Gefährliches Hobby

Heute berichtet die Presse und diverse Geocachingblogs bzw. andere Kanäle vielerorts von dem Todesfall in Prora (Rügen).
Ob der verunglückte Mann etwas mit unserm Hobby zu tun hat, einfach neugierig und oder unvorsichtig war, ist noch nicht bekannt. Ich möchte nun nicht spekulieren oder Schlagzeilen aufwärmen, sondern mache mir Gedanken zum Thema „Gefahren beim Geocachen“.

Wer Lost Places aufsucht oder Caches mit hoher T-Wertung macht, der begibt sich generell in Gefahr. Es kann immer was einstürzen oder abbrechen.
Wichtig ist, niemals nie allein! Wenn Euch was passiert, könntet ihr ggfls. nicht mehr in der Lage sein, euch selbst zu retten oder Hilfe zu holen.
Jeder Schritt will gut bedacht sein. Ruhe und Zeit sind das a und o.
Gute Ausrüstung (Seil, Gurt, Helm, Taschenlampe) minimieren das Risiko.
Bereitet Euch gut vor und lest das Listing ggfls. Logs um vor Ort nicht überrascht zu sein.

Hier noch eine Fragestellung, die mich beschäftigen?
Wie wichtig ist der Adrenalienfaktor beim Geocachen?
Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die so einiges aufs Spiel setzen, um einen Cache zu „holen“. Da ich nicht klettere, bleibt mein Adrenalinfaktor bei dem Erklettern von kleinsten Baumhindernissen, naheliegenden Lost Places oder nächtlichen Erlebnissen beim Cachen ausreichend bedient.

Aber auch hier gilt, ich bin nicht der Maßstab!

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5 Gedanken zu „Gefährliches Hobby

  1. Hallo
    Die ganz andere Frage die wir uns stellen sollten ist doch: in wie weit muss ich den Reviewer anlügen und schummeln damit ein Cache veröffentlicht wird.
    Demnach dürften so 80% der LP caches absolut illegal sein.

    Ich habe nun auch schon einige LP’s besucht und war mit jedesmal im klaren darüber das ich mal wieder fremden Gund und Boden betrete.

    Also, entweder akzeptiere ich als cacher diese Situation so oder ich fahre erst gar nicht zu LP caches.
    Es werden in naher Zukunft wohl leider immer mehr negative Schlagzeilen von unserem Hobby erscheinen weil es A: immer mehr neue (smartphone) Cacher gibt die mal eben schnell suchen wollen und die Regeln nicht kennen und dann B: gibt es immer extremere Caches um den ultimativen Kick zu suchen. Aber leider wird die damit die teilweise verbundene Gefahr weder von den Ownern noch von den Reviewern erkannt. Ich muss mir als owner darüber bewusst sein das ich evtl. Menschen mit meinem Cache in sehr große Gefahr bringen kann, vor allem auf LP’s!

    Beispiel ist nun prora. Der gesamte Komplex inkl. der Ruinen steht schon seit Jahre unter Denkmalschutz.
    Das haben weder den Reviewer noch den Owner interessiert. Oder gab es hier vom Eigentümer eine Erlaubnis? Ich weiß es nicht und kann darüber nur spekulieren.
    Fazit: jeder owner und cacher sollte sich immer die Frage stellen: ist das hier eigentlich illegal und brandgefährlich für andere Cacher (gerade Newbies). Nur so können wir für die Zukunft die Negativschlagzeilen minimieren.
    Ich schließe mich davon nicht aus!
    Gruß
    MJ6

  2. Der Owner hatte Kontakt zu einem Mitarbeiter der Rettungsleitstelle in Rügen: Der Tote ist kein Geocacher. So steht es auch im Listing das kurz nach Bekanntwerden disabled wurde. Bitte Keine Sensationshascherei.

  3. Ich finde diese Diskussion absolut überflüssig. Jeder sollte sich bei einem LP absolut im klaren sein, dass er zu 90% Hausfriedensbruch begeht. Irgendwem gehören die Gebäude immer und irgendwer hat dort auch immer das Hausrecht. Die paar Lost Places, die nicht unter diese Kategorie fallen, sind irgendwelche Mauerecken, die aus 5 Steinen bestehen und wo man sich nur auf die übliche Art und Weise die Knochen brechen kann. Betritt man ein marodes Gebäude oder ein altes Gelände, kann immer eine Treppe nachgeben oder etwas von der Decke fallen.

    Sprich, wer den Kick brauch oder einfach nur das Besondere sucht, muß auch mit diesen Gefahren leben und sich dementsprechend absichern (nie alleine, passende Ausrüstung usw.)
    Jeder, der blauäugig in eine Ruine stolpert, mit nicht mehr als einem Kugelschreiber und dem Licht des Handys, der braucht sich auch nicht zu beschweren, wenn ihm etwas passiert.

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