Ich habe eine Dose gefunden!

Na das ist ja toll! Und was soll daran so besonders sein, fragt sich der geneigte Leser dieses Blogs?

Vor ein paar Tagen kam ich an eine Location, die laut GC unbedost ist. Es handelt sich um den Stimmstamm bei Meschede. Das Gasthaus ist ein Lost Place. Verrammelt und Vernagelt rottet er so vor sich hin und erinnert an bessere Zeiten. Mit meinen Lieben habe ich mich dort im Außenbereich umgesehen und in die Fenster gelinst. Ich konnte es mir nicht vorstellen, dass hier keine Dose liegt. Also schaltete ich auf Oberflächen-Suchmodus im Grobformat. Und siehe da… Fund! Eine Filmdose. Beim Öffnen hielt ich ein jungfräuliches Logbuch in Händen. Dies musste sofort signiert werden. Allerdings ist es schon ein bisschen komisch, nicht genau zu wissen, welchen Cache man da gefunden hat. Ich habe dies zusammen mit meiner Email ins Logbuch geschrieben. Mal sehen, wann und ob mich ein GC-Code erreicht.

Und die Moral von der Geschicht?
Vergiß an interessanten Locations das Umschauen nicht! 😉

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Mega – Giga – Terra???

Seit ein paar Tagen gibt es eine weitere Steigerung von geselligem Miteinander. GC stellt als neue Cachekategorie den Giga vor. Nein, ich werde euch jetzt nicht mit Details langweilen, sondern meine Meinung dazu kund tun:
Also für mich gibt es ca. 4950 Gründe, die gegen den Besuch einer solchen Massenveranstaltung sprechen. Ich bin da eher auf lauschig, überschaubar und lokal aus.
Jetzt könnte man auch denken „Toll ich gehöre einer so großen (Hobby-)Gemeinschaft an.“. Stimmt, aber das ist nicht wirklich was Neues. Und wenn ich mir mal ein paar Gedanken zum Giga mache, fällt mir als erstes dieses ein:
Das Sardinen-Gefühl eines ausverkauften Stadions. Übervolle Logbücher der Tradis in der Nähe. Wieviele Logbücher brauch man eigentlich, wenn nur jeder 5. sich verewigen möchte?
Das brauche ich nicht. Ich lümmel lieber allein im Wald rum.
Aber wie heißt es doch:
Jedem Tierchen sein Plaisierchen!

Homo Cachus Sensitivus

Drei Worte, die einen Typus von Cacher beschreiben. Doch bevor ich ins Detail gehe, ein paar Infos, warum ich genau jetzt über diesen Schlag von Cachern schreibe:

An einem wundervollen Abend sitzt Frau Schatz auf Else (wer es nicht weiß: mein Quad heißt so) und fährt durch die Lande. Sie sieht vom weiten ein riesiges Windrad. Dabei fällt ihr ein, dass genau dort eine neue Dose liegt. Also fährt sie über Feldwege, die untergehende Sonne vor Augen zum Zielgebiet. Dort angekommen, wird an allen möglichen Stellen geschaut, gefingert und betastet. Das ganze Rad mehrfach umrundet und auf links gedreht. Schließlich der Hint, der auf die Bodenschrauben hinweist. Aber hier war Frau Schatz ja schon mal drangegangen. Na gut, same again. Ohne Erfolg. Was tut ein Cacher dann? Logs lesen, in denen wie zum Hohn die Worte „schneller Fund“ zu lesen sind. Schließlich der Griff zum Telefon, denn heute muss einfach der Tag mit einem Fund gekrönt werden. Frau Schatz will ja nur nen Schubs 😉

So und nun kommt die Beschreibung des Homo Cachus Sensitivus: Es handelt sich um Menschen, die dem Hobby des Geocaching verfallen sind. Sie gehen dabei äußerst vorsichtig ans Werk. Suchen stundenlang mit den Augen und wenn sie etwas anfassen, kommt es dem rohen Ei gleich. Vorsicht ist ihr zweiter Vorname, denn schließlich könnte ja irgendwas kaputt gehen. Dies bezieht sich auf Cachebehälter jedweder Art und schließt sogar Schutzkappen mit ein. Ich Doof ich habe mich nicht getraut, mal an diesen Kappen zu ziehen. Habe lediglich versucht zu drehen. Ganz vorsichtig. Es hätte ja auch…. Das Windrad umfallen können?
Nachdem ich mich versichert hatte, dass man Kappen abziehen kann, ohne das ein Windrad Schaden nimmt, hatte ich die Dose fix in Händen.

Geärgert habe ich mich zunächst über mein wenig beherztes Vorgehen, doch im Nachhinein bin ich wieder mit mir versöhnt. Lieber sichere ich mich ab, als zur nächsten Gattung von Cachern zu gehören – dem Homo Cachus Wildschweinus oder auch „nach mir die Sintflut“ genannt.

Neulich in der Reviewer-Warteschlange

Der kleine Tradi am Wegesrand fand sich am Ende einer laaaangen Schlange wieder. Sein Owner hatte ihn losgeschickt.
„Nanu? Was ist hier denn los?“ fragte er verwundert. Da drehte sich der Multi vor ihm um. „Ach, zum ersten mal in der Warteschleife?“ Der kleine Tradi am Wegesrand nickte. „Manchmal geht es hier schnell, doch oft kann es auch dauern. Meist liegt das an den Ownern, die zu dumm sind, sich an die Richtlinien zu halten.“ schnaubte der Multi und zeigte auf einen Tradi, der zerknirscht von vorne kam und sich hinter ihnen anstellte. „Was ist passiert?“ fragte der kleine Tradi am Wegesrand. „Ach“, jammerte der andere Tradi „mein Owner hat mich in einem Naturschutzgebiet abgelegt.“ „So’n Vollpfosten!“ stichelte der Multi. „Weiß doch jeder, dass das nicht geht. Dein blöder Owner ist Schuld, dass wir hier in der Warteschlange Grünspan ansetzen.“
Plötzlich reihte sich ein Fragezeichen am Ende der Schlange ein. Der kleine Tradi am Wegesrand schaute ihn an, bemerkte aber gleichzeitig, dass der Multi nervös wurde. „Wer ist das?“ fragte der kleine Tradi am Wegesrand. „Sssschscht!“ raunzte der Multi. „Warum?“ flüsterte der kleine Tradi am Wegesrand.
„Sein Owner ist in der Cacherszene total bekannt. Immer hohe D-Wertung und gaaaaanz viele Favoritenpunkte.“ „Oh“ staunte der kleine Tradi am Wegesrand, „trotzdem sieht der hier aus wie jeder andere. Wartend in der Schlange.“ Das hatte das Fragezeichen mitbekommen. „Hab mal ein bisschen Respekt du kleine No-Name-Dose!“ mokierte sich das Fragezeichen.
‚Jetzt weiß ich genau, was Du bist – Hirnschmalzakrobat‘, dachte der kleine Tradi am Wegesrand.
Von vorne war lautes Klagen zu hören. Ein ziemlich imposanter Multi raufte sich die Logbuchstreifen aus und heulte vor sich hin. Der kleine Tradi schnappte „Abstandskonflikt“, „Gewerblicher Cache“ und „endgültig abgelehnt“ auf. „Alles umsonst“ weinte der Multi. „Die vielen Stunden Arbeit.“ Der kleine Tradi bekam es mit der Angst zu tun. Was, wenn er auch abgelehnt würde?
„Da hilft nur der Schönheitschirurg!“ schlug der Multi vor.
„Wie bitte?“ fragte der imposante Multi.
„Ein bisschen umbauen, neuer Name und neues Listing. Aber warte damit ein paar Tage. Dann klappt es bestimmt.“
Zuversicht glomm im Gesicht des imposanten Multis auf und er zog von dannen.
Der kleine Tradi rutschte immer weiter nach vorne. Er stand ja auch schon ne ganze Weile in der Warteschleife. Er träumte so vor sich hin….vom publish, von dem er schon so viel gehört hatte. Der FTF und weiteren Besuchern. Seine ersten Logs….
Jäh wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Ein Event hatte ihn in die Seite gerempelt und wollte sich durchmogeln.
„Heeee Freundchen, so geht das aber nicht. Stell dich hinten an!“ Der kleine Tradi machte sich extra breit. Wäre ja auch noch schöner.
„Du bist neu hier oder?“ fragte das Event. „Wir Events rutschen immer flotter durch!“
„Das ist voll fies!“ Der kleine Tradi regte sich auf, als das Event an ihm vorbeizog und sich siegessicher ganz vorn zum Reviewer begab.
Die Stunden vergingen. Es wurden Tage daraus. Immer wieder wurden Tradis, Multis oder Fragezeichen wieder nach hinten geschickt. Zum Nachbessern. Doch alles hat irgendwann ein Ende. So fand sich der kleine Tradi schließlich an einem Schalter wieder. Er war nervös. Sein Gegenüber ein ganz erfahrener Reviewer. Auf dem Schild stand „James Bond“.
„Der nächste bitte!“ James Bond winkte den kleinen Tradi vom Wegesrand heran. Er begutachtet ihn genau. Murmelte leise vor sich hin, schaute in seine Listen, hakte ab, schüttelte den Kopf, schaute auf, atmete durch und versenkte sich wieder in seine Unterlagen. Schließlich lächelte er den kleinen Tradi vom Wegesrand an, drückte einen Stempel in die Unterlagen und leitete ihn durch die Schranke. „Herzlich Willkommen in der Community. Du bist die 3 Millionste Dose auf Gottes Erdball!“ Alle anderen Dosen hinter ihm reckten sich die Hälse und tuschelten.
Der kleine Tradi am Wegesrand wurde rot. Er war… Wirklich? Doch eh er sich weiter ungläubig umsehen konnte, bekam er ein Badget umgehängt und wurde sanft, aber bestimmt aus der Schlange in die große, weite Cacherwelt geschoben.

Und wir können ihn suchen. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern meines Blogs ein schönes Osterfest.

Der Zauber des Gefundenen

Was schätzt Du am Suchen? Wenn ich diese Frage einem Geocacher stelle, werden sicherlich einige der folgendenden Gründe genannt:
Natur, Abenteuer, Unternehmung mit Freunden und Familie, körperliche und geistige Herausfoderung und …
Der Zauber des Gefundenen. Manchmal spüre ich diesen ganz deutlich, wenn ich lange nach einer Dose gesucht und geflucht habe, wenn ich viel Energie aufwenden musste, um dieses unscheinbare Etwas eines Logbuches signieren zu dürfen.
Oft wie auch heute spüre ich dieses Zauber, weil ich an einen Ort gelotst wurde, der etwas besonderes ist. Ganz speziell für mich. Die Schönheit der Location, eine Aura von Geschichte. Das Gefühl, welches mir sagt „Hier wäre ich ohne mein Hobby im Leben nicht hingekommen!“

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Was soll an diesem Stein so besonders sein?
Für diesen Stein, bin ich durch Hagel gefahren, sogar verfahren, klatschnass und dreckig stand ich heute mitten im Nirgendwo und habe es mal wieder mehr als deutlich gespürt…

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Der Zauber des Gefundenen!

Die wilde 13?

Noch ein paar Tage und dann ist es wieder soweit. Der 13. Quartalscacher steht vor der Tür. Diesmal treffen wir uns wieder mal im Ortsteil Westerwiehe. Genauer gesagt in der Gaststätte Grönnebaum.
Vielleicht hat der ein oder andere Blogleser am Wochenende Langeweile und wünscht sich einen lustigen Abend bei gutem Essen, in gleichgesinnter Gesellschaft mit interessanten Gesprächsthemen. Nicht lange überlegen, sondern ein „will attend“ loggen.