Geschichte zum Sonntag

Vor ein paar Tagen hatte ich bereits angekündigt, dass ich Geschichten von archvierten Caches zum Lesen mal wieder hervorholen möchte. Ich habe eine Fragezeichentrilogie (von der mittlerweile nur noch eine Dose im Rennen ist).
Weil ich aber so viel Spaß beim Schreiben hatte, könnt Ihr den vielleicht beim Lesen haben. Meine MSM’s – Meinschatz-Märchen!
Heute gebe ich den noch aktiven ersten Teil zum besten…

Es war einmal…

Egon. Er wohnte in der Nähe von Rietberg, genauer gesagt in Nordhagen. Ihn kannte jeder. Warum? Er fuhr mit einem besonderes Fahrrad. Egons Fahrrad war griftgrün. Meistens hatte er sein Gefährt vollgepackt. Mit allem möglichem Kram. Nem Koffer, vielen Plastiktüten und Egons Eimer. Alle die ihn so durch die Landschaft radeln sahen mussten lachen. Er sah in seinem grünen Parka und auf dem giftgrünen Fahrrad aus wie eine mutierter überdimensionaler Frosch auf Reisen. Zusätzlich hatte er noch einen Aufnäher an der Jacke. „Kinder der 68er“ Er fiel schon auf.„Egon Fahrrad“ war ein lustiger Ausdruck für eine wirkliche Klapperkiste. Zumindest im Nordhäger Raum. Meist hing am Lenker noch ein Eimer. Der Eimer war ein idealer Aufbewahrungsort für Blumen. Oft waren es Veilchen für Ida, also seine Frau. Sie liebte diese so sehr. Den Duft. Die Farbe. Egon hasste sie. Er musste dann immer niesen – und zwar laut. Noch lustiger für alle, die ihn sahen… ein giftgrüner, überdimensionaler laut niesende mutierter Frosch auf Reisen.
Obwohl sie schon so lange ein Paar waren, überraschte sie Niesen Ida immer wieder. Sie lächelte dann, weil sie genau wusste, dass Egon ihr eine Freude machen wollte. Selbst Egons Nachbar, Herr Simmerich, den er schon seit 27 Jahren kannte, lachte, wenn er lautes Niesen hörte. „Ja ja. Egon und seine Veilchen für Ida!“ Er kannte viele Kleinigkeiten an Egon. Sie machten ihn zu einem Unikat. So zum Beispiel seine Naturliebe. „Lass die Natur man machen“, pflegte Egon zu sagen und dabei hingen Egons Zweige oft in Simmerichs Garten. Aber was ein wirklicher Nachbar ist, dem macht so was nichts aus. Egons Anker, seine Bodenhaftung war nun mal alles was grün ist. Ida musste sich oft Geschimpfe anhören, wie es denn wieder aussähe. Sie lächelte und nahm ihn in Schutz, was er mit einem „Egon Eimer“ – also voll mit Veilchen wieder gut macht. Dann war der Haussegen wieder gerrettet. Eines Sonntags wollte er einen Ausflug nach Ostenland machen. Dort wohnte ein alter Schulfreund. „Mmmm wie war das noch… Auf dem Haupte 17 oder war es doch 19?“. Egons Anker, seine Lust aufs Grün trieb ihn an. „Egon Donnerwetter“, meckerte Ida „so weit willst Du fahren? Nein Egon, aber nicht mit dem Rad. Und schon garnicht so vollgepackt. Und erstmal überhaupt garnicht in deinen alten Sachen“ Er brummte vor sich hin. „Doch, es ist sooo schönes Wetter.. Ich fahre jetzt. Und zwar genau so!“ „Egon Donnerwetter, du alter Brummbär“ Immer sollte er sich Sonntags fein machen. Das lag ihm nicht. Seine Sonntagsuniform war gefühlte 2 Nummern zu klein. Er wollte lieber in bequemen Sachen die Natur genießen. Egons Anker halt! Er brummte noch immer vor sich hin als er schon weit von daheim weg war. „Soll sie doch bleiben wo der Pfeffer wächst! 7398 Meilen weit weg. Und überhaupt Veilchen gibt’s ab jetzt nicht mehr! So stocksauer wie er war bemerkte er nicht mal, das er falsch abbog. An der großen Eiche hätte er links fahren müssen. Er fuhr aber rechts. Egons Nase reizte ihn… „Haatschiiiii!“ Richtig, der Duft von Veilchen stieg ihm in die Nase. „Eigentlich schade, dass sie nicht hier ist. Wir hätte und viel zu erzählen und es ist hier so schön. Ohne sie kann ich es garnicht genießen.“ So wurde Egon nachdenklich. Seine Wut war längst verraucht. Er stieg ab. Pflückte ein paar Veilchen und schwang sich wieder aufs Rad. Jetzt bemerkte er, dass seinen Irrtum und fuhr schnurstracks wieder zurück „Rietberg 10km“ stand auf dem Schild… egal, was tut man nicht alles für seine Liebste. Egons Anker war nämlich nicht nur die Natur, sondern seine Ida. An der großen Eiche auf der Bank sass eine Frau. Egon wunderte sich, denn diese Frau lachte schon von weitem… und dann erkannte er das Lachen. „Idaaaaa“ rief er. Ja sie war es. Sie konnte es nicht habe, dass er alleine fuhr. Ohne ihn war es im Hause sooo leer. Lächelnd sahen sie sich an, nahmen sich in den Arm und alles war vergeben und vergessen.

Und die Moral von der Geschicht….
ein Schatz ist oft näher als man glaubt!

Fortsetzung folgt!

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