Umweltschutzaufreger?

Eben stolperte ich über einen Post. Unter dem Titel „Trampelt den Weg frei 1“ wurde auf ein Listing aufmerksam gemacht. Die Frage: Umweltsünde oder nicht? Nach dem Lesen musste ich schmunzeln. Spontan hatte ich diese Geschichte im Hinterkopf:
Wald- und Forstbehörde anno November 2012. Runder Tisch zu möglichen Einsparpotentialen. Weginstandhaltung als Langzeitprojekt in Kooperation mit geocaching.com.

Wie die Situation sich verhält, könnt ihr vor Ort in Augenschein nehmen und dann entscheiden, ob hier Naturschutz angesagt ist oder einfach der Bock mal Gärtner spielen darf.

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4 Gedanken zu „Umweltschutzaufreger?

  1. Irgendwie habe ich das Gefühl das der Spruch „Bis bald im Wald“ verschwinden muss und auf
    „Bis bald an der nächsten Leitplanlke“ geändert wird. Naturschutz ist wichtig aber sich über
    soetwas aufzuregen finde ich doch etwas lächerlich.

  2. …also da war wohl der Text – und die Gefahr des schlechten Eindrucks auf unbedarfte Mitleser- wohl eher das Problem als die Gegebenheiten vor Ort.

    Allen, die in regelmäßiger Hysterie ausbrechen, wenn es um „Cacherautobahnen“ und Trampelpfade geht, sei gesagt: das macht nix – im Nutzwald. Das wird jeder bestätigen, der sich in der Natur auskennt. Und auch eine Schneise oder ein Stück festgetretene Fläche ist Natur – andere eben. Da fehlt vielleicht ein m2 Springkraut oder eine andere einjährige Pflanze – dafür gibts Licht und Luft – und wenn es nur dafür dient, daß der Vogel auf der freien Fläche mehr Chancen hat, den Käfer zu fangen, oder die Blindschleiche noch ein wenig mehr Sonne kriegt.

    Selbst über den achso schlimmen zerpflückten Baumstumpf freut sich der Specht – und auch die Wildsau wird gerade WEGEN ihrer Wühlerei und der damit verbundenen Bodenauflockerung als Zugewinn zum Ökotop betrachtet – da kann es ja nicht ganz falsch sein, wenn ein Cacher mal ein Blatt umdreht.

    Will sagen: Viele Aufregung ist so ein bisschen von Nichtahnung getrübt – da schwingt fast schon ein wenig „Salonnaturschutz“ mit. Das, was so im Allgemeinen vordergründig als Schädigung verstanden wird, ist nur Veränderung.

    Im Gegensatz dazu gibts tatsächlich ziemlich empfindliche Kleinbiotope bzw. Stellen im Wald – und da kann man wirklich Schäden anrichten. Die sind aber dem Nichteingeweihten aber nicht so offensichtlich wie eine abgerissene unaufgeräumte Borke neben dem Stumpf.

    Zum Beispiel sehe ich ab und an Caches fast direkt am Weg liegend, aber oberhalb der Wegböschung (an der Bergseite) versteckt – u.a. gerne bei PTs, die hoch auf den Hügel führen, wenn man meint, EINE Dose da oben sei nicht genug.
    Da sollte man meinen, die drei Schritte den Hang hoch sind zu ertragen. Tatsächlich ist gerade so eine Böschung eine extrem vielfältig belebte, aber auch fragile Angelegenheit. Jeder Schritt unterstützt die Erosion, zerstört Hummeleinfluglöcher, verändert das Kleinklima unter den Moosüberhängen, whatever. Da kann man auf einem m2 mehr dauerhaft zerstören als bei 20 m Trampelpfad in der Ebene, bei der meist nur das beeinträchtigt wird, was eh in Mengen rumsteht.

    Caches versteckt man in DEM Fall talseitig – daß der Sucher runter muß. Wer meint, da wäre die Situation die gleiche, weil man ja auch wieder hoch muß, soll sich vielleicht vor Augen halten, warum die Situation dort ne völlig andere ist. Hat was mit Geometrie zu tun und u.a. mit der größeren Belichtung über die Öffnung des Weges und mit der Tatsache, daß die Böschung nach oben in der Regel aus gewachsenem Boden besteht, die Talseite aber angeschüttet ist – und weiter wird.

    Naja, eigentlich wollte ich nur schreiben, daß offensichtliche Sachen nicht unbedingt schädlich sein müssen – nicht ganz so augenfällige aber sein können.

    Gruß Zappo

    • Danke Zappo für diese Aufklärung.
      Ich finde die Cacherautobahnen und sonstige „Veränderungen“ der Landschaft durch Cacher nicht schön und habe mich schon öfter darüber geärgert. Die Problematik bezüglich der Wegböschung war mir aber bisher gänzlich unbekannt. Gott sei Dank habe bei meinen Multis auf Stationen dieser Art (unbewußt und rein zufällig) verzichtet, sonst wäre jetzt eine dringende Cachewartung angesagt.
      Vielen Dank für Deine Zeilen. Man lernt nie aus…
      Gruß
      Daniel (DNH7280)

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