Fortbildung Geocachen

Wer mich ein wenig kennt bzw. meinen Blog gelesen hat, der weiß was ich die letzten Tage innerhalb meines beruflichen Seminares alles erdulden musste. Ich habe nebenher die Zeit sinnvoll genutzt und ein straffes Ausbildungsprogramm konzipiert. Hier findet jeder etwas zum „Mitnehmen“ – egal ob Newbie oder alter Hase.

1. Tag:
Anreise und Verteilung der Zimmer. Dies beginnen wir mit einem lustigen „WUP“ (für Laien: warm up). Der Auftrag: Sucht euren Zimmerschlüssel. Hinweis an die Teilnehmer: den Park und die Küche bei der Suche aussen vor lassen, sonst ist alles erlaubt. Ach ja sagte ich schon, einer bleibt übrig, da das Haus überbucht ist. Auf drei geht’s los…

Später… Herzlich willkommen im Seminar. Toll, dass Ihr alle unseren Raum gefunden habt. Dann hat euch die Neubeschilderung nur kurz irritiert…. Ach, wir haben Verluste? Na gut, der Teilnehmer der im Auto schlafen durfte, hat ab sofort ein Zimmer. Wenden wir uns nun dem ersten thematischen Inhalt unseres Programmes zu: Wie schreibe ich richtig!
Hier einige Beispiele wie es nicht sein soll:
– Keocatschin
– Tosensuche
– Multykash
– Vrakezeichen
Nach drei Stunden sind alle Teilnehmer in der Lage ein Fehlerfreies Listing zu erstellen. „Dies ist mein erster Cache. Viel Spass beim Suchen.“ Randnotiz: das Seminar „Tuecken, weil alles in Englisch“ kann ab sofort als Bonus-Plus an der Rezeption gebucht werden.

2. Tag:
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Verstecks. Hierzu sind im Gebäude und dem Gelaende die unterschiedlichsten Sachen versteckt. Einfaches wie z.B. eine Dose im Mülleimer. Dann wird es tricky. Die Dose am Stromkasten. Und für die Fraktion „alles ist easy“ das ultimative Highlight: Die Dose im Schornstein. Variante eins „Mach den Nikolaus“ oder Variante zwei „Feuer unterm Arsch“.

3. Tag:
das Niveau des Kurses zieht an. Wie täusche ich Muggel. Als Methode haben wir uns das Rollenspiel gewählt. Damit die Situation moeglichst realistisch ist, versammeln wir uns in der Einkaufstrasse und legen alle Tarnmaterialien auf einen grossen Haufen. Sucht Euch was Passendes aus und lebt euch in die Rolle ein. Nach vier Stunden klappt das Prozedere sehr gut. Niemanden fällt auf, was Ihr tut. Die „habmichlieb-Jacken“ sitzen wie angegossen. Zum Thema Tarnung bei Nachtcaches machen wir heute leider nichts mehr. Es wird schliesslich schon hell. Kleiner Tipp: 10000 Watt sind gut um wirklich jeden Winkel der Stadt zu erhellen.

4. Tag:
Die perfekte Tarnung… Wird oft zu wenig beachtet. Leute, eine Dose in einem Astloch ist schon ganz gut. Noch besser wäre es den Baum in kleine Stücke zu hacken und zu einem unauffälligen Berg aufschichten. Damit es keine Mecker wegen Naturschutz gibt, macht es bitte direkt auf dem Weg.
Weiteres Beispiel in Kurzform:
Beweglicher Cache… Pappt eine Dose unter ein Auto. Hinweis: dies ist ein klassischer Autobahncache, also sucht euch wahlweise nen Taxi oder einen LKW. Letzteres ist dann der Kategorie Large zuzuorden.

Tag 5:
Wir legen einen Multi… Denn nicht nur Suchen macht Spass, sondern auch Dosen legen. Zur Vorbereitung brauchen wir viele PETlinge und eine Rolle Angelschnur.
Wir beginnen mit einer Runde von maximal einem Kilometer. Also los Leute, wir erwarten 5 Stationen. Baut bzw. knotet sie gut und idiotenfest ein und beachtet die Abstandsregel. Zum Auslegen begebt euch zu eurer Location und legt den Multi ab.

6. Tag :
Nachdem ihr alle sooo toll mitgemacht habt, bekommt jeder ein Zertifikat uuuund ein Souvenir für euer Profil. Damit ihr bei allen Finessen unseres Hobbys nicht das wesentliche vergesst – den Spass – machen wir mit euch noch eine kleine Abschlussuebung. Sucht euer gesamtes Gepäck. Was ihr innerhalb von zwei Stunden nicht gefunden habt, wird automatisch an die Altkleidersammlung gespendet. Und Leute, ihr seid Profis…Gebäude, Park und Stadt.

Nun habt ihr einen guten Überblick und könnt auf eigene Faust losziehen…

Entscheidet euch schnell für dieses coole Seminar, denn es findet auf Fehmarn statt. Kosten für das Gesamtpaket und einer keinen Tarndecke liegen bei vier TBs und zwei vermissten Coins.

P.S.: Ich bitte um Nachsicht…Psychohygiene!

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