Ich liebe es….

Neben dem Spass, welches Geocaching bietet, gibt es die Rubrik von Dingen, die wir Cacher so garnicht mögen.

Eine Ausprägung, eine krankhafte Verspitzwindung ist der Kollegentyp namens Besserverstecker-Sapiens.
Die krankhafte Neigung ist nicht zu unterschätzen. Aus diesem Grund widme ich diesen Artikel den Erkrankten. Zum besseren Verständnis der Erscheinungsform.

Krankheitsbild:
Der Besserverstecker-Sapiens sucht Dosen, egal welcher Größenordnung und Schwierigkeitsstufe von D und T. Nach dem Fund, der ihm bzw. ihr zu unspektakulär war, wird kurzerhand ein besseres Versteck ausgewählt. Frei nach dem Motto „Da ist es viel schwieriger, schöner oder spannender!“.
Eine Abart ist das Motto „Nach mir findet’s keiner mehr!“.

Folgen:
Betroffene haben einen Hang, besserversteckte Caches per Watchlist zu beobachten. Sie bringen jeden Owner zum Verzweifeln, denn einerseits bekommen die Owner DNFs und Anfragen. Diese werden nach dem zweiten Aufsuchen schon gerne mal böser, weil diverse Tips absolut nicht weiterhelfen konnten (wie auch?). Andererseits dürfen sie sich bei Wartungsarbeiten nen Wolf suchen und können ihren eigenen Cache nicht mal als gefunden loggen.

Ursachen:
Hier kann man nur spekulieren, weil sich kein Besserverstecker-Sapiens öffentlich bekennen würde.
In der Regel kann es fast jeden von uns treffen. Begünstigend wirken schlechte Laune, Mangel an Aufmerksamkeit, Neid oder geringes Selbstwertgefühl zu ersten kleinen „Vergehen“. Je nach „Erfolgsquote“ steigert der Besserverstecker-Sapiens seine Aktivität.

Therapie:
Gegen diese Krankheit kann nur ein Erwischt-werden helfen. Es ist demnach sehr schwer, den Betroffenen Hilfe anzugedeihen. Ein erster Schritt können moderierte „Selbsthilfegruppen“ im www. sein, in denen sich Betroffene über die schlechte Qualität von Dosen äußern und alles Besserwissen wollen. Hier muss Moderation bzw. Denkanstoß von „Gesunden“ helfen.

Ich hoffe, ich konnte Euch das Krankheitsbild des Besserverstecker-Sapiens ein wenig näher bringen. Und wenn Ihr selbst Opfer eines solchen werdet, denkt daran, es sind arme Gestalten, die stumm nach Hilfe schreien. Ihnen die Krätze zu wünschen, wird es nicht besser machen. Hoffen wir, dass sie den selbst den einzigen Ausweg ihres Leidens in der Hobbyaufgabe finden.

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3 Gedanken zu „Ich liebe es….

  1. Schöner Text – wie immer.

    Eine kleine Korrektur:
    Wir können sehr wohl unsere eigenen Caches als „Found“ loggen!

    Wird sehr gerne gemacht wenn obiges eintrifft: die Dose also besser versteckt wurde und
    man seine eigene Dose suchen muss und sie dann glücklicherweise auch irgendwann gefunden hat.

    Bei Newbies wird auch gerne mal ein TB mit einem Found-Log in die eigene Dose gelegt.

  2. Tja… klagen kann man darüber viel. Nur: Es bringt nichts!
    Denn ist das Ding (Final, Stage) einmal gewandert, wie soll es dann wieder zurückkommen?

    Das einzige was hilft ist, IN den jeweilgen Stage ein Bild oder eine Zeichnung mit einlaminieren, wo das Ding GENAU hinkommt. Damit -wenn es gewandert ist, z.B. unter Mitwirkung obiger Gattung von Besserversteckern- der nächste es wieder zurücklegen kann.

    (Hinweise im Listing oder im Stage a la „bitte genau so wieder zurücklegen wie vorgefunden“ sind komplett wertlos. Da nach „einmal besserversteckt“ bleibt das Ding nach Murphy an der falschen Stelle, weil sich ja jeder an den Wunsch des Owner hält….)

  3. Schön geschrieben – hab mich gerade weggeschmissen vor Lachen – Danke :o))
    Ich lese hier öfter mal rein. Mach‘ weiter so !!!

    Liebe Grüße aus Bingen am Rhein
    Heike (Golden Eyes)

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