Kampfmuggel

Was einem nicht so alles unterstellt wird?
Heute habe ich mich in Essen rumgetrieben. Das ein oder andere Döschen wollte gefunden werden. Unter anderem hatte ich dieses Döschen ins Auge gefasst.
Zusammen mit einem meiner Jugendlichen schauten wir hin und her, bis nach ein paar Minuten eine ältere Dame kam Sie fragt, ob wir etwas verloren hätten und sie uns helfen könnte. Nein, vielen Dank! Was wir denn hier sonst machen? Ich schwafelte etwas von historischem Gebäude und nach dem Krieg erhalten bla bla. Sie: Und da schauen sie sich auch die Fallrohre an? Ja! Sie: Wollen Sie das Gebäude kaufen? Nein! (Sehe ich so solvent oder bescheuert aus, dass ich nen Hotel auf diese Art und Weise kaufe bzw. besichtige?) Sie: Aber was tun Sie also hier? Da oben ist ein Fenster auf! Langsam beginne ich zu erahnen… Ich muss grinsen, schaue diese hartnäckige Kampfmuggtante an, die mittlerweile einen ziemlich barschen Ton an den Tag legt. Ich: Glauben Sie etwa, ich will da rauf klettern? (in den dritten Stock via Fallrohr) Sie: Na wer weiß? Ich: Schaun Sie mich mal an? Wie soll ich das denn hinbekommen?

Ich konnte Sie nicht überzeugen, dass ich keine Frontkletter-Diebin bin bzw. ausspioniere. Sie blieb hartnäckig stehen und ich hatte keine Lust, dieser neugierigen Kuh zu erklären, was ich wirklich mache. Geht die nix an!!! Da blieb nur noch der Rückzug. Ein paar Meter weiter drehte ich mich um, schaute mir die werte Dame noch immer hinterher. Unglaublich!

In der Situation war ich dermaßen angenervt. Im Nachhinein denke ich: Sie hatte Zivilcourage oder ein Blockwart-Gen zuviel.

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6 Gedanken zu „Kampfmuggel

  1. Warum wurde der älteren Dame nicht einfach erklärt was es mit der modernen GPS Schnitzeljagd auf sich hat? Das Unkundige durchaus misstrauisch sind kann ich nachvollziehen. Oftmals ist eine einfache, ehrliche Erklärung des eigenen Handeln bzw. Tun der einfachste Weg zum Erfolg und das nicht nur beim Geocaching.

    • Ja, so mache ich das im Zweifelsfalle auch, wenn doch mal misstrauische Anwohner nachfragen, was man denn da treibt. So nah wie möglich bei der Wahrheit bleiben, ohne dabei allzuviel zu verraten.
      Nicht unbedingt das Wörtchen Geocaching erwähnen, aber halt, naja, irgendwas von kleiner Schnitzeljagd oder Spiel erzählen.
      War vor einiger Zeit mit einer Freundin einen Multi suchen, bei dem wir an einer Station an einer Grillhütte mitten in einem Wohngebiet voller Einfamilienhäuser bestimmte Buchstaben einer Inschrift an der Wand zählen sollten. Da kam ein Anwohner, fragte ganz freundlich, was wir denn suchen, ob er uns denn helfen könne… haben ihm dann halt ganz kurz erklärt, das wir bei so einer kleinen Schatzsuche mitmachen und dabei so ein paar Aufgaben erfüllen müssten, unter anderem hier etwas nachsehen. War er zufrieden/beruhigt und zog wieder ab.
      😀

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