Unkallkulierbar

Engagement finde ich toll. Heute konnte ich in den Genuss selbigen kommen, denn mein Sohn und ich hatten viel Spass auf dem Event der Sonnentatzen. Die Beiden haben sich viel Mühe gemacht, für die ich mich hier nochmals bedanke (auch bei allen Helfern).

Was mich masslos geärgert hat, ist die Unverbindlichkeit, mit der ein Event genutzt wird. Also ein „will attend“ geloggt wird und dann kurz vorher abgesagt wird, bzw. garnicht.

Sicherlich mag es immer gute und berechtigte Gründe geben, nicht zu kommen. Das schlechte Wetter ist allerdings absolut kein Grund.
Wenn es sich um einen Kneipenevent handelt, bei dem das gastronomische Risiko beim Wirt liegt, ist eine kurzfristige Absage nicht dramatisch.
In dem konkreten Beispiel, einem Grillevent mit Getränken, Waffeln und Würstchen, haben allerdings in den letzten Tagen ca. 30 Personen abgesagt. Bei einer geplanten Personenzahl von 140 Cachern ist dies unverhältnismäßig.

Da macht sich niemand groß Gedanken, was mit den Kosten passiert. Egal, ich bin persönlich davon nicht betroffen. Stimmt. Zunächst seid ihr dass nicht, aber in letzter Konsequenz fragt sich dann wohl jeder Eventveranstalter, wie die Gastronomie reibungsfrei ablaufen kann und ob er bzw. sie so etwas überhaupt auf die eigene Kappe nehmen will.

Beim letzten Quartalscacher sind mein Kollege Ladune und ich auch auf einem Mehr an Kosten sitzengeblieben. Meine Kosequenz?

1. Kneipenevents nur noch mit Essen a La Carte bzw. was der Wirt bereit ist, auf sein eigenes Risiko zu tragen.
2. Mitbringevents (auch hier hat nie mal jemand gefragt, wer sich um Teller, Becher, Besteck, Servietten die Kohle kümmert)
3. Sollte ich nicht hundertprozentig wissen, ob ich am Eventtag wirklich kann, dann melde ich mich lieber nicht an, sondern komme einfach so.

Ich denke ich spreche im Namen aller Eventorganisatoren: Wir erwarten nicht viel, aber Verbindlichkeit ist das Mindeste! Ein Cacher ein Wort!

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9 Gedanken zu „Unkallkulierbar

  1. Wenn wir hier in Bremen unser GrünCohl-Event machen, dann nur mit Vorkasse.
    Erstens sind wir nicht gewillt, bei einem Preis von 17,50 (Essen satt im Lokal) in Vorkasse zu gehen und zweitens muß der Wirt planen können…
    Deadline ist eine Woche vorher.
    Wer nicht bezahlt hat, ist nicht mit dabei und wird wieder nach Hause geschickt, sollte er auftauchen.
    Wer nicht kann und absagt, kriegt nur bis dahin das Geld zurück.
    Steht auch so im Listing mit dem Hinweis, daß das bei „will-attend-Log“ akzeptiert wird.
    Und damit sind wir eigentlich gut gefahren – niemand hat damit Probleme.

    Nur das letzte Mal habe ich nen dicken Hals bekommen…
    Drei Leute (ein Team) sagen kurzfristig ab (16 Stunden vorher) und fragen, ob sie das Geld zurückbekommen können. Ich schreib „wir versuchen, Nachrücker zu finden und wenn das nicht klappt, muß ich das mit dem Wirt absprechen. Das kann aber zwei, drei Tage dauern.“
    Einen Tag nach dem Event kommt die Nachfrage, was denn nun mit dem Geld sei.
    Und als wir uns mit dem Wirt drauf geeinigt haben, daß 50 % zurückerstattet werden, kommt noch nicht mal ein Danke Schön.
    Also Schlußfolgerung fürs nächste Mal… „Nein – ließ das Listing und was Du mit dem will-attend-Log akzeptiert hast. Wenn Du Theaterkarten hast und nicht kannst, hast Du auch Pech gehabt,“
    Das Problem ist, daß solche Leute es halt auch anderen verderben, die sich vielleicht nicht so zickig anstellen würden…

    Naja – jeder ist sich scheinbar selbst der Nächste und wenn jeder nur an sich denkt, ist an alle gedacht.

    • Ups – vergessen zu erwähnen, das bei einer kurzfristigen Absage natürlich gerne Nachrücker gestellt werden können – das ist aber dann Sache desjenigen, der absagt, weil es in dem Sinne keine Warteliste gibt.

  2. meinschatz, du sprichst mir aus dem Herzen!
    Leider beobachtet man diese Mentalität immer öfter, erst einmal einen Platz ergattern, dann mal schauen, wies Wetter wird und ob man Bock hat…
    Kanns nicht sein, ein wenig mehr Verbindlichkeit wäre schon wirklich wünschenswert!
    Gott sei Dank haben wir bei unserem Mai Event Glück mit dem Wetter gehabt, und die Kalkulation ging auf.

  3. Ich frage mich, warum sich jemand die Mühe macht und ein Spezielles Essen im Lokal bestellt. Sowas würde ich immer nur von der Karte machen, dann gibts keine Probleme. Auch würde ich bei Grillevents immer nur die Lokation und evtl den Grill stellen, sowie Getränke zu einem kleinen Preis. Den Rest soll jeder selber bringen. Wird hier in der Gegend schon immer so gemacht und gibt keine Probleme.
    Andererseits melde ich mich auch nicht an, wenn ich nicht sicher weiß, dass ich komme.

  4. Haloa!

    Schön geschrieben!
    Es ist leider so, dass in vielen Bereichen unserer Dosensuche die Einstellung zu wünschen lässt. „Jetzt ich und nach mir die Sintflut“ ist leider ein oft gesehenes Phänomen, was zuweilen schon beim Legen der Dose anfängt und sich über Wartung, Verstecken bis hin zu Events fortsetzt.
    TJ.

  5. Also, das Gehäule um die armen Eventowner ist bei solchen Grillevents völlig daneben. Seit längerem handeln die doch unternehmerisch. Beim Grill in den Mai wurden knapp 1000Euro erwirtschaftet, beim Grillevent an der Wewelsburg wurden sogar die Kaffeetassen für 5Euro verkauft. Überall gab es nur etwas gegen vorherigen Verkauf von Essenmarken, wie beim Schützenfest.

    Die Erlöse fließen stickum in die eigene Kasse und wohl auch noch am Finanzamt vorbei. Wer also auf Gewinne abzielt kann wohl auch das Risiko eines Misserfolges bei schlechtem Wetter tragen. Groß aufgezogene Events mit kommerziellem Hintergrund sind doch sowieso daneben, Die oft zum Event geladenen Coin- und Münzenhändler sind doch auch nur Aasgeier die ihren Profit aus unserem Hobby ziehen.

    Kleine Events mit Selbstversorgung mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl machen sowieso mehr Spaß.

    • Zitat von dir:
      beim Grillevent an der Wewelsburg wurden sogar die Kaffeetassen für 5Euro verkauft

      Tipp dazu: Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

      Auszug aus dem dazugehörigem Listing : http://coord.info/GC2MR14
      Damit sich der Kaffee lohnt, gibt es große Kaffeepötte, was und wie, lasst euch überraschen.
      Lediglich ein Pfand (5€) für die Tassen muss von Euch entrichtet werden, den
      gibt’s aber auch für die dreckige Tasse logischerweise zurück, falls die wieder abgegeben werden will.

      Du redest von Summen und Profit.
      Grillen in den Mai, Du sprichst von 1000 € erwirtschaftet.
      Das Event kenn ich zwar nicht, aber ist ja egal, ich will auch nichts rechtfertigen.
      Von welchen Kosten, die auf die Owner zukommen weißt du was ?
      Hüttenmiete incl. Toiletten, Besteck, Teller, Becher, Kohle, den ganzen Kleinkram wie Senf, Ketchup, Milch, Zucker, Kosten für Müllentsorgung und evtl. Kühlanhänger ???
      Selber schon einmal so ein Event ausgerichtet? Falls ja, herzlichen Glückwunsch für Deinen Gewinn, bei uns reichts meistens dazu, das das Orga Team an dem Wochenende danach essen geht.

      Ich hatte erst einen komplett anderen Text geschrieben in meiner ersten Rage zu so einem super Kommentar, zum Glück herrscht Meinungsfreiheit, aber SRY ich hab den Text zum Glück nicht abgeschickt, sondern gelöscht und auf Rücksicht auf Ms71 nur dieses bischen hier hingeschrieben.

      Papa Schaf

    • Hmm. „Gehäule um die armen Eventowner“? „Unternehmerisch“? „Erlöse fließen in die eigene Kasse“?
      Ich weiß ja nicht, auf welche Events Du üblicherweise gehst, aber als Mitorganisator des Dortmunder Stammtisches kann ich über derlei hohles Geschwafel nur müde lächeln.
      Mal ganz davon zu schweigen, dass die Planung und Durchführung eines Events für 250-300 Teilnehmer einiges an Zeit und Arbeit erfordert, wird – zumindest in Dortmund – üblicherweise vollkommen unkommerziell gearbeitet.
      Wir lassen die Events ausschließlich in Kneipen stattfinden, die zu diesem Anlass Getränke und Essen á la Carte anbieten – kein Buffet, keine EIntrittspreise, keine sonstigen Aktionen dieser Art: Jeder kann essen/trinken, wie er mag. Der eine trinkt ein Mineralwasser und hält sich den Abend lang daran fest, der nächste diniert oppulent und genießt dazu mehrere Dutzend Getränke. Ein Wirt, der sich nicht darüber freut, dass er einige Stunden lang 250-300 Geocacher zu Besuch hat, bekommt halt keinen Zuschlag.
      Der obligatorische Coin-/TB-/etc.-Verkauf erfolgt in Kommission für einen gewerblichen Anbieter, vom Umsatz verbleiben 7% beim „Shopbetreiber“, das sind bei bislang sechs Stammtischen unter 200 €, für die wir u.a. Tombola-Gewinne, Freigetränke für die Helfer etc. einkaufen.
      Für uns bleibt im Regelfall ein Freibier, manchmal sogar eine Freipommes.
      Soweit zum Gejammere eines Event-Owners.
      Sicherlich haben „kleine Events mit Selbstversorgung mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl“ eventuell mehr Charme, aber hier gilt IMO: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Wenn ich keine Events mit 100, 200 oder mehr Teilnehmern mag, schaue ich vorher einmal ins Listing und weiß, was da auf mich zukommt.
      Von daher, mein lieber Raptor, wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß bei netten Kleinevents mit 3-4 Gleichgesinnten – von allem anderen hast Du offenbar schlichtweg keine Ahnung. Und eine Kinderstube hast Du scheinbar ebenso wenig, ansonsten würdest Du hier nicht einen derart hanebüchenen Dünnschiß von Dir geben und eine Pauschalattacke auf die Menschen loslassen, die sich den Arsch dafür aufreißen, dass es so etwas wie Events via GC gibt.
      Gruß aus Dortmund
      Migido

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