cacher es nicht zugegeben wollen, wenn ihnen eine technische Spielerei kaputt geht und sie es dann nicht zugeben wollen. Gerade dann, wenn da sehr viel Zeit und auch Geld drin steckt, sollte man so ehrlich sein und es dem Owner sagen und evtl. beim Aufbau helfen!

  2. Als ich ziemlich am Anfang war mit Geocaching hatte ich zunächst die Dosen in der Nähe der Schule gemacht. Dabei war auch einer, für den man einen übelst langen Weg durchs Feld gehen musste und zwei Freistunden in Anspruch genommen hatte.
    Den hatte ich relativ schnell gefunden (war eine in einer Halterung eingeklemmte Filmdose). Geloggt und wieder versteckt.
    Dann war ich an einem anderen Tag nochmal da um einen anderen Cache in der Nähe zu machen und hab mir gedacht. „Ach, schau doch nochmal, ob bereits andere Cacher die Filmdose gefunden haben“. Der GROSSE FEHLER. Denn als ich die dann wieder versteckt hab, hats „knack!“ gemacht. Die Filmdose hatte ich nicht in die Halterung reingeschoben, sondern reingedrückt.

    Die Filmdose funktionierte zwar noch zwei Wochen ohne Probleme, ich hab die Dose dann aber doch ausgetauscht gegen eine andere.

  3. Ein Begleiter von mir hat unbedacht eine Metallplatte vom Baum abgerissen, so von wegen „an dem rostigen Ding steht doch eh nichts“. Es stand aber doch was dort 😉
    Also sind wir in der Dämmerung noch zu ihm, und mit Akkuschrauber wieder zurück. So konnten wir den Hinweis wieder anbringen.
    Und damals war ich noch blutiger Anfänger, das muss ich noch betonen, wenn immer auf Einsteiger geschimpft wird 😉

  4. Ich habe schon mal irre lang einen verschollenen Micro in einem Baumloch gesucht. Man, war das tief und dunkel und unheimlich… 😉 …und was verfluchte ich mich, dass ich zuvor nicht aufmerksamer beim Zurückpacken gewesen bin.
    Es half alles nichts. Ich ging zurück zur mobilen Einsatzzentrale und holte künstliches Licht zum Ergründen des Baumgrundes. Derweil ging ich gedanklich schon meine Mail an den Owner durch… Als ich zurückkam, bemerkte ich, dass das Loch im Baum zwischen zwei Wurzeln lag. 😉 Und da lag das Döschen im Buschwerk am Baum. So konnte ich doch ganz ohne Kunstlicht den Kleinen wieder zurück an den angestammten Platz packen. Glück gehabt!

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