Das Ende des Geocaching?

Eben las ich mit Schrecken die Warnung von NASA und ESA. Laut Vorhersage rechnen beide Institutionen am Wochenende mit heftigen Sonnenwinden.
Um schwere elektromagnetische Störungen zu vermeiden, wird ab Sonntag abend das GPS-Signal abgeschaltet. Wann eine Wiederinbetriebnahme möglich ist, können die Wissenschaftler noch nicht absehen. Spekulationen zu Folge sind Auswirkungen über mehrere Monate möglich.
Das heißt für uns Cacher, Schluß mit lustig! Bin grad dermaßen neben der Spur und haue mir mein Oregon voll, damit ich wenigstens morgen nochmal losziehen kann, wer weiß denn schon, wann es wieder geht.
Wer sich darüber genauer informieren möchte, dem lege ich diesen Artikel ans Herz.

Ich muss zerstören!

Gestern war ich mit ein paar Nachwuchscachern unterwegs. Wir hatten uns ein paar Tradis einer Serie vorgenommen. Um genau zu sein waren es sechs. Die Nummer 4 hat es ereilt. Glücklicherweise las ich es im Vorfeld, denn sonst wäre uns folgender trauriger Anblick nicht erspart geblieben: eine vollgeschissene, zerpflückte Dose.

Im Vorbeigehen erzählte ich den Kids davon. Die schüttelten ungläubig mit dem Kopf und sagten „piiiiiiiiiiiiiep“. Genau, stimmte ich zu. Wir überlegten, was solche Spaßverderber nur denken (wenn sie das überhaupt tun).

Meine Antwort:
Zerstören

Ghbgf dauuv hfsrjoifsarre

Bitte was? Verstehe ich nicht!
Aber ich sollte es verstehen können, um
Erfolg zu haben. Gemeint sind Listings. Herr Schatz und ich planen eine Tour nach Holland. Dort wollen wir auch das ein oder andere Döschen erwandern. Hatte mir bis dato darum keinen Kopf gemacht, weil ich des Englischen mächtig bin.
Leider sind die Listings in z.B. den Niederlanden nicht in Englisch. Schade, denn somit werden Multis nicht machbar sein, weil nix verstehen!
Tradis sind machbar, aber dann ohne den Hint bzw. Logleserei (falls garnichts hilft).
Und die Konsequenz? Globalisierung für Listings! Werde meine Listings mit einer englischen Kurzversion versehen, damit es Kolleginnen von nah bzw. fern leichter haben. Ein relativ geringer Aufwand für mich als Owner und ein großer Schritt in Richtung Teilhabe.

In dem Sinne…
listings should be helpful for everyone 😉

Ein Gruß an Dich!

An Dich! Ja, genau Du bist gemeint!
Du, der Geocacher im Lichte der Öffentlichkeit.
Du, der naturverbundene Büromensch.
Du, der Globetrotter.
Du, allein!
Du, der Podcaster, Blogschreiber und Buchfabrizierer.
Du hast viele Namen und tausend Gesichter.
Jedes hat seine Berechtigung. Jedes wird geschätzt gehasst oder beleumdet gelobt.
Mal mehr das eine, mal mehr das andere.
Trotzdem bist Du wichtig.
Du bietest Info, Unterhaltung, Orientierung.
Du bist oft und auch selten. Du bist lang und oder kurz.
Du bist laut oder leise.
Aber Du machst etwas!

20120328-123458.jpg
Ich finde es gut, was Du tust!
Oft kriegt man es nicht zu lesen geschweige denn zu hören.
Daher schicke ich Grüsse in die (meine) Blogger-Welt.
Mach weiter mit dem, was Dir wichtig ist.
Rechne nicht mit Rosen auf deinem Weg, sondern eher mit Steinen.
Freue Dich über Konfetti oder ein Lächeln.
All das zeigt, Du wirst wahrgenommen und genau das ist gut so!

Von Cacherpolizei und Petzen

Gestern flüsterte ein Vögelchen traurige Nachricht:
Ein interessanten Cache wird es ereilen. Warum? Weil es Sockenpuppen-Petzen gibt. Anstatt sich direkt mit dem Owner in Verbindung zu setzen, mit meinem Namen bzw. Nick wird direkt ne Mail an GC mit Bitte um Archivierung geschickt. Das Sahnehäubchen der Feigheit ist die Note via Sockpuppe. Warum? Um wichtig zu sein? Die Sorge um Sicherheit nehme ich einem solchen Vollspacken nicht ab. Jeder weiß um Gefahren bei hohen T-Wertungen oder Lost Places. Auch sind Grenzen der Legalität bekannt. Meiner Meinung nach gilt, jeder kann keiner muss. Wer auf Sicherheit bedacht ist, liebe petzende Sockenpuppe, sollte mit seinem Arsch daheim bleiben. Jeder Mensch hat Moralentwicklung durchgemacht. Von Regeltreue und Kollegialität bis hin zum Verpennen. Aufwachen Herr Frau Sockenpuppe!

P.S.: Die Dose des Anstoßes bleibt bewusst ungenannt!

Der Vorhang fällt

Seit 4 Stunden ist das eingetreten, was ich immer gefürchtet habe:
Ich musste meinen Lieblingscache archivieren. Aus für „Was bin ich?“.
20120326-185629.jpg
Somit verschwindet ein spannender, riesengroßer Lost Place mit reichlich Inventar ins Archiv.
Manche von euch haben viele Fotos gemacht. Sie erzählen die traurige Geschichte der Molkerei Schulze in Espeln. Das einst wirtschaftlich florierende Unternehmen wurde durch Verluste und Krankheiten geliebter Menschen dem Verfall preisgegeben. Was bleibt sind Erinnerungen an längst vergessene Zeiten und Personen. Schaurig, nachdenklich, melancholisch, traurig. Diese Stimmung wechselte sich zumindest bei mir ab, wenn ich bei zahllosen Besuchen immer wieder neue Eindrücke sammeln konnte. Ich für meinen Teil habe mir eingebildet, diesen „Vergessenen“ einen Platz in der Cacher-Nostalgie eingerichtet zu haben. Eine relativ lange Zeit durfte dieser Ort Zeitzeuge sein.
Nun heißt es Abschied nehmen. Der Eigentümer hat das Gelände neu eingezäunt und den Zutritt unter Strafanzeige gestellt. Genau hier setzt die Ownerverantwortung ein. Mein Mitowner Splitti und ich wollen keinen Ärger und nicht kriminalisieren.
Vielen Dank für eure tollen Logs und die faszinierenden Bilder.
Ich werde diese Location immer im Gedächtnis behalten. Sie war mein 6er in der Location-Lotterie. So was werde ich wohl nicht mehr finden.
Und zum Schluss..

Danke Splitti für die schöne Ownerzeit!