Knausriger Kascher

Weniger ist oft mehr, oder doch besser mehr ist oft weniger? Entscheidet selbst…

Lionell ist ein pfiffiger Mann, der Euros und vor allem Cents schätzen kann. Seine Sparsamkeit oder sollte ich doch besser von Pfiffigkeit sprechen, erreichen oft seltsame Spitzen. Vor ein paar Tagen entdeckte er beim Surfen den Begriff Geocachen. Das hat ihn angesprochen. Draußen sein ist ganz nach seinem Geschmack. Der Basis-Account bei Groundspeak ist ratzfatz erstellt. Nun ist er neugierig und will gleich los. Leider fehlt im das für uns übliche Equipment (der Geocacheapparat). Egal, er liebt Herausforderungen und sucht per Googlemaps. Zugegebenermaßen etwas grob, aber für den Anfang wird es wohl reichen. Nach drei Stunden Suchen hält er glücklich sein erstes Döschen in den Händen. Einmal Blut geleckt, will er nun seine Ausrüctung optimieren. Zum Glück kann er sich vom Nachbarn das Navi ausleihen. Es hat sogar Koordinateneingabe. Viiiel besser als die Zoomfunktion. Nun kann er sich an größeres wagen: der erste Multi. Leider ein Treffer ins Klo, denn mit der Peilung hapert es (Sonne weg, keine Bäume wegen der Moosseite). Hier hilft ihm nur ein tageslanges, in Rastern eingeteiltes Steinumdrehen und sein abgemessenes Seil. Ein bisschen befremdlich ist die Reaktionen von Anwohnern. Eines muss man ihm lassen, seine Ausrede war absolut nicht newbielike („Ich trainiere Seiltanz zunächst am Boden!“).
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und seine Fundzahl steigt langsam aber stetig. Auch wenn sein Nachbar mittlerweile mosert, weil Lionell so oft sein Navi braucht.

Eines Tages beschießt Lionell, selbst einen Cache zu verstecken. Er hat sich eine Location ausgesucht, die frei von Schnickschnack ist. Weder Wald, noch Stadt, noch Land, noch Fluss. Ein Parkplatz! Praktisch zu Finden, schnell zu weiterfahren. Störungsfrei. Wnig Aufwand, große Wirkung, denk er sich. Er hat das häusliche Cito sofort genutzt, um ein passendes Behältnis zu finden. Die Brausetabletten sind eh alle und diverse Kassenzettel bieten auf der Rückseite reichlich Platz zum Schreiben. Tarnung? Ach jaaaaa ein paar Plastikreste dran und fertig ist die passende Tarnung. Das Listing ist flott erstellt. Titel: Dose Text: Schönes Suchen!
Und genau das wird es sein, schließlich sind seine Koos per Nachbars Navi vermessen (den doppelten Boden über Googlemaps).

Liebe Kascher gebt fein acht, so manch Lionell solche Dosen macht. Verzweifelt nicht an Fehlern und Stolpersteinen, den offensichtlichen oder kleinen und gemeinen. Verliert niemals den Humor, sondern sucht bei Newbiedosen doll und mit Bravour. Da lobe ich mir eher den zweiten, dritten oder 20. Gang, weil ich dann Dank eurer Spuren leichter die Dose finden kann.

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Event, Event – die Kappe brennt!

Seit ein paar Tagen kommen sie, wie spams… die Rede ist von Eventpublishs. Mal hier, mal da. Von seriös bis schräg. Vom Maya-Kalender bis hin zu schönen Hochzeitstermindaten. Gehen könnte ich theoretisch überall hin. Grünkohl, Würstchen, Glühwein. Zocken oder Shocken, Cacherbingo oder Rudel-Whereigo. Auf Schiffen oder Schlitten, zu Fuss oder gar beritten. Klein und fein oder megariesengroß. Laut und schrill. Alles drin.
Ich muss gestehen, dass wird mir persönlich viel zu viel. Da bleibe ich doch lieber im Wald, allein mit einer Dose der vielleicht einem Multi. Denn dieser Winter ist meiner Meinung nach zu kurz für so viele (für mich ungenutze Gelegenheiten).

Warum Tarnung?

Es gibt Begriffe im Leben von Max Musterowner, von denen er entweder noch nie was gehört hat bzw. seiner Meinung nach absolut überflüssig ist. Die Rede ist von Tarnung. Ja, genau das, was unser Hobby vom stupiden Einsammeln zum spannenden Geocachen macht. „Wie geht das?“ fragt sich unser lieber Max. Es sind doch ein paar Blätter drüber? Ja, gut dass wir Herbst haben, denn ansonsten würde das Dosenmeisterwerk einfach am Straßenrand liegen. Mal davon an, lieber Max Musterowner, frage ich mich, was eine stinknormale Straße bzw. der Graben hergibt, dass hier so mache deiner Dosenmeisterwerke liegen. Aber vielleicht bekommst Du einfach nur gerne Mails mit kurzem Text a la copy and paste.
Aber lieber Max, ich glaube an Dich. Du brauchst einfach ein bisschen Inspiration… Bitte sehr! So kann es gehen. Und wenn das nix für Dich ist – ne gute Location verträgt sogar eine Nicht-Bastelei. Und wenn garnix davon passt, lass die Finger von der Ownerschaft, denn vielleicht kriegen es andere besser hin.

Umweltschutzaufreger?

Eben stolperte ich über einen Post. Unter dem Titel „Trampelt den Weg frei 1“ wurde auf ein Listing aufmerksam gemacht. Die Frage: Umweltsünde oder nicht? Nach dem Lesen musste ich schmunzeln. Spontan hatte ich diese Geschichte im Hinterkopf:
Wald- und Forstbehörde anno November 2012. Runder Tisch zu möglichen Einsparpotentialen. Weginstandhaltung als Langzeitprojekt in Kooperation mit geocaching.com.

Wie die Situation sich verhält, könnt ihr vor Ort in Augenschein nehmen und dann entscheiden, ob hier Naturschutz angesagt ist oder einfach der Bock mal Gärtner spielen darf.