Zu viele Cacher?

Immer wieder tauchen in der letzten Zeit Berichte über zerstörte Caches und Schäden rund um Dosenzonen auf. Im Gegenzug steigt die Zahl von Hobbyneulingen und Newbiecaches rasant an. Gemeint sind hier Cacher, deren Sucherfahrung recht dürftig ist, aber im Gegenzug die Zahl der selbstgerechten Dosen höher ist. Über die Qualität von Erstlingswerken kann man streiten. Fehler im Listing oder beim Ausmessen sind keine Seltenheit. Geschimpft wird in diesem Zusammenhang gern über die Smartphonecacher, die den Zugang zu Koordinaten auf dem Silbertablett bekommen. Die Welle des Geocachens als hippes Kulthobby lässt sich nicht mehr bremsen und das Geheimnis ist nicht mehr wirklich geheim. Was kann die Lösung sein? Mir kam ein Vorschlag zu Ohren, der mich nachdenklich gemacht hat. Demnach sollte der kostenlose Basis-Account gestrichen werden. Koordinaten sind dann nur noch für Premium-Member zugänglich. Kann das hilfreich sein? Ist dieser Gedankengang eine zu forsche Anforderung, die an Groundspeak gestellt werden müsste? Kommerzialisierung versus Verantwortung? Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

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16 Gedanken zu „Zu viele Cacher?

  1. Das wäre eine Lösung, aber erstens nicht wünschenswert, und zweitens auch nur längerfristig wirkungsvoll. Wenn man mal sucht, findet mal zig Datenbanken oder Server, auf denen (teilweise uralte) Caches frei zugänglich sind…
    – Lumpi-LP –

  2. Also mir ist aufgefallen, dass hier in der Gegend auch Cacher mit 5-30 Funden schon einen Premiumaccount haben. Man kann halt nicht abschätzen, wie viele das vom Cachen abhalten würde… Man kann es halt niemandem verbieten…

  3. So ein Premiumaccount kostet ja nun nicht die Welt, weniger als eine Tankfüllung für ein Jahr.
    Besser wäre es, nach der Registrierung erstmal eine gewisse Sperrfrist zu erhalten, während der man einfach nichts auslegen darf,
    dass man an zwanzig unterschiedlichen Tagen auf Tour gewesen sein muss, oder mindestens 5 Caches des auszulegenden Typs mit einer mindestens so hohen D/T-Wertung wie beim geplanten Cache gefunden haben muss, whatever.
    Das Grundproblem ist ja, dass es keinen ‚Geoachingführerschein‘ gibt, was andererseits ja auch wieder gut ist….

  4. Aber damit bestraft man auch wieder die Leute, die wirklich geniale Erstlingswerke legen…

    Egal wie man es machen würde, alles wäre irgendwo falsch und richtig zugleich…

  5. Ich denke auch nicht, dass es reicht den Basic-Account zu streichen. Dies würde das „Problem“ nicht an der Wurzel packen. Wenn die ersten 100 Dosen die ein Neucacher findet, Filmdosen an Regenrinnen o. ä. sind, was wird er dann wohl legen? Auch sind es nicht immer Neucacher die ihr Erstlingswerk nicht bis zum Ende denken. Wir haben gerade so ein Beispiel in der Nähe.

    Ich denke daher, dass man vielleicht eine Art „Qualitätssicherung“ einführen sollte.
    Ein Ansatz könnte sein, dass innerhalb eines bestimmen Radius der prozentuale Anteil an Cachearten, Dosengröße, D- und T-Wertung ausgewogen ist und ein bestimmtes Verhältnis eingehalten werden sollte. Irgendwann dürften dann z. B. innerhalb eines Waldes keine neuen Tradifilmdosen mehr gelegt werden.
    Dies würde die Warscheinlichkeit erhöhen dass Neulinge auch mehr zu sehen bekommen als nur die lieblos dahingeworfene Standard-Tradifilmdose.
    Technisch dürfte es sich relativ leicht realisieren lassen. Beim Anlegen eines Listings müsste das System die Vorraussetzungen prüfen. Wenn diese nicht vorliegen, erhält der Owner die Rückmeldung, dass er an den gewünschten Koordinaten keinen Caches dieser Art mehr legen kann.

    Natürlich würde dies nicht zwangsweise zu qualitätiv besseren Caches von Neucachern führen. Es wäre aber nicht mehr so leicht möglich, mal eben einen Cache in die Gegend zu schmeißen. Und dies würde die Qualität langfristig, dann doch steigern.

    Eine Kurzanleitung von Groundspeak in der jeweiligen Landessprache, wie man einen Cache technisch sauber abliefert, wäre aber auch ein Anfang.

    Nochmal zum Punkt die Basic-Accounts zu streichen. Ich denke dies würde die Neucacher nur zu anderen Plattformen treiben. Und wenn sich wirklich jemand von Neucachern gestört fühlt, gibt es doch auch die Möglichkeit auf weniger bekannt Pattformen auszuweichen.

  6. Alles was ich hier lese ist völliger Bullshit…!
    Die EINZIGE Möglichkeit die Cachequalität nachhaltig zum Positiven zu beeinflussen seid ihr selbst! Macht es besser als alle anderen. Seid ein Vorbild für gute Caches, korrekt eingereichte, fehlerfreie Listings und sorgt selbst für eine attraktive Vielfalt in diesem schönen Hobby! Andere durch stupide und kurzsichtige Ideen regulieren (= aussperren) zu wollen ist auf jeden Fall der falsche Ansatz.

  7. Grundpreis für Geocaching, aber nur bei einer anderen Preisstruktur, sprich gestaffelt nach Wochen oder Monaten. Ein grundsätzliches Jahresabo würde den ein oder anderen ambitionierten Neuling eher abschrecken. Gleichzeitig gibt man denen die nur mal gucken wollen sich eine entsprechende Möglichkeit.

    • Ja is klar. Bezahlen für communitygenerierten Inhalt. So weit kommt es noch! ^^
      An dem Tag an dem die Mitarbeiter von GS losziehen und die Dosen verstecken kannst Du darüber nachdenken….

  8. Hmm, Groundspeak verlangt nun inzwischen sogar Geld dafür, das man in deren Forum im Off Topic Bereich lesen und schreiben darf, da würde mich nicht wundern wenn Jeremy sein Wort bricht und Geocaching irgendwann komplett kostenpflichtig macht – im Grunde hat er das ja mit PMO-Caches ohnehin schon getan.

    Ändern würde es jedoch nichts, denn die meisten „Neulinge“ sind mit dem Smartphone unterwegs, nutzen die sowieso kostenpflichtige App und da der Taler am Handy gern mal etwas lockerer sitzt, wird auch schnell eine PM-Option dazugekauft. Keine 8 Euro für ein Vierteljahr tun eben nicht sonderlich weh.

    So richtig schlimm finde ich daran eigentlich nur, das diejenigen nichts vom fetten Kuchen abkriegen, die ihn backen: Die Cacheowner, ohne deren Content Jeremy nichts zu verhökern hätte.

  9. Warum bauen nicht hunderttausende Leute in ihrer Freizeit maßstabsgerecht Modellflieger? Weil Sie es nicht können (ich auch nicht) – und weil es eine gewisse Anforderung an den Anspruch und die Ausführung gibt. Die erreicht nicht jeder – sei es aus Unvermögen oder Nichtinteresse.

    Genau das gibt es aber beim Geocachen nicht. Wir haben gelernt, Müllcontainer, Busch16 oder Fallrohr Ost als Cache zu akzeptieren, Rollstreifen als Logbuchersatz zu beschreiben und informatives Listing, Location, Tausch und ausführlichen Logeintrag aus Bequemlichkeit unter den Tisch fallen zu lassen.
    Und wir haben uns angewöhnt, diese „Caches“ als Caches zu akzeptieren, zu suchen, zu loggen und die Owner in fehlgeleiteter Freundlichkeit mit DFDC und +1 zu loben – statt mal Tacheles zu reden, was „man“ von einem Cache erwartet – nämlich ein Erlebnis. Das nicht dadurch zustande kommt, daß der Micro das Loch in der Matrix schließt, sondern an dem Cache selbst hängt.

    Darüberhinaus wird fleissig an weiteren, die Anforderungen runterschraubenden „Erleichterungen“ gebastelt – seien es perfektes PQs, vorgedruckte Logstreifen, automatisches Loggen und Bezugsquellen für Hunderterpack Petlinge.

    Mittlerweile sind wir anforderungsmäßig eher unter als über der Grasnabe gelandet. Was ja nicht wundert. Wenn zum Fußballspielen keine Fitness und Ballbehandlung gehört, ist der Platz naturgemäß überfüllt.

    Der Ausweg aus der Misere ist ganz einfach, die Anforderungen „hoch“zuschrauben („hoch“ bedeutet in diesem Fall eher in Richtung Mindestanforderungen). Von sinnvollen Dosengrößen (Powertrails mit Munikisten wirds schon aus Kostengründen nicht geben) bis zur – u.a. bei GC formulierten- Locationanforderung usw – von der Community geforderten Anspruch und Aufwand an Ausarbeitung wird die Zahl der Cacher und Caches vermindern, die Wertigkeit des Hobbies aber steigern.

    An den Microorgien beteiligt man sich nicht, sinnlose Caches ohne Location/Erlebnis/whatever legt/sucht/loggt man nicht. Und man macht keine Geheimnis draus, daß man Leute, die dieses tun, nicht als Cacher akzeptiert, mögen sie noch soviele Punkte haben – das kann man in Gesprächen auf Events äußern, in Notes schreiben, auf Aufkleber drucken, whatever.

  10. Ich sehe dieses Problem bei uns hier in Oberfranken leider auch immer öfter. Kaum angemeldet, braucht der Neucacher nach 3 Funden ein neues Erfolgserlebnis, und legt, wie soll es anders sein, einen Tradi in den Wald, auf einem Spielplatz, usw..
    Vor ca einem halben Jahr, kam unweit von meinem Arbeitplatz ein neuer Tradi heraus(GC31G5T). Im Listing stand kein Wort, außer der Hint, die größe war Micro, wenn man bei einer Filmdose überhaupt von Größe sprechen kann, und der Owner hatte 10 Funde, natürlich auch nur Tradis! Das musste ich mir einfach anschauen und fuhr vor der Arbeit dort vorbei. Die Dose war gar keine, es war ein Micrologbuch in einer Brotzeitüte mit einem Haushaltsgummi verschlossen, er steckte in der Gabelung eines Baumes in ca.50cm Höhe. Weil ich mich über solche Caches immer wieder ärgere, habe ich einen ziemlich langen Logeintrag geschrieben und den Owner auf seinen „scheiß“-Cache hingewiesen, ich hatte auch Kontakt zu dem Reviewer und fragte ihn, warum so etwas veröffentlicht wird. Die Anwort war, dass viele einen eigenen Account nur zum Verstecken haben und die Fundzahl nicht entscheidend ist für das puplishen einer Dose. Und auch, dass im Listing keine zwingende Beschreibung notwendig ist.

    Ich finde, es ist auch auf die Dosengrößen zurück zuführen, dass solche schlechten Caches gelegt werden, gäb es keine Micros, wär es einfach viel schwieriger einen Platz dafür zu finden.
    Der Owner hatte nur Caches gefunden, die Micro bis Small sind. Er hat daraus gelernt und sich gedacht, wenn die anderen solche Dosen verwenden, dann mach ich das auch! Er weiß ja schließlich nicht, wie ein Regular, oder gar ein Large aussieht. Und Filmdosen sind einfach zu billig!!

    Das einzig gute was ich bei solchen „Anfängern“ beobachte ist, dass sie nach kurzer Zeit wieder mit dem Hobby aufhören. Was dann noch bleibt ist der Müll in der Natur!

  11. Mit gutem Beispiel vorangehen dass hilft. Schöne Caches legen und ehrliche Logs schreiben. Ein Micro kann genauso gut eine sehenswerte Lokation zeigen, auch ein Powertrail kann wenn er gute Koordinaten hat, den Statistiker befriedigen. Events für Neulinge können auch was bringen.

    Warum regen wir uns eigentlich auf? Es werden Caches gelegt „Klohäuschen 1“. Wir gehen auch noch hin, finden vor Ort ein Klohäuschen und neben der Scheiße liegt die Filmdose. Nasser Logstreifen. Wir loggen und online schreiben wir: „Auf Tour mit xyz heute ein paar Caches eingesammelt und dieser war dabei. Danke für den Cache.“ Es gibt halt Leute die betreiben das Hobby auf eine andere Art als man selber und erfreuen sich an Ihrer Foundzahl. Trotzdem möchte ich diese nicht als schlechten Geocacher abstempeln, nur weil hier ein anderer Beweggrund für das Hobby vorliegt.

    Der Fehler am obigen Beispiel erklärt: entweder ich geh nicht hin oder ich gehe hin schreibe aber mal ins Log was ich davon halte. Machen aber nur ganz wenige, die Mehrzahl der Leute verfährt nach dem obigen Vorbild, ein kleiner Teil regt sich dann in Foren oder Blogs auf und wieder ein kleinerer Teil fährt hin und schmeißt die Dose weg.

    Übrigens sind die meisten Neulinge nach ein paar Funden wieder weg, wer es länger als ein Jahr durchhält dem wird auch mal auf einem Event geholfen werden können.

  12. Das ganze nennt man Fortschritt! Ob das jetzt gut oder schlecht ist kann sich jeder selber überlegen und jeder hat da bestimmt seinen eigenen Standpunkt. Nur….

    … vor noch nicht alzulanger Zeit waren Kreuzfahren noch etwas sehr teures und elitäres.
    … Flugreisen nur den sehr reichen Leuten erschwinglich.
    … Autofahren???
    … Tennis eine weißer Sport und nach Bobbele und Steffi hat Hedi und Bledi plötzlich Tennis gespielt.
    Fragt mal einen echten Mountenbiker wie er es findet das heute jeder mit dem Mountenbike durch die Stadt düst und nach 100m bei 10%iger Steigung erst mal Pause machen muss.

    und so weiter und so weiter.

    So geht es Geocaching nun eben auch. Aufhalten läßt sich das nicht mehr und so kann ich 2 nur zustimmen. Vorbild sein und besser machen.

    Grüße Marko aka team4ms

  13. Hallo ihr lieben, so jetzt meldet sich auch mal ein Frischling und dazu noch handycacher zu Wort. Ich habe geocaching erst seit ca 3 Monaten zu meinem neuen Hobby gemacht und ja ich hab’s getan !!! Nach 28 gefundenen habe ich heute meinen ersten eigenen Cache versteckt. So jetzt könnt ihr mich teeren und federn. Nein ohne Quatsch, man sollte nicht alle über einen Kamm Scheren. Ich habe mich vorher belesen was wichtig ist, habe ein schönes Fleckchen Erde ausgesucht und an einem Sonnabend bis Mitternacht an der dose gebastelt. So jetzt freu ich mich auf viele Logs und das der Cache anderen gefällt.
    Ich glaube es ist wichtig transparent zu machen welche Anforderungen an einen Cache gestellt werden zb eine schöne Umgebung. Ich glaube miteinander reden und als alter Hase den Frischlingen Hinweise zu geben bringt mehr als nur zu meckern. Immerhin haben doch wir alle das gleiche Hobby ( auch wenn es verschiedene möglichkeiten gibt es auszufuehren ) und das es neue caches an schönen Orten gibt ist doch positiv zu sehen. Liebe Grüße an “ die alten Hasen “ (:

  14. Ich bin noch neuer, seit dem 08.04. 😉
    Nachdem Handycachen zwar praktisch aber ungenau ist, habe ich als erstes das send2gps genutzt (Garmin war schon vorher vorhanden). Damit hat man die Koordinaten zwar direkt im Gerät, es braucht aber die unpraktische Vorbereitung/Nachbereitung (Die Dateien wollen ja hinterher auch wieder gelöscht werden). Und schon hab ich wegen der PQs mit unter 10 Funden schon ein Jahr Premium genommen.
    Es soll ja beim Cachen eben darum gehen und nicht darum, das für Tradis die Vorbereitung zuhause länger dauert als das eigentliche Suchen/loggen.

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