Des Wahnsinns keine Beute

Normalerweise finde ich Fundberichte von Kollegen und Kolleginnen im Blog nicht wirklich spannend, da ich die Caches, von denen geschrieben wird, meist nicht kenne.
Deshalb schreibe ich jetzt mal Nicht-Fundberichte.

Es ist Sonntag und die gesamte Familie Schatz hat Zeit und Lust zu Cachen. Kaum sind wir an der ersten Dose fängt es an zu regnen. Zunächst nur leicht. Lag am dichten Blätterdach. Ein Micro im Schlitten-Wald meiner Kindheit. Stundenlang bin ich als Steppi da rum gelaufen. Mit dicken Wintersachen. Stundenlang. Heute hätte ich diese gern getragen, denn es war kalt und unser Aufenthalt war gefühlte Monate.
Irgendwann war mir klar, dass dieses Döschen einfach weg sein muss (ich weiss, das sagt man gern, wenn man vielleicht zu blind ist). Mühevoll konnte ich Herrn Schatz zum Abbruch bewegen. „Gibst Du immer so schnell auf?“ fragte er mich. Nach fast einer Stunde suchen für einen D1,5 war mir das schnell genug.

Ach der Nächste wird bestimmt besser… die Hoffnung stirbt zuletzt. Wieder eine Stunde im Wald rumgelungert. Ich kenne nun jede noch so kleine Baumvertiefung, Wurzel oder Erdanhäufung. Nach telefonischer Rücksprache habe wir uns dann entschlossen, diesen Cache nicht weiterzusuchen. Wenn Owner alte Locations neu bestücken und der ersten Cache schon nix war, sollte man mit einem Fund nicht weiter aufwerten. Na Klasse. Weiter ging es zu einer „Altlast“. Mit ganzer Mannschaft wird sich wohl diese Dose finden lassen. Erzähle Herrn Schatz noch, wie Tim und ich uns hier nen Wolf gesucht haben. Lese ihm den Hint vor. Zufälligerweise stehen wir genau passend. Sohnemann greift einmal zu und hat das Ding in der Hand (warum nicht schon beim letzten mal). Der Blick von Herrn Schatz sprach Bände. „Und den hast Du nicht gefunden?“
Egal, hab ich mich gefreut. Endlich was gefunden. Weiter ging zur nächsten Altlast. Und was soll ich sagen… Altlasten haben ne Langzeitwirkung.

Und die Moral von der Geschicht: Viel Frische Luft und keine Dose, so geht wohl jede Fundquote in die Hose. Und eine Nichtfindstatik für Frau Schatz zu machen, wäre wohl des öfteren was zum Lachen.

… Und auch wenn wir (fast) nix gefunden haben, hatten Ihr hoffentlich Spass beim Lesen.

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Ein Gedanke zu „Des Wahnsinns keine Beute

  1. Altlasten abarbeiten ist nichts für die Statistik. Aber es schult den Charakter.
    Selbstüberwindung, Frustrationstoleranz, Ärger über eigene und fremde Dummheit… ein echtes Wechselbad der Gefühle. Man lernt so Demut vor dem D1,5.

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