Förster’s Diary

Die Damen und Herren des Waldes melden sich in diesem Blog auch mal zu Wort.
„Der Förster ist der natürliche Feind eines Geocachers!“ dieses Zitat stammt von einem engagierten Herren in Grün und reizte meine Fantasie, wie vielleicht Eure Lachmuskeln:
Jochen ist Jäger. Mit ganzem Herzen und Leidenschaft. Täglich düst er mit seinem Jeep in den Wald. Den Petzel mit dem lustigen Büschel auf dem Kopf, seine Ronja (vierbeiniger Standard) ist mit von der Partie. Sein Revier ist sein Reich. Er kontrolliert den Zustand des Baumbestandes, prüft Futterstellen, thront auf seinem Hochsitz um das Wild zu beobachten. Natürchlich muss der Wildbestand im Auge behalten und ggfs. korrigiert werden (klingt einfach besser, es so zu sagen). Er weiß über das Wegenetz Bescheid und hat bei dem Aufstellen jeder Bank in seinem Forst Aufsicht geführt. Er macht nen guten Job.
Daher fallen ihm sofort Veränderungen in der Umgebungsstruktur auf. Ein Blick auf den alten Blitzstumpf im Nordteil des Waldes sagt ihm, hier ist was faul. Zunächst denkt er aus der Ferne „Das könnte ne Wildschweinrotte gewesen sein.“ Doch schon bei etwas näherer Betrachtung ändert er seine Meinung. „Männlich, 90 kg, Schuhgröße 46, ‚Bereifung von der Tatzenmarke‘, keine 3 Stunden her.“ Sogar das billige Aftershafe liegt noch in der Luft.
Er umrundet den Stumpf und seine Adleraugen sehen ein Stück Eichenholz. Verdächtig, denn hier ist Buche in Reinkultur. Er hebt das „fremde“ Holz an, dreht es und erkennt sofort das Problem. Oh je, ein übler Schmarotzer in seinem Wald. Mit vielen, vielen Flurschäden ist zu rechnen, wenn er nicht eingreift. Der fiese „Bazillus Cachus“. Hier ist die Diagnostik eindeutig. Mikrobakterium, der zweitschlimmste Befall. Es gilt je kleiner, je gefährlicher. Mit spitzen Fingern landet das Mistbiest in seiner Jackentasche. Daheim wird er rückstandslos vernichtet.
Zur weiteren Behandlung nimmt er sich vor, diese Zone großflächig zu durchkämmen, um Streubazillen ausschließen zu können. Zum Glück nur ein Einzelbefall.
Eine Woche vergeht. Er hat sich auf dem Hochsitz positioniert. Ab und an huschen vermeindliche Wanderer durch Zone X. Sobald sie ihn oben erblicken, weichen sie von dannen. Vielleicht schüchtert das Gewehr im Anschlag nachhaltiger ein, als nur sein bitterböser Blick. Besonders nachts wird es für „die suchende Wanderbrut“, die sich dem Stumpf auf zwanzig Meter nähert, sehr ungemütlich. Er blendet, er droht und ruft oft blaue Verstärkung, weil wieder jemand frech war.
Nach drei Wochen ist er sich sicher… Bazillus Cachus Exitus Totalus.
Er könnte präventiv arbeiten, technisch ist er auf dem neuesten Stand, aber das macht nicht so viel Spaß. So wie andere gerne Suchen, liegt ihm halt das Jagen.

Cacher gib fein acht, dass ein Bogen um Jochens Wald ist gemacht!

P.S.: Ich respektiere die jagenden und waldbetreuenden Damen und Herren, und weiß, auch ihr könnt Lachen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s