Bullshit

Kritik in ungefilterter Reinkultur! Für den, der sie so vor den Kopf geholzt bekommt, ist sie das Letzte.

Kritik ist…
… auf jeden Falll nicht nur negativ. Sie birgt die Chance auf Weiterentwicklung, Verbesserung und breitere Akzeptanz.

Kritik passt in Zeiten von Facebook und Co. aber anscheinend nicht mehr in Bild. Gibt es doch nur den „Gefällt mir“-Button. Zu allem den Daumen hoch. Die Alternative ist, sich via Komentar zu outen.

Kritik ist, wenn man dem Kollegen auf die Füße steigt. Also man so garnicht gut. Wo wird Kritik geäußert? Auf Events, in der grünen Hölle und im Listing. Zusätzlich stehen soziale Netzwerke wie Twitter oder Blogs zur Verfügung. Eigentlich ganz viele Möglichkeiten, um an Verbesserungen (gemeinsam) zu arbeiten. Und was machen wir aus dieser enormen Vielfalt? Einige nutzen diverse Kanäle und die direkte An- bzw. Aussprache, um Unstimmigkeiten, verschiedene Meinungen zu klären und Feedback zu geben. Das ist oft ein steiniger Weg. Wer es wagt ist unliebsam, ein Querulant, anstrengend. Aber ehrlich!
Viele Kollegen schreiben oder sagen nichts. Denken im Stillen. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Ist es wirklich so schlimm? Sind wir alle eine Horde von Ja-Sagern, mit einzelnen, wertvollen „Unikaten“ dazwischen? Immer den Daumen hoch?

Ich zitiere einen Kollegen (mk799), der via Kommentar zum Thema „Loggen und Kritik“ folgendes schrieb:
„Hmmm, was macht man da nur? Vielleicht sollten Logs wie Arbeitszeugnisse geschrieben werden, diese sind ja bekanntlich immer wohlwollend formuliert; wahrscheinlich wäre es schon einen eigenen Beitrag Wert oder gar einer eigenen Wissenschaft

Mal ein paar Beispiele:

Der Owner legte mit großen Eifer die Stationen. (=Viel Mühe, aber wenig Sinnvolles)

Die Rätzelstation wusste der Owner intensiv zu vertreten (=Er hat ein übersteigertes Selbstbewusstsein)

Seine Standpunkte stellt der Owner in selbstbewusster Art vor
(=arrogant, anmaßend; besser: Er ist ein selbständige Persönlichkeit, die seinen Standpunkt
vertritt, doch stets in angemessener Weise)

Er ist ein anspruchsvoller und kritischer Geocacher
(= Er ist egozentrisch und nörgelt gerne)

Wir wünschen dem Owner für die Zukunft weiter schone Cacheideen. (=Ironie)“

Also wenn es soweit kommt, dann logge ich nur noch via Standardsatz. Ich denke ein guter Weg für Kritik ist, auf Sprache zu achten. Hilfreich bei der Formulierung ist generell eine Nacht drüber zu schlafen. Dann ist der erste Brast weg. Sachlichkeit ist der Grundtenor! Trotzdem: Vielleicht gibt es ja doch etwas, was positiv erwähnt werden kann. Und wenn es „nur“ die gute Absicht war.
In selbiger wurde dieser Artikel verfasst. Wer also meckert, wird blockiert, ignoriert oder öffentlich gesteinigt (das war Ironie).

In dem Sinne, seid nett zueinander und bleibt (werdet) kritisch. Daumen-Hoch gibt es in unserer Welt massenhaft.

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3 Gedanken zu „Bullshit

  1. Kritik ist doch immer sehr subjektiv!

    Für mich ist der ideale Cache eine Munitionsbox im Wald, an einer zeigenswerten Stelle aber doch soweit davon entfernt, dass mit ziemlicher Sicherheit keiner drauf pisst.

    Andere Cacher sehen das anders!

    Die stören sich nicht an Toilettenpapier neben dem Cache, andere finden Caches in der Stadt viel besser, weil´s da keine Zecken gibt, der nächste läuft nicht gern, viele freuen sich über Primzahlen und Plutimikation….

    Meine persönlichen Vorlieben sind aber nicht der Maßstab und es bringt nix, wenn ich bei einem Bahnhofsmicro kritisiere, dass er so klein ist und nicht im Wald liegt!

    Für mich ist daher das „Nicht-online-loggen“ der beste Weg. Wenn ich keinen Grund finde zu loggen, dann logge ich auch nicht online! Bevor ich kritisiere, dass der micro ein micro ist, logge ich nicht online, bevor ich kritisiere, dass er Stadtcache zu muggelig platziert ist, logge ich nicht….

    Ausnahmen davon sind Caches die lange nicht gefunden oder geloggt wurden, wenn ich den Owner kenne, wenn mir der Cache tatsächlichl Spaß bereitet hat, um Reisende zu loggen… oder wenn mir sonst ein Grund einfällt.

    Weitere Vorteile des Nicht-online-loggens, ich entziehe mich dem Statisikwahn, bin kein „Vorbild“ für andere Cacher und sollte doch mal ein Owner meinen online-Log löschen, stört mich das nicht im geringsten, denn ich verbinde mit so einem Log absolut nichts!

    Damit ich persönlich noch weiß, wo ich wann war, hab ich mir einen geokrety angelegt, den ich auch bei oc-onlys oder oc.com-Caches einloggen kann. http://geokrety.org/konkret.php?id=12588#map

  2. Hehe…und als Selbstironie prangt unter dem Beitrag der „Gefällt mir“-Button 😉

    Im Ernst: Auch ich suche immer den Button „Gefällt mir nicht“
    Wäre doch mal eine Überlegung wert.

    Ich persönlich übe auch Kritik an Caches, die nicht so toll sind.

    Aber ich glaube der Grund, warum man, wenn man selbst Owner ist, oft nicht kritisiert, ist eine gewisse Angst. Vor allem vor Ownern, die mit dem beanstandeten Cache zum erstenmal in Erscheinung treten.
    Man weiss ja nicht, „wie der drauf ist“. Am Ende muggelt der noch aus Rache meinen Cache…usw usw…

    Erst vor 2 Wochen hatte ich noch grund zur Kritik. Physische Statione eines Multis am Standfuss eines Hochsitzes. Sollte man nicht tun. Ich war jedoch der einzige der dies bemängelt hatte. Auch doof. Aber ich steh dazu.

  3. Das ist wie mit den Fav-Points bei Groundspeak:
    „Daumen hoch“. Mit einer Skala mit Negativ-Wertungsmöglichkeiten a la GC-Vote würde ja offenbar werden, dass es auch Caches gibt, die Sucher nicht mögen.

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