Wenn der Owner nicht will – Teil 2

Gestern kochten die Gemüter bei Facebook hoch. Grund ein negativer Log bei einem schlechten Cache und das Löschen desselbigen Logs.

Junge Junge, was da die Mails und Kommentare hin und her huschten. Es zeigt, die Bedeutsamkeit. Da regen sich die Gemüter. Es werden Notes und NAs geschrieben, Spontanevents vor des Owners Haus in Betracht gezogen (schliesslich handelte es sich um einen Owner-Spanner-Cache). Am Ende hat man sich wohl geeinigt. Vielleicht das Bierchen vom geplanten Cachermeeting im Kontrast zu Standing Ovations, zusammen getrunken und die Drecksdose gemeinsam beerdigt.

Generell frage ich mich jedoch, was es für Möglichkeiten gibt. Habe dem Kollegen vorgeschlagen, beim Loggen kreativ zu sein. Ironie ist eine wirksame Waffe, wenn sie gut verpackt ist. Besser als jedes „1+“. Es macht zudem viel Spaß.

Mal sehen was bei einem unterirdischen Cache dann im Listing steht. Stelle mir den schlimmsten Cache vor, den ich gefunden habe… Und das logge ich dann.

„Heute habe ich einen MeilenSTEIN meiner Cacherkarriere suchen dürfen. In bis in die Fingerspitzen reizender Umgebung (Scherben), hatte ich das Erlebnis von Bedeutsamkeit und viel Aufmerksamkeit. Soviel nette Menschen um mich rum (Cache der tausend Augen), da vergisst man schnell, warum man eigentlich da ist. Die Dose selbst, formvollendete, individuell, zeugt vom guten Methol-Geschmack seines Owner. Lobenswert finde ich beim Logbuch, den Recyling-Gedanke. So können, alte und lose Zettel nach dem Erstgebrauch immer noch eine wichtige Funktion einnehmen. Erstens saugen sie Nässe auf, zweitens lassen sie sich besser in die kleinsten Ecken reindrücken (zusammenknüllen). Alles in Allem ein abwechslungsreicher und nachhaltiger Tradi, der seiner Difficulty von 1 mehr als gerecht wird. Der Owner hat versucht, das allerletze aus seinen Möglichkeiten, was Können, Kreativität und Aufstöbern von alternativen Locations betrifft, herauszuholen.
Danke, Danke und nochmals Danke.“

Und nachdem ich das geschrieben habe, ist mein Grinsen so breit. Ach ich könnt stundenlang so weiterschreiben. Aber vielleicht könnt Ihr das ja besser. Bin gespannt.

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4 Gedanken zu „Wenn der Owner nicht will – Teil 2

  1. Cool, habe mir erlaubt für den nächsten ähnlichen Cache den Log zu kopieren. Insofern ein oller Cache überhaupt so einen schönen Log verdienen würde?

    Grüße von der Ostseeküste

  2. Bei einer Cacheserie hier in der Gegend, die eigentlich Dosen an Steinkreuzen auf die Schippe nehmen soll, die aber selber keinen deut besser ist, habe ich mir erlaubt folgendes Log zu schreiben ([url=http://www.geocaching.com/seek/log.aspx?LUID=9da3a6d5-2ad0-4850-a56d-5a54295b8cdc]Original[/url]):

    [quote]
    Kreuz oder Keinkreuz? Das steht hier völlig außer Frage! Der Autor vermag es wieder einmal das lesende und suchende Individuum in seiner unübertroffenen Art auf die Ambivalenz des Seins hinzuweisen. In fünfhebigen, perfekt rhytmisch ausbalancierten Jamben stürzt er uns in den Zwiespalt zwischen Existenz und Nichtexistenz und veranlasst uns nach der kurzfristigen, konsumorientierten Freude über die Existenz der Existenz, nachzudenken über die tiefere Sinnhaftigkeit der antiprotagonistischen Nichtexistenz auf der anderen Seite. Tiefe Zweifel des bürgerlichen Seins werden geweckt und uns der Spiegel unserer sozialen Wesenheit vorgehalten. Existenz oder Nichtexistenz – was definiert unseren Standpunkt mehr in der heutigen Gesellschaft? Ich wage gar zu behaupten, dass der Autor unser reales Sein und unsere Selbstverliebtheit durch seine digitale Schizophrenie in vielfacher Omnipotenz zu negieren sucht. Zumindest aber hält er unserem inneren Ich den Spiegel vor. Die dadurch entstehenden gesellschaftlichen Selbsteflektionen werden von der Nichtexistenz zurückgeworfen in den metaphysischen Raum des Geistes bis sich am Resonanzpunkt lokale Maximas im gesellschaftlichen Denken etablieren und dadurch das absurde Kontra zwischen Existenz und Nichtexistenz aufgelöst wird. Das Individuum erreicht am Höhepunkt der geistigen Verklärung eine neue qualitative Stufe der Durchgeistung seiner Gedanken und optimiert damit auch seine Taten und Werke. Das Individuum mutiert somit zu einer in dieser Form nie dagewesenen Lichtgestalt, die fortan als leuchtendes Beispiel sonstigen Profangestalten voranschreitet. Wäre doch auch ich armer sündiger Mensch fähig Gedanken dieser Tragweite zu denken! Doch ich bin nicht würdig…

    In sprachloser geistiger Paralyse verharrend

    lovertux
    [/quote]

  3. Oder vielleicht einfach die frnzösische Variante posten:

    „DPM
    Les longs sanglots des palourdes mortes blessent mon coeur avec un languor monotone pendant qu’ils dansent à minuit (in etwa: Das lange Schluchzen der toten Muscheln verwundet mein Herz mit einer monotonen Schläfrigkeit, während sie um Mitternacht tanzen), wortreiche Umschreibung für einen langweiligen Cache. “

    *aus dem Cachewiki

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