Reisefreudig

Viele von uns Cachern haben diverse Coins und oder TBs, die in der Weltgeschichte umherreisen. Manche mit Auftrag bzw. Ziel, andere wieder sollen einfach nur Reisen.

Doch was versteht ein Owner darunter? Viele Meilen machen? Möglichst schnell von a nach b?
Wieso ich das frage? Seit ein paar Tagen habe ich eine handvoll Reisende in meinem Inventory.
Diese bunte Herde begleitet mich (vielleicht erkennt ja jemand seinen Reisenden?)

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Weil ich aber bis dato noch keine passende Dose gefunden habe, liegen sie halt in meiner Cachertasche und sind bei jedem Fund dabei. Aus diesem Grund logge ich sie als Besucher jeder Dose mit. Für mich persönlich ist es nur ein Klick, für den Owner sind es ein paar Stationen mehr, die sein Reisender aufzuweisen hat.

Freuen sich Owner darüber? Mir würde es gefallen. Ist doch besser als so lange „rumzugammeln“, bis sich eine passende Gelegenheit bietet. Aber vielleicht gibt es ja andere Sichtweisen? Bin gespannt, wie ihr es handhabt. Sowohl als Cacher als auch aus Ownerperspektive.

Der letzte Egon… aus dem Archiv

Heute möchte ich meinen letzten Gruß aus dem Archiv zum Besten geben, denn aller guten Dinge sind drei. Dies ist der letzte Teil meiner MSM-Serie und leider nicht mehr aktiv. Da ich aber dermaßen Spaß beim Schreiben hatte, habt ihr es vielleicht auch beim Lesen.

Euch allen einen wunderschönen 1. Advent!

„Ist Egon noch unterwegs?“ fragte mich mein Sohn. „Wo ist er denn, was macht er so?“ Und da nicht nur Kinder neugierig sind…

Heute hatte Egon einen wichtigen Termin bei der Bank. Deshalb hatte er sich für seine Verhältnisse fein gemacht, setzte sich auf sein giftgrünes Rad und fuhr von Nordhagen nach Rietberg. Der Himmel war grau. Das nervte ihn. Hoffentlich komme ich trocken nach Hause, dachte er. Er hatte Vorsorglich sein Regencape in den Eimer am Lenkrad gesteckt. „ufffffff“, der Wind wurde stärker… zum Glück war es nicht der kalte Ostwind, aber er bremste ihn gewaltig.

Aber schließlich stand er doch vor der Sparkasse. Kaum hatte er die Tür geöffnet, da stürze sich Herr Friechmann, der Bankdirektor auf ihn. „Egon“, sagte er (im Großraum Rietberg duzten ihn eh alle) „etwas wunderbares ist passiert!“ Er drückte dem verdutzten Egon einen Blumenstrauß in die Hand. „Haaaatschi!“ nieste Egon. Wie konnte es auch anders sein… mal wieder vermalledeite Veilchen. „Was ist denn?“ brummte er. Mittlerweile war er von Sparkassen-Angestellten direkt eingekreist. Und alle lächelten ihn an. Das ihn so viele Menschen angelächelt hatten… wie lange war das wohl her? Mauerfall? Er wusste es nicht mehr.

„Egon Du hast beim Gewinnsparen gewonnen!“ lachte Direktor Friechmann. „Und jetzt?“ stammelte Egon.

„Und jetzt fliegst Du mit deiner Ida nach Amerika!“ Das er nicht auf der Stelle umfiel war alles…

Die nächsten Momente nahm er kaum bewusst war. Nicht die Heimfahrt auf seinem grünen Rad. Auch nicht Idas Freudentaumel und die ganze Hetzerei mit Klamotten packen. Er war erst wieder bei Sinnen, als sie im Flugzeug saßen.

„Ida wo fliegen wir eigentlich hin?“ brummte er. „Nach California…Los Angeles!“ Sie stiegen im Hollywood Roosvelt-Hotel ab. Der Aufzug brachte sie in den Fünften Stock. Zimmer 152 sollte ihr kurzes Zwischenzuhause sein. Nach dem langen Flug musste Egon aber erst einmal den Jetlag verdauen. Er schnachte so heftig, dass die Nachbarn aus 153 und 151 sich durch laut klopfen bemerkbar machten. Dann ging es wohl ausgeruht in die Universal Studios und anschließend shoppen auf dem Rodeo Drive. Beiden wurde schwindelig. Egon wegen der vielen Menschen, Geräusche und Gebäude, Ida wegen der zahlreichen Geschäfte und der horrenden Preise. „Nein, nein“, wetterte Egon. “Was zum Donnerwetter hat sich der Friechmann bei der Reiseplanung nur gedacht?“ „Ach Egon, morgen geht doch weiter!“ tröstete Ida ihn. Und recht hatte sie.

Er hatte noch nie was von Talladega und dem Talladega National Forrest gehört. Wunderbar sein Egon-Anker! Soooooooo viel Grün. Und die Bäume dort waren so groß… stellenweise an die 43 Meter hoch. Und wie viele Bäume möchte hier wohl sein… 6539 oder etwas noch mehr? Egon grinste über alle 4 Backen und Ida freute sich mit ihm. Von Talladega ging es dann wieder nach California. „Neiiiiiin!“ brüllte Egon „nicht wieder Loooooooooooo….“ Aber Ida undterbrack ihn. „San Francisco“ lächelte sie. „Oh ich mag dieses Lied!“

„Was hat ein Lied nur mit der Stadt zu tun?“ dachte Egon, sagte es aber nicht, denn seine Ida mit ihren roten Wangen sah zauberhaft aus.

Sie stiegen im St. Regis Hotel ab. Auch hier wieder im fünften Stock. Nach einem Schönen Frühstück für umgerechnet 65,03 € besichtigten sie die Golden Gate Bridge und später noch Alcatraz. „Ich finde die Brücke hätten sie besser mal gelb gestrichen. Ich mag Rot nicht!“ Brummte er. „Und wenn Du so weiter meckerst, schubse ich Dich in eine Zelle und lasse Dich hier!“, neckte ihn Ida. Am nächsten Tag war sie auf dem Weg nach Anchorage. „Alaska! Das Land wo ich schon immer hin wollte. Der Friechmann kann doch was.“ Ihr Aufenthalt dort war für seinen Geschmack viiiiel zu kurz. „Kansas City. Ach jaaaaaa!“ lachte Ida. „Da ist doch dieser entzückende Eisbär, den alle sehen wollen. Egon und Ida durften ihn sehen, obwohl Egon lieber gesagt hätte „Wir mussten ihn sehen“. „Ich will richtige Bären!“brummte Egon gereizt.

Ein Anruf bei Friechmann und sie saßen im Flieger. Er hatte schnell nach Egons Wünschen umgebucht. Sie fanden sich in Fort Yukon wieder. „Waaas… mit dem Kanu!“, stammelte Ida. Sie schaute auf die reissenden Wassermassen und war ganz weiss im Gesicht. „Im Leben nicht Egon, keine zehn, keine Hundert Pferde bringen mich da rein!“ Was tut man nicht alles für seine Liebste, dachte Egon. Sie hatten eine schönen Abend in einem kleinen Bed&Breakfast, wo sie sich in trauter Harmonie aneinander kuschelten. Was war ne Kanutour schon gegen seine glückliche Ida!

Die nächste Station ihrer Amerikareise war nicht mehr die Ostküste. Es ging nun nach Delaware. Hier hatte Friechmann in einem schnuckeligen Park – ach ja es war der Henlopen State Park – ein wirklich tolles Blockhaus für die beiden gemietet. Zwei Tage Ruhe, Wald und Meer.

Als nächstes landeten sie in St. Louis. Egon bestaunte das Gateway Arch. „Na ja, wenn ich so viel Stahl hätte…!“. Er stellte den Gedanken aber schnell ein, denn ein 192 Meter hoher Stahlbogen am Brinkkamp 51…Er grinste. Der botanische Garten gefiel ihm auch aber er wollte lieber wieder nach Cape Henlopen! Und da der (Bank-)Kunde bekanntlich König ist… Friechmann regelte alles aus der Ferne. Wieder 2 Tage Henlopen!

„So, nun möchte ich aber wieder heim!“ Egon vermisste seinen Garten. „Ach bitte Egonlein… noch eine Station. Es ist eh die Letzte.“ bettelte Ida.

Und so bärbeissig er sein konnte, für seine Ida…. „Na guuuut. Wohin geht es denn?“ Ehe er sich versah landeten sie in Tuscon. Von dort aus ging es auf eine Pferderanch. Ein Ritt durch die Wüste… na klasse und für alle außer Egon gab es ein Pferd. Er musste ja unbedingt aufs Klo. So bekam er nur den Esel. Die Sonne brannte ihm auf den Pelz, Schweiss tropfte und die Mitreitenden drehten sich immer wieder um und lachten. „Vermalledeit…,“ brüllte Egon „was glotzt ihr so?“ Zum Glück verstand ihn niemand. Nur Ida gab ihm einen Schubs. Da plumpste er vom Pferd und….

… und als er die Augen aufmachte lag er auf dem Boden neben seinem Bett.

„Egoooon? Alles in Ordnung? Du hast im Schlaf gesprochen?“ Es dauerte eine Weile bis er begriff. „Egon bist Du wach? Wir wollen doch heute nen Ausflug nach Bielefeld machen!“

Er grinste… na gut, dann eben Bielefeld.

Und die Moral von der Geschicht

Schuster bleib bei deinen Leisten und Egon in Nordhagen!

Friede, Freude, Dosenklau

Seit ein paar Tagen grummelt es in mir. Zum xten steht die Wartung einer Dose an. Ohne ins Detail gehen zu wollen, wird sie gern gesucht.
Mindestens genau so gerne wird hier was kaputtgemacht oder geklaut. Soll ich es sagen?
Ja! Ich glaube, dass es in diesem Fall nicht einfach nur Muggel waren.
Wenn ein Final gut versteckt ist, kann es nicht einfach so weg sein. Zumindest nicht bei tausend möglichen Verstecken. Und ich rede hier nicht nur von einem einmaligen Glücksgriff.
Genauso ergeht es einem Kollegen, der seit Wochen nachbessern darf. Und das bei hoher D- und T-Wertung.

Wer jetzt nach Vermutungen oder Beweisen fragt, dem sei gesagt:
1. Ich kann nichts beweisen!
2. Der menschlichen Schlechtigkeit sind keine Grenzen gesetzt, aber trotzdem will ich bewusst niemandem etwas so fieses unterstellen.

Es handelt sich hier um den freien Gedankengang einer Ownerin, die echt genervt ist und sich mal Luft machen möchte. Verdammter ************ Mift ******** Drecks********* wenn ich dich erwische, dann ***********. Ver****Dich aus meine homezone Du *******
So, nun geht es mir besser.

Was sind meine Konsequenzen? Langfristig können solche Menschen einem die Ownerschaft madig machen. Aktuell werde ich mir wieder was einfallen lassen und Instand setzen. Hoffentlich hält es diesmal länger.

Wenn Muggelausreden helfen

Wir kennen die Situation. Da ist man in der Nähe einer Dose, fängt gerade richtig an zu suchen – schwupps sind sie da. Muggel! Als würde irgendwo ein rotes Lämpchen, ein Startsignal leuchten.
So passierte es heute Herrn Schatz und mir in Bielefeld. Wir machten einen kleinen Dosenabstecher zum Ringlokschuppen. So sieht es an der Location aus:

Hier suchen wir. Und suchen und es kommt die gute Idee der wir nachgehen wollen. Doch bevor wir nachschauen können…

„Was machen Sie da? Kann ich Ihnen helfen?“ Ein Herr der Gleise in Orange. War klar. Jetzt heisst es eine gute Ausrede parat haben. Prompt sagt Herr Schatz etwas in folgender Art: „Schon beeindruckend, so was sieht man heute garnicht mehr!“

Da scheinen wir den Nerv des Bahnmitarbeiters getroffen zu haben. Spontan läd er uns zu einer Führung ein. Ich lasse Bilder sprechen (denn von Technik habe ich ja nicht wirklich die Ahnung).

Jetzt geht es los...

„Also wenn Sie das Interessiert, dann kommen Sie mal mit!“

Und die Moral von der Geschicht…Den Cache gab es heute nicht! Dafür aber Insiderwissen, das möcht ich nicht missen.

Und zum guten Schluss, kommt ein Bahnfreakgenuss! Angemeldet für eine nostaligische Tour… das wollen Herr und Frau Schatz nur.

Im Ernst: Als Ergebnis haben wir zwar die Dose nicht mehr suchen können, jedoch eine Schienbustour mit der ganzen Familie zum Weihnachtsmarkt nach Goslar gebucht. Ich liebe Cachen!

Archiv-Grüße

Letze Woche, genauer gesagt Sonntag, erzählte ich Euch von meinen Meinschatz-Märchen.
„Nochmal…. wie geht’s weiter!“ Das fragt mein Sohn nach jeder Geschichte. Und auch ich bin der Meinung, dass da noch was geht oder fährt, und zwar…

Egon! Schon wieder auf seinem Egon-Fahrrad. Er macht Nordhagen, sein Heimatrevier, unsicher. Hier sucht er nicht nur Veilchen für seine Frau Ida oder seinen Anker. Nein, denn er sammelt alles, was er meint mal gebrauchen zu können. Das kann eine alte Kuckucksuhr sein, oder ne Tasse oder sogar eine alte Autotür, schon rot vor lauter Rost, die er mal im Graben fand. Er hatte so viele Ideen im Kopf. Er verstaut alles auf seinem Rad, ihr erinnert euch das grüne, alte, klapprige Gefährt über dass alle so lachen.
Heute hatte Egon einen wirklich guten Tag gehabt und kehrte dermaßen voll beladen zurück. Er hatte mal wieder was im Graben gefunden. An der B64. Da fand er immer was. Er hatte viel im Dreck wühlen müssen dafür und auch noch ein paar Veilchen mitgebracht. Seine Fingernägel, Hände und Arme waren schwarz. Aber der Einsatz hatte sich gelohnt. Schwungvoll bog er in seine Einfahrt und hätte dabei fast Jonas umgefahren. Jonas war der jüngste Sohn seines Nachbarn Simmernicht. „huhuhuhu“ lachte der Junge „Egon-Fahrrad-Hochhaus im Anflug“. „Ruhe zum Donnerwetter“. Egon war müde und kaputt. Da konnte er schon mal sehr komisch werden.
Pammmmm…….. vor Wut ließ er sein Rad gegen die Scheune krachen. Er sah den Jungen an, wie er da stand, rote Backen freches Grinsen. So ein Kind hatte ihn schon damals in der Grundschule in Ostenland geärgert. Der Rotzbengel hatte noch dazu rote Haare gehabt. Na das passte ja. Vermalledeiter Bengel, dachte Egon und verschwand im Haus.
Sonst schaute er gerne nochmal durch seinen Garten. Setze sich dann oft auf die Bank und genoß, die Sonne rosa untergehen zu sehen. Heute allerdings hatte er dafür keine Augen mehr. Ihm war kalt. Das lag am schneidigen Ostwind. Er sehnte sich nach nem schönen Ida-Kaffee und seinem Sessel. Mittlerweile war er ja schon nen älteres Modell mit Runzeln und grauen Haaren, da darf man sich auf solche Sachen am Ende seines Tages freuen dachte er. Es war grad 20.15 Uhr – Tagesschau vorbei – als ihm die Augen zufielen. „Ssssssss….rrr…..ssss…rrrrrr“ das ganze dreimal hintereinander. Dann kurze Stille, um dann doppel so laut wieder loszulegen. Ida, seine Liebste ertrug es. Schließlich deckte sie ihn sanft zu und ging dann selbst ins Bett. Das war so um 9. Oder war es doch schon 10 gewesen?
Mitten in der Nacht schreckte Egon hoch. Er sah die Ziffern der Uhr schimmern. „Mein Rad“ überlegte er noch, entschloß sich aber doch, den direkten Weg ins Bett zu nehmen. Am nächsten Morgen krähte um 5.30 Uhr der Hahn von Bauer Wolle aus der 57. Ego schaute aus dem Fenster. Der Tau schimmerte weiss auf seinem Rasen. Ihm fiel sein Rad ein, was er mit seiner gesamten „Beute“ einfach draußen gelassen hatte. Schnell anziehen und raus. Egon schaute sich suchend um. „Wo ist mein Rad?“ Weg! Das grüne Rad, sein Egon Fahrrad war einfach weg. Egon konnte es nicht fassen. „Ida Donnerwetter“ brummte er „hast Du mein Rad weggestellt?“ Aber sie verneinte. Er lief den Brinkkamp hinauf und hinab und mittlerweile brüllte er vor Zorn: „Aaaaaah, mein Raaad ist gestoooooohlen. Ich dreh am Raaaaaaad!“ Egons Nachbarn kamen gelaufen, seine Lautstärke kratze an den kritischen 180 Dezibel. Frau Rabeneck aus der 48 wollte Egon beruhigen. Herr Riesmann aus der 23 schug vor „112… sollen die sich doch um das Pack kümmern!“ Und Herr Baumgarten aus der 51 staunte nur. Mittlerweile war Egon nicht mehr nur wütend sondern auch noch verzweifelt und sehr sehr sehr traurig. Er setze schnell seine braune Sonnebrille auf, damit niemand bemerkte, wie nah ihm der Verlust ging. Da öffnet sich die Tür von Simmernichs und Jonas, der zur Schule radeln wollte schaute sich fragend um. Dann entdeckte er Egon. „Duuuuuu, Egon“ druckste Jonas „es tut mir Leid wegen gestern. Das ich so frech war. Entschuldige. Damit Du wieder lachen kannst habe ich gestern abend noch dein Fahrrad geputzt. Es war so grau vor Staub. Ich habs dann bei uns in die Garage gestellt.“ Jetzt grinsten alles Nachbarn und Egon freute sich. Sein Egon-Fahrrad und seine gesamte „Beute“ waren noch da. Er lachte laut und streichelt liebevoll sein altes, klappriges Rad. „Mein Schatz, dich lass ich nicht mehr aus den Augen!

Und die Moral von der Geschicht…
manche Überraschungen sind diiiiiiiebiiisch guuuuuut.

Ein Silbertablett für Herrn X

Der Winter ist die Jahreszeit, um Mysteries zu lösen. Da sitzt man murkelig im Warmen, grübelt, probiert, liest, googelt und malträtiert den geochecker. Rot oder Grün bestimmt Stimmungen.

Rot: verhasst, alles auf Anfang, wieso, weshalb, warum?

Grün: Das Leben ist schön! Ich bin klug! Freude! Stolz! Bergung planen.

So ist der vom Owner angedachte Verlauf. Ein Veränderung zeichnet sich bei höherer D-Wertung ab. Da werden Teams gebildet. Konspirative Treffen vereinbart. Mails oder Telefonate gehen hin und her. Jedes kleinste Detail kann weiterbringen. Der Einzelne bringt seine Kompetenzen zum Gewinn für alle ein. Es schweißt zusammen. So ist die gemeinsame Bergung das Highlight für stunden- bzw. tage- bzw. wochenlange Hirnanstrengungen.

Leider geht das heute vielfach anders:

Ich bin selbst Owner von diversen Fragezeichen. Werde diesbezüglich oft angeschrieben, und um Hilfe gebeten. Anfänglich habe ich sogar brav Schubs gegeben. Ganz einfache Hilfestellungen, mit dem Hinweis, wenn es nicht reicht, einfach melden.

Das wurde schamlos ausgenutzt. Ein Beispiel war Herr X (ich nenne ihn mal so). Er schrieb Mail über Mail. Immer wieder Schritt für Schritt bis hin zur Lösung. Im Nachhinein organisierte sich Herr X den gesamten Lösungsweg und hatte nicht wirklich was geleistet. Schließlich trudelte der Log des Herrn X ein. Sinngemäß: lange gerätselt und dann fix gefunden.

Ok, Herr X hat gerätselt. Dann lasse ich ihn doch weiter rätseln. So trudelt noch am Tag des Logs die Anfrage zum nächsten Fragezeichen ein. So nicht!

Welche Konsequenzen zieht Frau Schatz?

  1.  Es ist nur ein Spiel! Trotzdem gibt es in jedem Spiel Regeln. Die Lösung von Fragezeichen muss ich mir selbst erarbeiten! Wird Hilfe in Anspruch genommen, muss ich das benennen (sonst verärgere ich meine Unterstützer). Das hat was mit Ehrlichkeit und Höflichkeit zu tun.
  2. Wenn ich jemanden um einen Tip bitte, will ich keine Koos geschickt bekommen! Ich will mir Lösungen selbst erarbeiten. Will auf meine Leistung stolz sein.
  3. Wenn ich es alleine nicht hinbekomme, suche ich mir Gleichgesinnte. In diversen Foren gibt es immer wieder Anfragen zu Enigma#1 oder aktuell Quinta Essentia.
  4. Wer sich selbst bescheißen will und sich Lösungen erschleicht, dem sei gesagt: „Die Community ist nicht so dumm, wie Du vielleicht meinst.“

Lieber Herr X ähm… Schuster bleib bei deinen Leisten!

P.S.: Herr X ist auf diesem Erdball leider kein Einzelschicksal.