Stenkelfeld will be clean?

Nein, liebe Leute es ist nicht vorbei… Mein Stenkelfeld hat sich erholt. Wurde neu aufgebaut. Und damit meine ich nicht nur die Häuser.
Nach dem Weihnachtlichen Event-Diseaster, hat das Dorf gelernt.
Konrad Astweser, seinerzeit und längste Zeit Bürgermeister, wurde von Tschneurs Helmut (ja, dem Muggelpack) aus dem Amt gejagt. Stimmen bekam er genug, denn schließlich ist das schönste die Suche nach dem Sündenbock und der Hintern von Astweser hatte sich nun lang genug auf dem „Stuhl der Macht“ rumgelümmelt.
Die erste „Regierungserklärung“ betraf das Hobbyverhalten im Rahmen von Wohnqualität und Sicherheit. Geocaching wurde ab sofort verboten.
Um seinem Verbot Nachdruck zu verleihen, wurde ab sofort eine Firewall installiert. Eine Netnanny gegen unbefugtes Geocachen und alles was damit zusammenhing. Die Umsetzung war das Karrieresprungbrett für Honselkamps Jüngsten. Eben noch im Hörsaal und nun im Rathaus mit eigenem Büro.

Bauer Jost bekam die ehrenvolle Aufgabe die Grenzen der Stadt zu bewachen, damit sich kein cachendes Ungeziefer auf der Suche nach Lost Places oder sonstigen Locations, von denen es in Stenkelfeld nach Weihnachten so einige gab, erneut breit machen könnte. Wen er erwischte, der wurde erkennungsdienstlich von Hennes Schmittkötter abgelichtet.
Vor den Abendnachrichten gab es ein Stenkelfeld-Spezial mit Bildern von subersiven Gestalten. Niemand wollte dazu gehören, geächtet werden, denn das Schicksal konnte jeden treffen. Es reichte schon eine Tupperdose mit Kleinkram zu füllen, um zum Stadtgespräch zu werden.
Stenkelfelds Wirtschaft wurde von der Schwarzen Liste beeinflusst. Hier fanden sich so einige Produkte, die es weder in Stenkelfeld zu kaufen gab, noch durften sie eingeführt werden (Bauer Jost hatte einige Brüder im Schützenverein, die tatkräftig bei der Grenzbewachung zur Seite standen). Petlinge und Filmdosen waren demnach ein absolutes No-Go. Die Verwendung von Tupperdosen wurde strengstens überprüft. Ein eigenes Fachresort „Cache-Prävention“ wurde umgehend eingerichtet.

Einfach wegziehen aus Stenkelfeld? Nein, unmöglich. Wo immer man sich auch hinbewegen wollte, eilte einem der Ruf als „Stadtflüchtiger“, „Subversiver“ oder „Querulant“ schon voraus. Bürgermeister Tscheuner nahm sein Amt sehr ernst. Stenkelfeld war ein sicherer Ort, sowohl von innen als auch von außen.

Eines Abends geschah das, was kommen musste. Eine Keimzelle des Widerstands war geboren. Kein neuer Bürger, nein. Worte, einfach nur Worte im Rahmen einer kleinen Gute-Nacht-Geschichte von Lisa Willenbrek. Sie erzählte ihren Kindern von damals – als man in seiner Freizeit noch machen konnte, wonach einem so war. Sie erzählte von noch nicht gefundenen Finals, die kurz vor der Sperrung des Internets noch gelegt wurden. Und zwar von ihr. Sie lächelte dabei. „Ja, Kinder, wir werden sie suchen gehen. Erzählt aber niemandem davon!“

Getarnt mit Federball-Set und Picknickkorb ging es in den Wald (nahe des ehemaligen Earthcaches). Eine Karte mit grober Koordinaten-Kennung half den Kindern beim Suchen. Auch wenn der Radius deutlich größer war, als zu GPS-Zeiten, tat es dem Spaß keinen Abbruch.
Die Revolution bekam Füße, Hände und reichlich glänzende Kinderaugen. Fand den Weg alle SMs (Stenkelfeld-Muggel) zu überlisten.
Ich könnte Euch noch Tricks verraten…. ihr kommt sicherlich selber darauf 😉 und davon ab Dosenfischer-Lieder sind hervorragend zur frühkindlichen Prägung geeignet.

Die Basis dieser Geschichte entstammt meiner Timeline und hat einen aktuellen Bezug.
Verbote sind keine Lösung, vielmehr sollte der Dialog gesucht werden.

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