Geocaching und Öffentlichkeit

Ich wage mich an ein heisses Thema unter uns Geocachern. Verrate ich den Muggel, was ich tue? Auslöser war eine Diskussion über einen flashmob zum 29.02., der via Presse „ausgeschlachtet“ wurde. Eine, wie ich finde, witzige Aktion, was nicht jeder so sieht.

Hier treffen zwei Komponenten zusammen: Einerseits die Grundeinstellung bezüglich flashmobs, die man diskutieren kann und andererseits die Verschwiegenheit, was unser Hobby anbelangt.

Ich persönlich finde flashmobs witzig und hoffe, dass ich bald mal Gelegenheit habe, an so etwas teilzunehmen. Bis dato musste ich immer arbeiten 😦 Für mich ist ein flashmob ein Kurzevent von Geocachern. Locker-leichter Spaß mit Gleichgesinnten.

Zur Öffentlichkeitsarbeit: Unser Hobby ist nicht geheim! Aus und vorbei mit der Utopie. Da hat schon vor laaanger Zeit der ein oder andere was ausgeplauert, denn sonst wäre ich z.B. nicht Cacherin geworden. Unser Hobby lebt vom mitmachen. Wenn keiner sucht, brauche ich auch nichts verstecken und wenn niemand was versteckt, brauche ich nicht zu suchen. Das heisst aber nicht, dass man gleich jedem auf Nase binde, was man tut. Ein Part vom Geocachen ist Muggel abzulenken. Ich entscheide im Einzelfall, wem ich es mitteile. Diese Verantwortlichkeit obliegt jedem von uns. Bei einem flashmob outet man sich in der Öffentlichkeit. Muggel werden fragen, was da passiert. Soll ich dann schweigen? Nein, ich erkläre wer ich bin und was ich tue. Wir machen i.d.R. nichts Verbotenes.

Geocachen und Presse ist ein anderes Thema. Es gibt genug Beispiele von schlechter Öffentlichkeitsarbeit. Sie bieten Nährboden für Spekulationen jedweder Art. Wenn Printmedien oder TV Infos haben wollen, dann werden sie diese bekommen. Im günstigsten Fall aus erster Hand und richtig erklärt. Wer Angst hat, genau dieses könne scharenweise Newbies anlocken… Leute, nicht jeder hat Bock “im Dreck nach Plastik zu wühlen”. Und wenn doch, dann herzlich willkommen bei uns. Es könnte der Newbie sein, der uns später die tollsten Multis bastelt.

In dem Sinne… Jedem Tierchen sein Plasierchen und uns die tollsten Dosen, Events und flashmobs!

Und jetzt kommt ihr… bin neugierig.

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7 Gedanken zu „Geocaching und Öffentlichkeit

  1. FlashMobs sind wie Planking, sicher witzig, haben aber doch nichts mit Geocaching zu tun 😉 Es gibt für jedes Ding seine eigene Plattform, und das ist doch auch gut so, warum sollte man immer mehr miteinander vermischen ???

  2. Ich sehe das genauso. Wer zu einem Flashmob gehen möchte soll das bitte tun, aber warum muss man sowas immer gleich mit einem Geocaching Event verbinden und dann auch noch die Presse einschalten. Zu dem Flashmob oben war nicht nur die Tagespresse Vorort sonder auch das Fernseh http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/geocaching179.html.

    Sicherlich ist Geocaching mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund, aber muss man immer wieder durch Aktionen darauf aufmerksam machen ?

    Ich habe die Diskussion in den verschiedenen Kanälen heute Morgen auch mitbekommen und bin froh das die meisten Geocacher sich auch dagegen ausgesprochen haben.

  3. Wenn denn die selbsternannten „Öffentlichkeitsarbeiter“ mal ein realistisches Bild vom Geocaching zeichnen würden.
    Da wird die Presse zu den glorreichen Ausnahme-Multis, Nachtcaches oder exzellenten Lostplaces geschleppt.

    Die Realität von >90% der Dosen sind Micros an Baumwurzeln oder Verkehrsschildern. Oder Stundenlanges hirnerweichendes Mystery-Knobeln, um dann eine Filmdose unter einem kommunalen Blumenkübel hervorzufingern.

    Wenn die Reportagen das als realistisches Geocachen zeigen würden, dann wäre der Ansturm lange nicht so groß, wenn dann nämlich die Interessenten sehen würden, dass es primär darum geht, im Kompost oder Unrat mit spitzen Fingern nach schimmelnden Filmdosen zu angeln.
    Aber die Leute müssen sich ja immer künstlich interessant machen, um den Hype noch weiter zu treiben.

  4. Vielleicht hat es aber auch sein Gutes:
    Geocaching wird seit ein paar Jahren dermaßen breitgetreten – entweder von Cachern selbst, die unbedingt mal in die Medien wollen oder von unkreativen Schreiberlingen oder TV-Praktikanten – dass die Öffentlichkeit hoffentlich in naher Zukunft satt ist und dem Thema keine große Aufmerksamkeit widmen wird…

  5. Nachtrag:
    Ein Zeitungsbericht hier, eine kleine Fernsehsendung da.
    Google bringt zur Stunde über 27 Mio. Einträge incl. aller Blogs.
    Die Szene hat sich selbst der Öffentlichkeit preisgegeben und den Stealth-Modus verlassen…

  6. Ach was wurde ich erst or wenigen Wochen angefeindet: Wie konnte ich nur mit der lokalen Presse cachen gehen! Die ganzen Kinder werden alle Caches muggeln und dann nur noch 1/1 Leitplanken legen….usw, usw. Dabei haben wir das gemacht, damit ein vernünftiges Bild in der Öffentlichkeit gezeichnet wird. Einen kleinen Mysterie mit lokaler Geschichte, einen netten Multi, einen schönen Tradi und so eine richtige Drecksdose haben wir gemacht. Bestimmt 5 mal im Gespräch darauf hingewiesen, das wir keinen Stress wollen, sondern Caches die Leute Stören entfernen usw. Sogar die Fotos wurden zensiert und größtenteils von uns gemacht, damit bloß nichts gemuggelt wird… Sogar die Owner der Caches wussten Bescheid und waren einverstanden… Trotzdem ich bin jetzt die Nemesis und wegen mir kann man hier bald nicht mehr cachen gehen….

  7. So ein Flashmob ist nicht blöder oder unsinniger als alle andern Events an diesem Tag. Wenn da die Presse so positiv darüber berichtet schadet das niemanden. Goecaching ist eh öffentlich geworden und das lässt sich nicht emrh rückgängig machen. Und kein accher wird gezwungen dabei mit zu machen. iIch konnte auch ganz gut ohne Event am 29.2. leben.

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