Adrenalin-Junkie

Damals, das waren noch Zeiten. Da reichte es eine Dose im Wald zu finden. Und was ist heute? Aber ich fange am besten vorne an…

Frau von Welt ist eine erwachsene, aufgeweckte Frau. Wortgewand, neugierig und gut informiert. Seit ein paar Tagen hat sie ein neues Hobby. Dosen suchen. Die Premiere erlebte sie im Rudel, mitgenommen von Freunden. Danach wurde daheim sofort ein Account bei GC eingerichtet.
Ein paar Tage und x Foren bzw. Testberichte später wurde ein GPS angeschafft. Die Freunde hatten nun endlich cachefrei. Kartenmaterial draufgezogen und als neuer PM die PQ klargemacht. Bildung macht schlau und ABKÜFI ist ok.
Nach hundert drive-in-Dosen war sie ein wenig gelangweilt. „Alles ganz nett, aber da geht doch noch was!“
So strebte Frau von Welt schwierigere Tradis und mehr Multis an. Wenn man Frau von Welt auf der Straße sah, konnte sich wohl keiner vorstellen, dass Abwasserrohre oder Abrisshäuser mittlerweile zum gesteigertem Territorium der von Welt gehörten. Bewahrte sie sich doch immer ihre Eleganz, und dass sogar robbend im Matsch.
Dann kam die erste Flaute. Winter, was nun? Ach ja, da beschäftigte sich eine Frau von Welt mit Codierungen, machte sich technisch schlauer…. nach D5 stand ihr der Sinn. Und wenn sich diese Frau erst mal was in den Kopf gesetzt hat, tja, was soll ich sagen, sie hat halt Biss 😉
In der neuen Saison stand viel Veränderung an. Gefordert sein, meistert Frau von Welt. Doch nach ein paar harten Dosen, fragte sie sich „Da geht doch noch mehr!“
Da musste dann die Seilage her. Den Hintern eingeschnürt in viele Gurte, das Herz anfänglich in der Buxe, wuchs sie zunächst im Treppenhaus, später dann über Bäumchen bis hin zu großen Bäumen über sich hinaus.
Und jetzt? „Soll das alles sein, da geht doch noch was!“

Eine Frau von Welt geht ihren Weg und wenn es bis zur Venus sein muss.
Alles Gute, (m)einer Frau von Welt. Schön, Dich zu kennen und … Stay as you (und die glorreichen Drei) are!

Ähnlichkeiten zu bekannten Personen sind absolut gewollt.

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And the Oscar goes to …

Heute ist die Nacht der Nächte, zumindest in Amiland. Oscarverleihung. Das Who-is-who trifft sich. Die Damen und Herren haben sich fein gemacht, verjüngt, vergoldet. So laufen sie über den roten Teppich in Erwartung eines Regalstaubfängers, den Putze Nummer 3 dann jeden Tag blank polieren darf.

Was die können, kriegen wir GCler doch auch hin – nur anders. Frau Schatz schickt ihre Fantasie auf die Reise…
Es ist soweit – der goldene Dave wird verliehen. Die Liste der Nominierungen ist lang, ebenso vielseitig sind die Kategorien.
Die Nominierten haben sich gut ausstaffiert. Kopflampen der neusten Marke, Tatzenklamotten der neuen Saison, GPSs baumeln wie teure Klunker am Hosenbund oder unterhalb des Dekoltees. Die Bauchtaschen und T5 er Gurte sind neu.
Der Veranstalter, Nordseetaufe- und Dosenfischerkonzert-Erprobter nebst seinem Gefolge hat sich was Lustiges für die Cacherzuschauer unterhalb des Tarnetzes überlegt. Wer spektakulär in den Saal möchte, darf über ein Feuer aus alten Logbüchern Springen oder per Seilage klettern. Ein weitere Eingang ist für die D5-Fraktion bereitgestellt. „Mini-Enigma mit Zeitlimit“. Na ja und der Rest… sie dürfen über die Feuerleiter rein, denn ein wenig Action muss schon sein.
Die Kategorien des heutigen Abends:
– der längste Multi („500 Stationen bis ins Nirgendwo“ ist mein persönlicher Favorit)
– der muggelreichste Tradi („Das Schlafzimmer der Frau Merkel“ liegt hoch im Kurs)
– der verdrehteste D5 er (wer soll denn auf so eine Verschlüsselung kommen?)
– die schönste Dose gebastelt, die ohne Wartung am längsten überlebt hat.
– die goldene Himbeere (beschissenste Drecksdose egal ob Tradi oder Multi)
Dies war für die Owner. Doch auch die cachenden Kollegen sollen nicht leer ausgehen:
– die meisten Dosen innerhalb von 24 Stunden gefunden (der Lokalmatador führt mit 96 Dosen, aber vielleicht wird es doch ne Überraschung geben)
– die meisten gemuggelten Dosen aufgespürt (hier frage ich mich, ob der ein oder andere nicht doch ein wenig nachgeholfen hat?)
– die meisten Lostplaces ohne Anzeige besucht

Für das nächste Jahr sind noch Kategorien unbesetzt. Ich bitte um Vorschläge. Außerdem können aussagekräftige Bewerbungen (gern auch Fremdbewerbungen) via Kommentar abgegeben werden, damit es dann zukünftig auch heißt „And the Dave goes to… (vielleicht meinschatz71 in der Kategorie beklopptester Geocache-Blog, Unterkategorie „Weniger Technik mehr Spaß“)

Reh tot – ein Cacheropfer?

Über Twitter flatterte heute dieser Artikel in Haus…

„Nächtliche Schatzsuche mit Gefahren
Geocacher sollen im Klatenberg mitverantwortlich für Wildunfälle sein.

Telgte – Einen rapiden Anstieg der Wildunfälle im Klatenberg hat Jagdpächter Ludger Hobeling beobachtet. Seit Mitte 2009 sei es auf der Westbeverner Straße zu 48 Unfällen gekommen, an denen Rehe beteiligt waren. Seiner Meinung nach der Grund dafür: Geocacher, die auf der Suche nach einem „Schatz“ nachts durch den Wald pirschen und dabei die Tiere aufschrecken.
Allein seit Januar 2010 sollen nachweislich 100 Gruppen zu mitternächtlicher Stunde an diesem Spiel teilgenommen haben. „Dadurch, dass die Cacher mit Stirnlampen und Pointer den Wald großflächig ausleuchten und auch dort durchlaufen, entwickelt das Rehwild Stresssituationen, sodass es in Panik gerät und über die Westbeverner Straße flüchtet“, so Hobeling. Die eigentlichen Unfälle ereigneten sich dann, wenn die Tiere wieder in ihre Reviere zurückkehren wollten. Das geschehe in den frühen Morgenstunden, wenn der Berufsverkehr eingesetzt habe.Angesichts oft überhöhter Geschwindigkeiten, die in diesem Bereich gefahren würden, ist es für Hobeling nur eine Frage der Zeit, bis Schlimmeres passieren werde.
Er und andere Jäger haben bereits den Landrat auf die Auswirkungen des Geocaching aufmerksam gemacht, ebenso den NABU. „Die Fortführung des nächtlichen Geocachings ist unverantwortlich“, so Hobeling.
Er unterstreicht, dass er im Grundsatz nichts gegen das neue Hobby habe. „Allerdings sollte die Freizeitbeschäftigung am Tag in speziell ausgewiesenen Gebieten stattfinden.“ Ein Geocacher, der von dem Problem gehört habe, habe den „Schatz“, zumeist eine Dose mit einer Namensliste, bereits entfernt. Nach Informationen von Ludger Hobeling gebe es aber inzwischen einen neuen Nachtcache.“ (aus: Ahlener Zeitung, AZ Lokales)

Für einen Moment fühlte ich mich dermaßen schuldig, aber auch nur einen Moment. Ich frage mich ernsthaft, ob dem so ist oder braucht man nur einen „schnellen Sündenbock“, der den Autofahrer entlastet?
Geht es jetzt genau so los, wie mit den T5ern oder den Lost Places? Wird uns Cachern der Raum enger gemacht?
Ich persönlich habe nicht wirklich viel Erfahrung mit Nachtcaches und würde mich sehr freuen, wenn Kolleginnen und Kollegen hierzu Erlebnisse schildern können.

CTB – Cachertelefonbuch

Ein Anschluss unter diesem Account? Ja, seit gestern unterstütze ich das Projekt des Cachertelefonbuches. Seit ein paar Tagen ist es online. Für alle, die genau so neugierig sind wie ich… Butter bei die Fische!

Warum ein Telefonbuch?
Ich beschreibe die „Mission“ der Gründer mit eigenen Worten. In meiner Homezone habe ich genügend Telefonjoker, aber wenn ich in fremde Gefilde komme, sieht das anders aus. Hier kann mir das Cachertelefonbuch helfen.
Via PLZ oder Name kann ich mir meine Connections über den Heimatbereich ausbauen. Und zwar in dem Maße, wie ich es persönlich möchte.

Wie funktioniert das Ganze?
Zunächst einmal kann man sich dort nicht einfach mal eben so als Lieschen Müller oder Mr. Dosensucher reinklicken. Es bedarf eines Einladungscodes. Den können nur angemeldete Nutzer via Einladung verschicken (Danke an den netten Herren, der mich eingeladen hat!) Mit diesem Code kann man sich dann über die Richtlinien und den Registrierungsablauf schlau machen und letztlich, wenn man es möchte sich registrieren.
Hierzu muss ich einen Account bei GC nachweisen, der eine gewisse Fundquote beinhaltet. „Sockenpuppen“ und Fakes haben keine Chance, denn jeder Account wird von einem Reviewer überprüft. Erst nach Verifizierung kann ich alle Features das Cachertelefonbuches nutzen. In meinem Fall war die Überprüfung nach ein paar Stunden erledigt.

Welche Daten gebe ich über mich bekannt?
Nur die, die Du entscheidest, aber mindestens eine Postleitzahl. Möglich sind genauer Standort via Koos, ein Freitext, Festnetznummer, Handy, email, Facebook, skype, icq, Blog und Twitter. Dabei gibt es Abstufungen in der Sichtbarkeit. Entweder „nicht angegeben“ , „nur ich“ , „Freunde“ oder „Öffentlich“. Werbung ist untersagt!

Wer kümmert sich um das Cachertelefonbuch?
Ich zitiere hier die Macher. „Das myGEOtools-Team besteht aus dutzenden freiwilligen Helfern, welche mit ihren Verbesserungsvorschlägen stets den Motor der Gemeinschaft vorantreiben.Gründer & Entwickler
Benjamin „Benny“ Bolzmann
Benny von „Das C-Team“ ist der Gründer und Entwickler der Plattformen myGEOtools und CacherTelefonBuch. Im Alltag arbeitet er als selbständiger Webentwickler, eCommerce-Entwickler, sowie als Designer für Online- und Printmedien für diverse Unternehmen.“

Das Cachertelefonbuch befindet sich noch im Aufbau. Mir persönlich gefällt die Idee und unterstütze sie. In dem Sinne sage ich

Bis bald, vielleicht im CTB!

PMO – Für Bessercacher?

Als Owner hat man immer wieder was zu tun, kann sich freuen, aber auch ärgern. Zum Beispiel über bescheidene Logs. Damit meine ich shortlogs via Uhrzeit. In meiner Gegend ist wieder ein Newbie unterwegs, der genau so loggt. Ich habe mir die Mühe gemacht, ihn anzuschreiben und nett ein wenig was vom Cacherknigge zu erzählen. Zusätzlich habe ich ihn zum nächsten Quartalscacher eingeladen. Dies wäre eine gute Gelegenheit zum Lernen und Fragen zu stellen.
Leider gab es keine Rückmeldung. Seine Logs habe ich nicht gelöscht. Das ist nicht meine Art. Trotzdem überlegt man sich, ob es Alternativen gibt.
Ist PMO, also Premium-Member-Only eine solche? Sind PMs Bessercacher? Loggen sie „wortreicher“? Gehen sie behutsamer mit Dosen oder Stages um?
Bis dato sind alle meine Caches ohne PM-Status suchbar. Ob ich das jemals ändere? Bis jetzt sehe ich keine Veranlassung dazu. Aber ich bin neugierig, welche Erfahrungen ihr habt.

Ab ins Archiv

Der Frühling kommt (hoffentlich recht bald). Es ist die Zeit der Erneuerung. Zeit sich von Altem zu verabschieden und neue Projekte zu planen. So habe ich mich in den letzten Tagen von einigen Dosen getrennt. Hierzu gehörte meine geliebte Bücherbox (diese Entscheidung wurde mir von Muggeln abgenommen) und auch MSM 3. An beiden Locations hatte ich zu viel Muggelpech und habe keine Lust mehr. Weitere Dosen werden folgen… ab ins Archiv.
Aber keine Sorge, Frau Schatz hat schon wieder was in petto. Die Serie „Tim’s lustige Spielesammlung“ will u.a. fortgesetzt werden. Lasst Euch überraschen.