Cachen mit Kids

Seit ein paar Tagen beschäftigt mit folgende Frage: Mögen Cachers-Kinder das Hobby ihrer Eltern? Ist es nach Ihrem Geschmack, von a nach b und c zu gondeln? Events zu besuchen, wenn sich die Unterhaltung nur um Cacherskram dreht? Wenn ich bei uns daheim schaue, dann hat mein Sohn Tim nicht wirklich immer Lust mit Mama Cachen zu gehen. Wenn wir erstmal unterwegs sind, packt ihn das Fieber. Dann heisst es „Mami, noch einen!“ Mich freut das selbstverständlich, denn ich könnte stundenlang Dosensuchen. Andererseits, was tue ich, um ihn dahin zu bekommen? Wäre er nicht bisweilen bei anderen Freizeitaktivitäten besser untergebracht, weil es ihm ganz persönlich Spaß macht? Alle Eltern haben ihre Strategien…nachher nen Eis, gelbes M, o.ä.. Ist das fair, sein Kind zu manipulieren? Egoismus eines Cachers? Zwanghaftes „auf Familie machen“ obwohl nur einer, nämlich der cachende Elternteil Spaß daran hat?
Ich habe mich entschlossen, nicht mehr meine Familienausflüge nach Dosen zu planen. Das merken meine beiden Männer eh. Egal, wo wir hinfahren, ich habe das GPS dabei und wenn beide Lust haben, wird gesucht. Mir geht es dann um das Zusammensein mit meiner Familie und nicht ums Dosensuchen. Wenn ich Cachen möchte, dann plane ich Touren allein oder mit Kollegen.
Ich möchte nicht anklagen oder moralisieren, sondern bin einfach neugierig. Wie geht ihr damit um? Welchen Standpunkt habt ihr zum Thema?

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4 Gedanken zu „Cachen mit Kids

  1. Als ich deinen Beitrag las, musste ich sofort an uns denken. Das hört sich ähnlich an. Mein Mann kommt auch eigentlich nur mit, weil er gerne in der Natur unterwegs ist. Warum man viel Zeit in ein Rätsel investiert, kann er nicht nachvollziehen. Und warum man enttäuscht ist, wenn man nach einem eigentlich schönen Tag ohne Fund zurückkommt, ist erst recht unerklärlich für ihn. Vorletztes Wochenende habe ich meine Lieben erfolglos auf einen 600 Meter hohen Berg geführt. Meine arme Tochter hat das ganz doof gefunden. Und ich fand es undankbar, dass sie nicht zu würdigen weiß, was wir für tolle Sachen mit ihr machen. Sie bei Oma vor den Fernseher setzten wäre einfacher. Abends sind mein Mann und ich dann aber in einem Gespräch doch dazu gekommen, dass nichts Extremes gut ist. Wir wollen dieses Jahr auch eher versuchen, eine gesunde Mischung hin zu bekommen.

  2. Hallo,

    wir haben gemerkt, dass es ungemein hilft, sich mit anderen Cacherfamilien zu treffen. Da laufen unsere Kinder auch mal ohne zu murren 8km. Wenn die ihr eigenes „Netzwerk“ haben, gehen sie auch total gerne zu Cachertreffen.

    GLG
    Steph

  3. Ich tu immer so als ob ich eigentlich ganz ausnahmsweise mal nicht Cachen wollte (bin aber trotzdem vorbereitet) Dann kommt irgendwann ganz von alleine die Frage: Hast Du ein paar Dosen rausgesucht?
    Denn wenn man schon mit Papa in der Gegend rumlaufen muss, dann kann man wenigstens noch was dabei suchen.

  4. Mit der Zeit kehrt der „Alltag“ wieder ein und man begreift das Cachen zwar schön ist aber nicht ALLES sein sollte… Ich habe diesen Lernprozess auch durchmachen müssen. Die ersten zwei Jahre drehte sich ALLES um dieses Hobby. Nun ist es wirklich eine schöne Nebensache, ich liebe das drumrum und die Community, aber es gibt auch wieder andere Dinge im Leben. UND DAS IST AUCH GUT SO !
    Diabolische Grüße, Micha

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