Manche können es halt

Oft kann man in Blogs über den allgemeinen Verfall von Tradis am Wegesrand lesen. Lieblos hingeworfen, unterirdische Locations, Anwohner und Naturunverträglich.
Das es auch anders geht, durfte ich heute erleben. Auf der Cacherkarte standen Dosen von kloetzchenbildung. Es sollten ein paar am Postdamm in Gütersloh sein.
Ohne groß spoilern zu wollen, liegt jede Dose naturverträglich und ist ein handwerkliches Unikat. Das Team hat sich hier Mühe gemacht. Ich bedanke mich auf diesem Wege für die tollen Tradis am Wegesrand, die meine Mittagspause erhellt haben. Macht weiter so!

Sind sie nicht alle … reloaded?

Pling – eine Benachrichtigungsmail. Neue Dose „xyz reloaded“ Ein Blick auf die Karte zeigt mir, dass ich an der Location schon mal war.
Was heisst das eigentlich dieses „reloaded“?
Eine Dose der gleichen Machart an die gleiche Stelle legen? Das gleiche Erdloch?
Erinnerung an eine Dose, die hier mal lag (und im günstigsten Fall toll war)?

Warum bleibt dann nicht einfach das Vorgängermodell und ich adoptiere? Bin ich so einfallslos, dass ich nachahme?
Wenn ich „reloaded“ lese, habe ich fast schon keine Lust mehr diese Dose zu suchen. Und das liegt nicht an gleicher Location, denn wenn sie mir gefällt, komme ich gern wieder. Und in gewisser Weise sind interessante Örtlichkeiten immer bedost. Manche schon zum x-ten mal.
Also: Spart Euch das „reloaded“ und macht selbst.

Der Schmunzler zum Schluss: Stellt euch vor jemand legt „Germany’s first – reloaded“

Ein Döschen für Joachim

Wer mich über die Netzwerke ein wenig kennt, konnte mitbekommen, dass ich beruflich auf Schloss Bellevue eingeladen war. Dieses Erlebnis hat mich aus unterschiedlichen Gründen sehr beeindruckt. Was das Ganze mit dem Cachen zu tun hat? Ich habe zwischendurch meine Gedanken auf die Reise geschickt und hatte eine Geschichte im Kopf….

Heute ist der Tag. Seit Monaten warte ich und freue mich, habe mich vorbereitet. Koffer gepackt, kleine Recherche, Handgepäck sorgfältig bestückt. Was ist so besonders an diesem Tag? Ich werde politisch wichtigen Boden betreten. Ein bedeutender Ort, zu Gast bei einem bedeutenden Mann. Da muss ich doch, da sollte ich doch, da könnte ich vielleicht….schließlich bin ich Cacherin.

Und genau das wusste wohl das Sicherheitspersonal am Schloss Bellevue auch. Sie nahmen mein Handgepäck besonders unter die Lupe. Schminkutensielen, Kaugummis, Schlüssel, Portemonnaie, Notziblock. Nix Auffälliges. Mit einem Grinsen komme ich aus der Sicherheitsschleuse. Nun muss ich nur noch… Mist. Ich bekomme Gesellschaft. Ein grimmig aussehender Herr mit Sonnenbrille steht neben mir. Seine Geste ist eindeutig: ich sehe dich – in Gebärdensprache. Doch ich wäre keine Cacherin, würde ich mich davon irritieren lassen. Da habe ich doch schon x Muggel erfolgreich ausgetrickst. Ok, der ist zwar nen anderes Kalliber, aber ich liebe Herausforderungen. So mimie ich zunächst die Privat-Papparazi, latsche überall rum ähm natürlich nur bis mir ein weiterer netter Herr Marke Agent X auf die Schulter tippt und verneinend mit dem Finger wedelt.

Berlin 819Innerlich fluchend weiche ich von dannen. Ein Brunnen erweckt meine Aufmerksamkeit, doch bevor ich nur „Dose“ denken kann, steht schon die Sicherheitsfraktion auf dem Schirm. „Was machen Sie da?“ Das ich mich nur abkühlen wollte, haben sie unwirsch geschluckt. An weitere Wasserspielchen ist nun nicht mehr zu denken. Sobald ich mich dem Brunnen nur auf einen Meter nähere, hustet jemand in meinem Nacken. Ok, keine gute Idee.Berlin 750

Ach welch Blumenpracht – falsch gedacht. Es ist nicht ein Herr im Anzug, sondern ein Gärtner, der mich anmault. Nachdem ich ihm Blütenstaub ähm Honig ums Maul geschmiert hab, ob der genialen Bepflanzung, lässt er seine Harke sinken. Aus dem Off erklingt nur „Keine Sorge! Wir passen schon auf!“ Mittlerweile ist das Cache-Verhinderungsschwadron auf 2 Mann angewachsen. Ok ein T5er legen ist hier Schwerstarbeit.

Ob beim Pinkel oder Essen, nie bin ich allein. Egal was ich anstelle, sie erhören die Schlagzahl ähm die Anzahl der Augenpaare. Komme mir fast schon wie ein Promi mit Bodygardtraube vor. Trotzdem grinse ich und halte meine Gefolgschaft auf Trab. Mal hier hin mal dorthin geht die Polonaise. Lustig anzusehen.

Beim Abschied geben mir meine „Bewacher“ mit einem Grinsen die Hand. Schließlich waren sie erfolgreich oder etwa nicht? Wie Cacher arbeiten oft im Team, so geschehen hier. Leider war ein Listing bei GC von vorneherein ausgeschlossen. Wer also die Koos vom schwierigsten T5er haben möchte, schreibe einen Kommentar 😉

P.S.: Diese Geschichte ist abgesehen von meinem realen Besuch auf Schloss Bellevue und der Begegnung mit dem Bundespräsidenten frei erfunden. Nix ist mit Döschen für Joachim 😉