Enthüllungen für die Quote

Beim Stöbern im Netz stieß ich auf eine Liste von Reviewernnamen und deren Identität bei GC. Unter anderem gab es da, Reviewer, die noch nicht „enttarnt“ waren. Raum für Spekulationen und eine Liste von Verdächtigen.
Das Ganze geisterte bereits vor Monaten durch meine Twittertimeline und scheint abgefrühstückt zu sein. Für mich nicht so ganz.
Ich habe gestern mit dem Kopf geschüttelt, weil ich diesen Enthüllungsblogismus dermaßen daneben finde.

Wir alle können uns vielleicht vorstellen, wie viel freie Zeit und Engagement die Reviewer in ihre Tätigkeit legen. Oftmals werden sie dermaßen mit dummsinnigen Mails zusätzlich beschossen oder bei Ablehnung eines Caches geschmäht. Ein „Danke“ kommt bestimmt selten.
Ich kann gut verstehen, dass sich aus diesem Grund viele Reviewer ein Inkognito zulegen, um ihren Privat(cacher)bereich zu schonen (sonst wird man vielleicht auch noch auf Events oder im Wald vollgequatscht). Ich würde es genauso machen!

Und was passiert? Das Inkognito wird von Leute einem GC-Account zugeordnet. Kann man nicht einfach das Signal der gewünschten Privatsphäre akzeptieren? Eine Opfergabe der Quote zuliebe? Und dann wundert Ihr Euch, dass Reviewer so rar gesäht sind?

Ich möchte nicht wissen, welche Person hinter welchem GC-Nick steht (und bei den enthüllten Nicks wird sich in meinem Ownerverhalten nichts ändern). Ich trenne zwischen Person und Funktionalität. Wer sich outen mag, bitte sehr. Wer nicht, dem sei es erlaubt.

Reviewen und Reviewen lassen (vor allem in Ruhe)!

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20 Gedanken zu „Enthüllungen für die Quote

  1. Ein Vertreter eines Unternehmens hat nicht inkognito zu handeln. Und ein Reviewer der Firma Groundspeak ist nichts anderes als ein Vertreter dieses Unternehmens. Zwischen den Geocachern und Groundspeak besteht eine Geschäftsbeziehung (ja, auch bei den Basismitgliedern) und im Rahmen dieser Geschäftsbeziehung fungieren die Reviewer als Schnittstelle zwischen den einzelnen Geschäftspartnern.

    Sogar bei OC, wo ja nun nichtmal ein Unternehmen dahintersteckt, verzichten die „Reviewer“ auf irgendwelche lustigen Sockenpuppen. Da wird in den einfachen Fällen auf Augenhöhe, d.h. mit dem „echten“ Cachernamen kommuniziert, sobald es an Support oder kritische Anfragen geht, wird sogar der Klarname verwendet.

    Jetzt hier die Worte „Enthüllungsblogismus“ oder „Opfergabe der Quote zu Liebe“ zu verwenden, ist arg daneben. Es ist schlicht die Forderung nach Offenheit. Es sind doch Groundspeak und die Reviewer, die immer wieder von einer Community reden, die behaupten die Reviewer wären „welche von uns“. Und um diesem eigenen Anspruch gerecht zu werden, ist Offenheit nunmal unabdingbar.

    Aber all diese Dinge wurden ja inzwischen hundertfach gesagt, so muß also kurzum unterstellt werden, das es eben das erneute aufwärmen dieses Themas ist, das als „Enthüllungsbogismus“ die Quote erhöhen soll. Nicht wahr?

    • Lieber Schrottie!

      Zunächst möchte ich klarstellen, dass sich dieser Blog generell mit Dingen beschäftigt, die mir wichtig sind. Dabei ist der zeitnahe Bezug zu anderen Quellen nicht ausschlaggebend, um darüber zu bloggen.
      Reviewer als Vertreter des Unternehmens? Stimmt! So habe ich das noch nicht gesehen. Trotzdem ist es keine bezahlte Tätigkeit. Insofern gelten da (zumindest für mich andere Maßstäbe). ich persönlich greife in meinem Arbeitsbereich auch gern auf Menschen mit ehrenamtlichen Engagement zurück. Trotzdem sind sie nicht die Prellböcke, wenn mal was nicht rund läuft. Das ist meine Aufgabe!
      Vielleicht ist es sinnig, hier die Struktur von GC zu bemängeln und ggfls. zu überdenken, wenn ein Gespräch auf Augenhöhe gewünscht wird. Lösungen gibt es sicherlich.
      Ob ich darüber schreibe, um selbst Quote zu machen? Jein. Es gibt seriösere Artikeltitel, aber werden sie dann gelesen?
      Im Sinne von Ehrenamtspflege, die ich vehement betreibe, sollen diesen Artikel aber viele lesen und darüber nachdenken oder Kommentare schreiben. 😉

      • Wenn du einen Ehrenamtlichen bittest, die Hüpfburg zu beaufsichtigen, rätst du ihm dann dazu eine Karnevalsmaske zu tragen? Wohl eher nicht!

        Richtig ist, dass derjenige, der die Hüpfburg beaufsichtigt nicht allein für alles verantwortlich ist. Würde er aber einzelne Kinder gängeln, für manche Kinder andere Regeln erfinden, als für die übrigen Kinder. Dürften blonde Mädchen mit Schuhen in die Hüpfburg, dürfte der eigene Sohn mit Boxhandschuhen in die Hüpfburg, müsste ein schwarzhaariger Junge erstmal von den Eltern unterschreiben lassen, dass er sich die Füße gewaschen hat…. Dann würdest du so jemanden hoffentlich von der Hüpfburg abziehen oder dich zumindest nicht schützend vor ihn stellen, wenn ihn die Eltern zur Rede stellen.

      • Keine Sorge, ich selbst arbeite genug ehrenamtlich (nicht nur bei OC, auch beim DRK) um zu wissen, wo man ehrenamtlich arbeitende Leute einsortieren kann und wie man sie bewertet. Auch im Zusammenhang mit der Organisation oder dem Unternehmen für das sie tätig sind.

        Und ob die Reviewer nun etwas für ihre Arbeit bekommen oder nicht, es spielt schlicht und ergreifend keine Rolle. Sie repräsentieren uns gegenüber das Unternehmen Groundspeak Inc. und als Repräsentanten dieses Unternehmens sind Sockenpuppen nunmal äußerst unangebracht.

        Ich selbst erwarte von einem Vertreter eines Unternehmens, mit dem ich in einer geschäftlichen Beziehung stehe, das er mit mir auf Augenhöhe kommuniziert. Und das kann er nur tun, wenn er sich klar zu erkennen gibt. Vorzugsweise mit dem Namen, der auch in seinem Personalausweis steht, ersatzweise dann aber zumindest, und hier kann man schonmal ein wenig „Ehrensamtsbonus“ geben), mit dem sonst von ihm bei Ausübung der gemeinsamen Tätigkeit verwendeten Nicknamen.

        Was das Thema Prellböcke betrifft: Dazu machen sie sich selbst. Unterschiedliche Auslegungsweisen bei eigentlich klaren Richtlinien führen nunmal zu Unmut und das der genau dort abgeladen wird, wo er entsteht, steht wohl völlig außer Frage. Oder? Mangelnde Kommunikation ist ebenfalls eine Spezialität der Reviewer und auch auch dieses Verhalten für zu Unmut, der dann ebenfalls wieder dort abgeladen wird, wo er entsteht. Mal als kleines Beispiel: Bei OC wurde ich noch nie angepöbelt oder als „böser Admin“ hingestellt, weil ich mal jemandem eine ganze Reihe toller Caches ins Archiv geworfen habe. Und weißt Du warum? Ich tue das unter Verwendung meines echten, meines bürgerlichen Namen und erkläre parallel dazu dem Owner ganz genau was dazu führte, was er dagegen tun kann und helfe ihm dann auf Wunsch auch dabei, stelle Kontakte her, beschwichtige ggf. aufgebrachte Beschwerdeführer und/oder Behörden. Und jetzt frag mal „Tante Google“, wie das von den Reviewern gemacht wird. Du merkst den Unterschied?

        Die ganzen Diskussionen über böse und gute Reviewer könnte man sich schenken, würden die Reviewer mit ihrem Namen zu dem stehen, was sie tun. Und würde man sie dazu zwingen dies zu tun, dann würden sie in ihrem Handeln deutlich mehr Umsicht walten lassen, was zu weniger Unmut führt und somit verhindert, das ein Reviewer als Prellbock für eben diesen mißbraucht wird.

  2. Ich finde die Liste gut!

    Ich würde es auch nicht genauso machen. Ich bin ein Mensch der zu dem steht, was er sagt und was er tut. Wenn ich auf Menschen treffe, die nicht zu ihrem Handeln stehen, dann gehe ich davon aus, dass sie Dinge tun, die ich nicht gut finde.

    Mir fallen in unserer Gesellschaft auch keine Beispiele ein, in denen sich ein Entscheidungsträger hinter einer Sockenpuppe versteckt. Aber vielleicht kennt ja jemand ein Hobby oder eine Sportart bei der die Schiedsrichter vermummt und anonym agieren und kann mir ein Beispiel nennen.

    Gut finde ich dagegen, dass es Leute gibt die den Mut haben, sich gegen den mainstream zu stellen und diejenigen, die mit ihren Entscheidungen den Verlauf und die Entwicklung des Spiels maßgeblich beeinflussen, an ihre Verantwortung erinnern.

    • Du brauchst ein Beispiel für einen Entscheidungsträger, der unter einem Pseudonym sein Amt ausgeübt hat? Dann googel doch mal nach Herbert Ernst Karl Frahm. Der Mann war mal Bürgermeister von Berlin und Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Den meisten Menschen ist dieser Mann nur unter seinem Pseudonym Willy Brandt bekannt.

      Diese Diskussion um Sockenpuppenreviewer wird immer wieder aufkommen und es werden sich immer wieder die selben Kritiker mit ihren Argumenten einfinden; sei es pro oder contra. So what!? Hauptsache, die Leute machen ihren Job und soweit ich das beurteilen kann machen sie ihn im großen und ganzen sehr gut!

      • Ja nee, oder? Bei „Willy Brandt“ handelte es sich um einen notwendigen Decknamen wegen politischer Verfolgung, der obendrein später offiziell anerkannt wurde. Das jetzt mit den Sockenopuppen der Reviewer zu vergleichen ist genauso daneben wie schon die Bezeichnung Pseudonym für diesen Namen, der eben nicht mehr nur ein Deckname, sondern der offiziell in den Ausweispapieren eingetragene Name war. Aber gut, wenn dann ein „GC-Knecht“ oder gar ein „2“ eben dies als Namen (nicht als Künstlernamen, da könnte man ja mit etwas Phantasie und Kreativität noch tricksen) im Personalausweis stehen haben, dann können wir auch über einen Willy-Brandt-Vergleich reden. Okay?

        BTW: Und was die im großen und ganzen sehr gute Arbeit betrifft, die sorgt regelmäßig und reichlich für Unmut. Sagen wir also besser, die Reviewer machen ganz allgemein gute Arbeit, vergessen dabei aber gern das es sich nur um Tupperdosen im Wald handelt, Richtlinien für alle gelten (und somit auch für Reviewer), klar formulierte Richtlinien auch bei allen gleich angewendet werden sollten und das man am besten auch selbst Wasser säuft, wenn man es predigt.

    • Hier wurde nach einem Entscheidungsträger in unserer Gesellschaft gefragt, der sich eines Pseudonyms bedient. Dieses Beispiel habe ich bedient (hat).

      Lacht ihr bei Atze Schröder weniger, weil er seinen bürgerlichen Namen geheim hält und sich dazu in der Öffentlichkeit nur verkleidet zeigt? Wahrscheinlich kommt jetzt ein „den mag ich eh nicht“ oder ihr geht sowieso zum Lachen in den Keller.

      Und da den Kritikern wahrscheinlich kein einziger Grund für die Benutzung eines Pseudonyms einfällt wird euch diese Liste von Personen des öffentlichen Lebens (Politik, Unterhaltungsbranche, Autoren etc., etc., etc.) wahrscheinlich auch nicht interessieren. Auch diese Leute haben ihre (mehr oder weniger guten) Gründe für die Benutzung eines Pseudonyms.

      Und abschließend:
      Wieso bin ich hier eigentlich der einzige, der unter seinem Klarnamen postet?

      Denkt mal drüber nach wenn ihr es noch nicht verlernt habt.

      • Über was sollen wir nachdenken? Darüber, das Du Deinen Vornamen hier verwendest? Was hat das mit der eigentlichen Diskussion zu tun? Richtig, nichts.

        Und das der von Dir als Beispiel gebrachte Entscheidungsträger kein Pseudonym verwendete, wurde Dir ja inzwischen auch erklärt. Ebenso wie es sich bei der tollen Wikiliste um Künstlernamen handelt. Künstlernamen, unter denen viele Menschen „auf eigene Rechnung“ und nicht im Namen eines Unternehmens agieren. Noch einmal, auch wenn ich mich da wiederhole: Es ist albern, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Auf der Hand liegt, das zwischen den Mitgliedern von Groundspeak und Groundspeak eine Geschäftsbeziehung existiert und die Reviewer im Rahmen eben dieser Geschäftsbeziehung das Unternehmen Groundspeak vertreten. In dieser Funktion einen Nicknamen zu nutzen ist schon wenig seriös, aber das noch durch die Verwendung einer Sockenpuppe zu toppen, schlägt dem Faß eben den Boden aus.

        BTW: Ich lache bei Atze Schröder überhaupt nicht. Mit oder ohne bürgerlichen Namen. Darüber hinaus greift auch hier wieder die Sache mit dem Künstlernamen. Den man als Geocacher übrigens durchaus haben kann, siehe bspw. LadyAllista. Wobei die ihren Künstlernamen nicht wegen des Geocachens hat, sondern wegen ihrer Kolumne in der Ratinger Zeitung. Das Geocachen allein reicht nämlich nicht zum führen eines Künstlernamens aus. Und schlußendlich noch eines: Ein Künstlername steht im Ausweis/Reisepass. Die Sockenpuppe eines Reviewers nicht.

  3. Nur mal eine Stimme von einem der völlig ahnungslos hier reingestolpert ist: Ich habe vor zwei Wochen mit meinen Kindern das erste Mal Geocaching ausprobiert (einmal testen, einmal für eine Geburtstruppe). Eigentlich hatten wir viel Spaß und auch schon überlegt, selber ein(en?) cache anzulegen.
    Ich weiß nun nicht, was alles abgelaufen sein muss, dass es in Diskussionen so abgeht (abgehen muss?), ich bin auf jeden Fall ausreichend abgeschreckt. Es soll ein Spaß / Hobby sein und kein Haifischteich, in dem ich mit meinen Kindern lande und dann über customer-relationship nachdenken muss. Das ist KEINE Schuldzuweisung oder Kritik an irgendwen. Einfach der Eindruck eines Newbies, der von nichts eine Ahnung hat und sich an der Stimmung orientiert. Hobby soll Spaß machen.

    • Mach Dir keine Sorgen…
      Gecoachten ist ein tolles Hobby. Besonders mit Kindern. Neben dem Outdoorerlebnis kann dieses Hobby viele Nebenspielarten haben. Ein Beispiel ist u.a. dieser Blog. Wenn man etwas schreibt, gibt es immer Gegenpositionen. Solange sich diese im Rahmen der allgemeinen Umgangsformen bewegen, ist das ok und gewollt.
      Haifischbecken sind da weitaus gefährlicher. Wünsche Dir bzw. euch ganz viel Spaß im Wald … und nix wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

      • Ich kann bestätigen, Geocachen ist kein Haifischbecken – auch und gerade nicht, wenn man sich ein wenig mit dem Thema auseinandergesetzt hat, aber wenn man es darauf anlegt,kann man es dank der aktiven Community schnell zu einem machen.

        Man muss einfach den für sich richtigen Weg finden und ich spreche aus eigener Erfahrung, dass Geocachen gerade auch mit Kindern eine Menge Freude bereiten kann – ein glückliches Händchen bei der Cacheauswahl vorausgesetzt.

        Als Blogger, aber auch in einem Forum, wird vieles heißer gekocht als es gegessen wird. Diskussionen beleben halt das Geschäft – ich spreche aus eigener Erfahrung. Letzten Endes tragen die vielen Standpunkte und Sichtweisen zur Vielfalt unseres Hobbies mit bei.

        Und um den Bogen zum Topic noch zu bekommen, muss ich Schrottie beipflichten, es zeugt einfach von einem schlechten Geschäftsgebaren, wenn ich meine Mitarbeiter hinter einem Schutzschild aus Pseudonymen und Sockenpuppen verstecken muss.
        Ich bin lange genug in der Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Unternehmen/Organisationen – sowohl angestellt, als auch ehrenamtlich – tätig und habe schon unzählige Male unpopuläre Entscheidungen vor Kunden vertreten müssen, doch auch dahinter stehe ich mit meinem Namen.
        Sollte es jemals soweit kommen, dass ich hinter solchen Dingen nicht mit meinem Namen stehen kann, würde ich mein Engagement in Frage stellen.

        Und ja, ich benutze an dieser Stelle meinen „Nickname“, da dies eine in der Community übliche Umgangsform ist. Sobald ein darüber hinaus gehender Kontakt zustande kommt, z.B. per Email, oder gar im Reallife wird selbstverständlich der Klarname genutzt.
        Selbstverständlich kann ich nachvollziehen, dass über bestimmte – private – Dinge im Web unter Pseudonymen kommuniziert wird und halte dies sogar für richtig. Pseudonyme ermöglichen teilweise erst eine offene Kommunikation, ohne fürchten zu müssen, im nächsten Vorstellungsgespräch auf private Vorlieben angesprochen zu werden.
        Doch Entscheidungen, die ein Reviewer trifft, sind nun einmal Entscheidungen die er im Namen und im Auftrag des Unternehmens Groundspeak, Inc. trifft.

  4. Mal ne ganz interessante Frage: Machen Reviewer das „für Umme“ oder ist das ein Anstellungsverhältnis? Fall ersteres, wäre das nicht nur rechtlich ne sehr wackelige Sache, einen „Volunteer Reviewer“ als Vertreter eines Unternehmens anzusehen, sondern auch noch strafrechtlich interessant – immerhin würde dann kostenlos für ein Unternehmen gearbeitet – was meines Erachtens in Deutschland so nicht zulässig wäre.
    Klärt mich mal auf – wie verhält sich das?

    • Ihren eigenen Aussagen zufolge machen die das komplett für lau, aber wie fast alles rund um den „Mythos Reviewer“ weiß hier keiner nichts genaues. Die machen eben ein zu großes Geheimnis aus ihrer Arbeit (übrigens auch ein sehr häufig geäußerter Kritikpunkt: Intransparenz). Einzig klar ist, das man nur durch Vetternwirtsch^Weine Empfehlung eines anderen Reviewers an den „Job“ kommt.

      Die strafrechtliche Bewertung hingegen wird, ebenso wie eine zivilrechtliche, relativ schwer, denn Groundspeak unterhält keine Dependance in Deutschland. Das ist bspw. auch beim Datenschutz ein Problem, denn so unterliegt Groundspeak lediglich amerikanischem Datenschutzrecht und darf somit unter anderem die Audit-Logs bei PMO-Caches anbieten, was nach deutschem Recht aller Wahrscheinlichkeit nach verboten wäre.

      Aber wie dem auch sei, über irgendwelche rechtlichen Bedenken sollte man gar nicht zu sehr nachdenken, denn auch für uns gilt: Wir reden hier von Tupperdosen im Wald und da kann man die Kirche auch mal im Dorf lassen… 🙂

    • Das ist geheim! Wie eigentlich alles was das Reviewing betrifft. Kurz vor Weihnachten 2010 ist StashLab von Bremen nach Rostock gefahren um im Küchenstudio-Podcast zu sagen, dass er nix sagen darf. Es gab mal Gerüchte, dass die Reviewer 20$ Aufwandsentschädigung bekommen. Genaues weiß man aber nicht.

      Arbeitsverhältnis ist es sicher keines. Es ist auch müßig, hier darüber zu streiten, ob die Reviewer nun für groundspeak „arbeiten“ oder nicht. Auch die Realnamen interessieren mich nicht.

      Im Reviewing-Prozess wird entschieden, welcher Geocache auf gc.com veröffentlicht wird und welcher nicht. Diese Auswahl treffen alleine die Reviewer. Das hat massive Auswirkungen auf die Entwicklung des Spieles, sowohl nach Innen, welche neue Trends (zB. Powertrails) sich durchsetzen können als auch nach Außen, was Problemcaches (zB. LP oder Caches an Bahnanlagen etc.) betrifft. Wenn nun 40 Geocacher darüber bestimmen, wie sich das Geocachen in Deutschland entwickelt und alleine entscheiden, ob sie den (teilweise gerechtfertigten) Zorn den manche Interressensgruppen gegenüber unserem Hobby entwickeln, eindämmen indem sie bestimmte Caches nicht mehr freischalten oder eben entgegen der eindeutigen Rechtslage (damit auch entgegen der guidelines) und entgegen dem eindeutigen Willen der anderen Interessensgruppen weiterhin freischalten, dann will ich schon wissen, welcher Geocacher diese Entscheidung trifft.

      Und JA ich gebe es zu, ich ich will diese Leute auch an Ihren eigenen Caches und ihrem Verhalten als Geocacher messen. Wenn in Berlin wieder mal das Bombenkommando anrückt um ein Stahlrohr mit heraushängenden Drähten zu entschärfen, dass sich dann als Geocache entpuppt, den wenige Wochen zuvor ein aktiver Reviewer gefunden und mit lobenden Worten geloggt hat, dann will ich ihn fragen, warum er den Cache nicht archiviert hat, denn er widerspricht genauso den guidelines wie es angeblich ein Link zu einem Restaurant tut. Und ich würde das nicht aus einer angeblichen Verbitterung heraus tun, sondern um ihm seine Verantwortung für die Entwicklung und den Fortbestand des Hobbys deutlich zu machen.

      Und genau darum geht es hier: Es geht um Verantwortung! Wenn jemand Verantwortung übernimmt dann sollte er zu seinem Handeln stehen. Da helfen Vergleiche zu irgendwelchen Komikern nicht weiter sondern sind bestenfalls ebenfalls komisch. Wenn jemand Verantwortung übernimmt und sich dabei versteckt, dann tut er dies, um sich vor seiner persönlichen Verantwortung zu drücken!

      Wobei wir wieder bei der Ausgangsfrage wären, warum „arbeiten“ die dann überhaupt ehrenamtlich? Bei manchen reviewern hat man leider den Eindruck, dass sie den Job machen, weil er ihnen die Möglichkeit gibt, einzelne Geocacher anonym zu gängeln und anderen Geocachern großzügige Ausnahmen und Privilegien zu gewähren.

  5. Sogar einigen Reviewern ist der Sockenpuppenname zu blöd und sie wählen ihn so dass man gleich weiß wer es ist. Gut so! Wer Schiedsrichter sein will kann auch in der Community zu seinen Entscheidungen stehen.

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