Fragen!

Seit ein paar Tagen beschäftigen mich Fragen. Es geht hier um persönliche Einstellungen, Qualitätsansprüche, Jugendsünden, Dosenlegsucht und Dosensuchsucht. Im Zentrum der Frage steht für mich ein Dialog der unterschiedlichen Positionen und das Ganze bitte bewertungsfrei. Individualität statt Gleichmacherei.

Ich habe seit ein paar Tagen das Bedürfnis, mir meine Befindlichkeit von der Seele zu schreiben. Angestoßen über einen kollegialen Blog bzgl. „Häuser der helfenden Hände“ bin ich sehr nachdenklich geworden. In meinem Nahbereich gibt es diese „Serie“ noch nicht, aber dafür stehen bei uns „Säulen“ (Telefonsäulen) sehr hoch im Kurs. Eine ist ja noch witzig, doch mittlerweile ist es eine Flut.

Ich erinnere mich an meine Owneranfänge. Da warnte man mich, Dosen einfach so in die Welt zu schmeißen. Ich sollte mir immer die Frage stellen, ob ich Spaß hätte, meine eigenen Dosen zu suchen. Dieses Kriterieum ist noch heute meine Basis fürs Dosenlegen (so hoffe ich zumindest, aber auch ich kann mich irren). Meine Jugendsünden habe ich bereut und mich schon von mancher verabschiedet – ab ins Archiv. Unumstritten macht Ownerschaft Spaß, geht aber schnell mit einem gewissen Suchtpotential einher (ich schreibe dies aus eigener Erfahrung).

Was auch immer im Einzelen die Motive sein mögen, wirkliche Anerkennung gibt es bei den immer beliebter werdenden Güteklassen der Drive-In-Tradis nicht. So frage ich mich: Habe ich Lust solche Dosen zu suchen? Ich fahre täglich an zwei dieser Art vorbei und habe bis dato nicht angehalten. Ich hab schon Lust, etwas suchen, doch hier ist es keine Suche. Das macht mir persönlich keinen Spaß. Vielleicht kommt sie irgendwann, dann nehm ich diese Dinger mit und hab meine homezone wieder ein bisschen sauberer.
Ich möchte nicht sagen, dass ich was gegen vermeintlich einfache Tradis habe. Dem ist nicht so. Ich habe nur Sorge, dass es zu viele von den „Abholdosen“ gibt, die Locations blockieren können.

Generell stellt sich mir die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen hohen Quoten und schnellen Funden gibt? Wollen wir nur Punkte machen? Geht es uns noch um die Suche? Verändert sich unser Hobby vom Suchen zum Abholen?
Auf letzeres habe ich keine Lust. Da werde ich dann Genusscacher!

Zum Abschluß: Ich möchte niemandem persönlich auf die Füsse steigen. Individualtät statt Gleichmacherei und jeder nach seinem Gusto!
So, nun ist es raus und ich bin sehr gespannt auf Eure Positionen.

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11 Gedanken zu „Fragen!

  1. ich denke ein schöner Multi ist immer besser als 10Tradis. Aber Statistik Cachen muss Trotzdem sein, da mann ja sehr viele schöne Orte ertdeckt. Und solange die Dosen nicht einfachnirgendwo hingeschmissen sind ist alles io.

  2. Ich sehe das ähnlich wie Du meinschatz71. [Lustiger Wortsatz 😉 ]
    Am Anfang kam bei mir auch das Verlangen auf: „Ich muss Dosen legen!“ Mittlerweile habe ich mich von fast allen getrennt und es bereut, das ich die Tradi‘s so lieblos in die Gegend geworfen habe. Ich bin für das Auslegen (aus heutiger Sicht zurecht) zurecht kritisiert worden, das die Dosen ja nicht unbedingt toll seien etc. (Man kennt das ja). Lustiger weise auch von solchen Leuten, die heute selbiges machen.
    Ich bin etwas zwiegespalten. Zum einen finde ich „schnelle Tradi‘s“ zur Zeit ganz gut (Statistikpunkte für in der Woche), da ich nach der Arbeit nicht so viel Zeit habe. Quasi als Such- und Augentraining. 😉 Zum anderen suche ich mir aber auch gezielt schöne Caches raus, wenn mehr Zeit vorhanden ist, für die ich auch weite Anreisen auf mich nehme.
    Ich denke das die Community, wie man so schön sagt, einfach zu heterogen ist und es somit nicht „die richtige Art“ gibt wie Caches zu verstecken sind. Es wird, glaube ich, immer ein Auf und Ab geben, was die Anzahl der „schnellen Dosen“ angeht. Derzeit ist es wieder mehr, aber irgendwann werden die Dosen wieder archiviert, weil es doch (zumindest war es das für mich so) nervig ist ständig Logs zu erhalten mit „schnell gefunden, Vielen Dank) oder „TFTC“. Und die meisten wissen doch auch, dass wenn man einen tollen Cache gelegt hat, die Logs meist auch länger sind. Oder?
    Ich fände es aber z.B. super, wenn die Owner eines „einfachen Tradi‘s“ auch kooperativ wären und auf Anfrage „den Platz“ ohne langwierige Diskussion, ala „Ich war aber zuerst hier! “ oder „Was soll an Deinem Cache denn besser sein? „, frei machen. Aber hier ist eine Wertung immer sehr schwierig, da jeder meist sein Werk als richtig und gut ansieht. (Verständlicher Weise, sonst hätte man den Cache ja nicht gelegt).
    Wir könnten jetzt noch lange darüber sprechen, aber ändern können wir nichts, außer die eigene Einstellung überdenken und gegebenenfalls diese ändern.
    Wie sagte doch einmal Geocacher NDR bei den Dosenfischern: „…Ich cache so wie es mir Spaß macht. … Jeder soll das doch machen wie er es möchte… Es gibt keinen guten und einen schlechten Cacher“.

    • Stimmt genau, es gibt keine Richtschnur für gute oder schlechte Cacher geschweige denn Caches. Alles subjektiv. Trotzdem finde ich es wichtig, darüber nachzudenken. Verbuchen wir hier Erfahrungen, von denen vielleicht andere potentielle Dosenleger profitieren können.
      Das Argument der Zeit ist nicht zu unterschätzen. Die fehlt mir des öfteren. Von daher mag auch ich Tradis. Aber ich suche diese mehr oder weniger geziehlt.

  3. Ich glaube es gibt sehr wohl eine Richtschnur für gute und schlechte Caches. Ein sehr guter Cache zeigt eine interessante Gegend, hat ein interessantes Rätsel oder eine tolle Story anbei bzw. besticht durch eine gebastelte Dose. Ein guter Cache hat eine gepflegte Dose, diese sollte trocken sein und ein Logbuch enthalten. Auch ein gepflegter Petling, ist für mich eine schöne Dose.
    Der Rest ist einfach schlecht, was gar nicht geht sind Joghurtbecher, Zigarettenhüllen, Tictac-Dosen als auch in der heutigen Zeit Filmdosen. Bei der Lokation erwarte ich keinen Müll und keine Exkremente.

  4. Man liest oft, dass es um´s Suchen geht. Ist das wirklich so? Ich suche eigentlich nicht gerne und bin auch nicht besonders geschickt darin, einen Pettlinge in einem Steinhaufen zu finden.

    Aus meiner Sicht ging es eher darum, etwas für andere Eingeweihte zu hinterlassen, was diese dann mit Hilfe von GPS, hint, Spoilerbild… relativ schnell finden während andere (muggels) nie auf die Idee kommen würden, dass unter dieser Wurzel eine „Schatzkiste“ versteckt ist.

    Allerdings habe ich auch zu einer Zeit angefangen, als viele caches noch mit Geräten eingemessen waren, die auch mal 40m Abweichung hatten. Aus meiner Sicht hat sich das Hobby daher vom „Schaue unter jede Wurzel im 40m-Umkreis nach einer Munitionskiste“ entwickelt zu „Suche an Wurzeln im 10m Umkreis nach einem nano/micro“

  5. Ich gehe davon aus das keine Owner Caches in böser Absicht legt sondern das jeder Owner hofft das seine Cache Spaß machen, das gelingt mal mehr mal weniger gut. Was solls?
    Wenn irgendwo viele nichtssagende Micros oder Nanos liegen, mein Gott, sollen sie doch da liegen, sie tun mir ja nichts, und andere, denen es um möglichst viele Punkte geht, finden vielleicht genau an solchen Dosen gefallen – schön für sie :).

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