Rudelsuchen

Heute morgen las ich folgenden Log bei einer meiner Innenstadt-Dosen, die schon ziemlich muggelig ist:

Nach einem leckeren Abendessen im Kreise der lieben Kollegen noch einen kleinen Verdauungsspaziergang mit der ganzen Gesellschaft eingelegt. Den Cache haben wir in Gemeinschaftsarbeit gefunden und geborgen. Danke fürs zeigen dieser schönen Ecke. DFDC

Jeder Owner hat bei diesen Zeilen sicherlich einen ähnlichen Gedanken: Warum wird meine Dose zum Cacher-Event? Warum Rudelcachen?
Immer wieder ist dies Thema. Ein Lost-Place, der von 15 Leuten invasiv eingefallen wird. Laut und auffällig. Der T5er, welcher mit einer Busladung platt gemacht wird. Der Nachtcache, der von Lumen hoch x in den Tagzustand versetzt wird?

Was habe ich davon? Ich bin einmal im Rudel gelaufen und muss sagen, dass dies nicht wirklich lustig war. Einige Stationen habe ich garnicht mitbekommen. Anstatt Ruhe und Entspannung in der Natur, war es mehr ein lauter und anstrengender Stationslauf. Das war eine Erfahrung. Und dabei soll es auch bleiben. Am liebsten laufe ich allein. Aber das ist meine Neigung. Eher Stille und Natur. Hektik und viele Menschen habe ich den ganzen Tag um mich.

Unser Hobby wird mehr und mehr zum sozialen Event. Cacher tun sich gern zusammen und verbringen ihre freie Zeit miteinander. Ob in sozialen Netzwerken oder real. Cacher haben sich immer viel zu erzählen. Das gefällt mir, aber muss es unbedingt an Locations sein? Im Rudel? Cachen als Massenauflauf bringt uns allen viel Ärger: verbrannte Locations, gemuggelte Dosen, aufgeschreckte Ordnungsbehörden, Streit mit Muggeln und ne schlechte Presse.

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6 Gedanken zu „Rudelsuchen

  1. Ich mag auch kein Rudel-Cache. In der Regel ziehe ich mit zwei weiteren Cachern los. Bei einem Multi maximal 4-5 Leutchen, sonst wird es eher stressig als entspannend. Aber das sieht ja auch jeder anders. 😉

    Grüße
    Chris

  2. Ich mag eigentlich auch weder Rudelcaches noch muggelig gelegene Caches…

    Tatsache ist aber auch: Wenn man mit einigen Leuten irgendwo einfällt, erregt man zwar Aufmerksamkeit, aber nur aufgrund der Anzahl der Leute. Was diese vielen Leute dann machen, wird dann weniger beachtet, als wenn ein einzelner Cacher sich „auffällig“ verhält…

  3. Also das mit der Negativpresse wird soweit ich das mitbekommen hab ein wenig überbewertet. Ich habe Geocaching bei Google-News abboniert. Da kommt eigentlich nur etwas über tolle Waldwege, auf denen man Cachen kann oder über Geocaching und Tourismus.
    Wohin das immer öffentlicher werden dieses Hobbys führt, kann man sich ausmalen…

    Rudelcachen finde ich auch etwas schwierig. Wir sind immer maximal ein Auto voll. Also 5 Leute. Meistens bin ich aber allein oder zu zweit unterwegs. Im bezug auf das öffentlicher werdende Hobby, sind Rudelcacher aber wohl eher das kleinere Problem. Schwierig sind viel eher, diejenigen die Geocaching nicht so lustig finden und dadurch eher aufgeschreckt werden.
    Ich persönlich Cache sowieso viel lieber in Ruhe im Wald.

  4. In einer kleinen Gruppe von bis zu 8 Leuten gehen wir schon ab und zu mal cachen, doch da muss auch der Cache entsprechend sein. Sonst bevorzuge ich es alleine oder zu zweit.

    Warum manche sich an den Location ein Würstchen grillen müssen verstehe ich echt nicht. Soll hier evtl. der Sinn des Anlockens anderer Cacher sein?

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