Tabus beim Cachen – Part 1

Es gibt bei unserem Hobby „heiße Eisen“, also Themen, über die man nicht spricht. Das macht man einfach nicht, wird in manchen Runden geäußert. Oder, das war schon immer so. Wehe dem, der sich mal positioniert. Dinge direkt ausspricht. Es anders macht. Aus Angst vor dem shitsorm lieber schweigt und brav in der Herde mitläuft.

So, meine lieben Leser… Ich mach dann mal den Anfang: Ich habe es getan! Ich bin mir sicher, dass ich dabei nicht die Einzige bin. Ich bin auf die Reaktionen gespannt…

Ich habe besserversteckt!!!

Jetzt ist es raus. Ja, genau das habe ich getan. Grad eben. Ich fand eine Dose, die schlecht versteckt war. Ich habe nicht, wie das gern gemacht wird, zusätzliches Tarnungsmaterial geklaubt, sondern die Dose an einen anderen Platz gelegt. Vielleicht sollte sie auch genau dort sein, denn ein Petling mit Magnet, sollte schon in Eisennähe pappen, anstatt in Bodennähe in ein Loch gequetscht zu sein. Was also tun? Mein Cachergewissen sagte mir „Genau da hin zurück, wo du es gefunden hast!“. Der gesunde Menschenverstand meldete „Quatsch, da sieht das jeder!“ Ein Interessenkonflikt, bei welchem der Geist gesiegt hat.

Ich bin der Meinung, dass es natürlich nicht sein darf Dosen willkürlich woanders zu platzieren, sondern ich als Sucher in muggelgefahrlaufenden Einzelfällen im Sinne a) des Owners und b) der cachenden Community intervenieren darf. Dem Owner erspare ich auf die Weise eine gemuggelte Dose und uns allen ein Rumsuchen für dumme Nüsse.
In meinem Fall haben sich die Koos nicht verändert. Die Dose ist nun einfach etwas höher angebracht. Besser halt!

Und jetzt kommt Ihr…. Eure Meinung ist gefragt!

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10 Gedanken zu „Tabus beim Cachen – Part 1

  1. Besserverstecken ist moralisch einwandfrei, wenn vorher, so wie in Deinem Fall, Schlechterverstecker am Werk waren… Aber das ist nur meine Meinung… 😉
    – Lumpi-LP –

  2. Also ich finde es richtig. Es könnte aber sein, dass das die (heutige) Community anders sieht. Wobei mir das in vielen Fällen noch egal wäre. Denn ich gestehe… ich habe neulich sogar ein Logbuch in einem fremden Cache gelegt. Wie asozial!

  3. Schlechterverstecker-Ausgleich ist schon richtig.
    ‚Genau so verstecken wie vorgefunden‘ klappt halt nur solange sich jeder dran hält, und wenn die Befestigung vom Cache nicht für Eigenmächtige Ortswechsel sorgt (z.b. weil der Magnet nicht gut hält)

  4. Wenn im Listing steht „Verstecke es genau so wie Du es vorgefunden hast“, dann hat der Owner es nicht besser verdient! Dann bekommt er seine Dose auch genau so wieder (vermutlich falsch) wiederversteckt. Weil er sich Korrekturen explizit im Listing verboten hat.
    (Und ja, ich habe auch schon Munboxen/L&L-Regulars offen (ohne Tarnung) neben einen Baumstumpf mit reichlich Platz „drinnen“ auf den Waldboden gestellt, weit sichtbar…)

    • p.S. Ja, das mag jetzt hart klingen. Aber der Spruch „Genauso wiederverstecken wie vorgefunden“ ist genauso sinnvoll wie „Stille-Post streng verboten“.
      Wenn eine Dose von Dutzendenden gefunden wird, dann passiert zwangsläufig irgendwann etwas. Und das mittelt sich dann auch nimmer aus.
      Wer also sicher gehen will, dass eine Final/ein Stage nicht „wandert“, der klebe eine laminierte Zeichnung oder ein laminiertes Foto in den Deckel mit dem Text „genau so wiederverstecken“. Mystphi ist in der Hinsicht wirklich lobenswert.
      http://coord.info/PRYA4X

  5. Genau richtig so… wenn sich etwas überhalb des Bodens die Möglichkeit ergibt, die Dose mit dem daran vorhandenen (!) Magneten zu befestigen, kann man davon ausgehen, daß einer der Vorfinder ein Typ „Mir-egal-ich-hab-ihn-ja-jetzt“ war.

  6. Pingback: Bier °8 – Flöff und “Habe die Ähre” | Ein Quantum Prost

  7. Mit dem Besserverstecken ist es wahrscheinlich wie mit den meisten Dingen: Alles hat sein Maß. Wenn es so offensichtlich ist wie in obigem Fall, halte ich es für legitim. Eine Dose bei schlechtem Empfang allerdings mehrere Meter zu verlegen, nur weil einem der andere Baumstumpf besser gefällt, geht gar nicht.
    Wir haben folgende zwei Erlebnisse gehabt:

    1. Unser eigener Cache: Bei einer zufälligen Kontrolle konnten wir die Dose selber nicht finden und gingen davon aus, dass sie gemuggelt wurde. Also kurz disabled und eine neue Dose gelegt. Da wir den letzten Finder kannten, haben wir ihn bei der nächsten Gelegenheit gefragt, wo er denn unsere Dose gelassen hat. Seine Antwort: „Das Versteck war eindeutig, aber da war nichts. Habe etwas gesucht und sie dann im Nebenbaum auf knapp zweieinhalb Meter Höhe entdeckt. Habe mich da schon wegen der niedrigen T-Wertung gewundert, wenn man klettern muss.“ Wir haben dann eine Dose wieder entfernt und die Logbücher zusammengeführt.

    2. Eine Dose in einem Baumstumpf war durch zerbröselte Rindentarnung so weit nach oben gerutscht, dass sie bereits aus mehreren Metern Entfernung auch von Muggels zu sehen war. Wir haben die Rinde aus dem Stamm geschaufelt, die Dose wieder tiefer hineingelegt und mit frischer Rinde abgedeckt.
    Der nächste Finder schrieb dann in seinem Log: „Habe die Dose auch wieder ordentlich versteckt. Das scheint ja nicht jedem möglich zu sein.“ Da war ich erstmal richtig angepi….!

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