Homo Cachus Sensitivus

Drei Worte, die einen Typus von Cacher beschreiben. Doch bevor ich ins Detail gehe, ein paar Infos, warum ich genau jetzt über diesen Schlag von Cachern schreibe:

An einem wundervollen Abend sitzt Frau Schatz auf Else (wer es nicht weiß: mein Quad heißt so) und fährt durch die Lande. Sie sieht vom weiten ein riesiges Windrad. Dabei fällt ihr ein, dass genau dort eine neue Dose liegt. Also fährt sie über Feldwege, die untergehende Sonne vor Augen zum Zielgebiet. Dort angekommen, wird an allen möglichen Stellen geschaut, gefingert und betastet. Das ganze Rad mehrfach umrundet und auf links gedreht. Schließlich der Hint, der auf die Bodenschrauben hinweist. Aber hier war Frau Schatz ja schon mal drangegangen. Na gut, same again. Ohne Erfolg. Was tut ein Cacher dann? Logs lesen, in denen wie zum Hohn die Worte „schneller Fund“ zu lesen sind. Schließlich der Griff zum Telefon, denn heute muss einfach der Tag mit einem Fund gekrönt werden. Frau Schatz will ja nur nen Schubs 😉

So und nun kommt die Beschreibung des Homo Cachus Sensitivus: Es handelt sich um Menschen, die dem Hobby des Geocaching verfallen sind. Sie gehen dabei äußerst vorsichtig ans Werk. Suchen stundenlang mit den Augen und wenn sie etwas anfassen, kommt es dem rohen Ei gleich. Vorsicht ist ihr zweiter Vorname, denn schließlich könnte ja irgendwas kaputt gehen. Dies bezieht sich auf Cachebehälter jedweder Art und schließt sogar Schutzkappen mit ein. Ich Doof ich habe mich nicht getraut, mal an diesen Kappen zu ziehen. Habe lediglich versucht zu drehen. Ganz vorsichtig. Es hätte ja auch…. Das Windrad umfallen können?
Nachdem ich mich versichert hatte, dass man Kappen abziehen kann, ohne das ein Windrad Schaden nimmt, hatte ich die Dose fix in Händen.

Geärgert habe ich mich zunächst über mein wenig beherztes Vorgehen, doch im Nachhinein bin ich wieder mit mir versöhnt. Lieber sichere ich mich ab, als zur nächsten Gattung von Cachern zu gehören – dem Homo Cachus Wildschweinus oder auch „nach mir die Sintflut“ genannt.

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2 Gedanken zu „Homo Cachus Sensitivus

  1. Ich suche auch lieber erst mit den Augen – wie schnell hat man was in der Hand, was man nachher nicht wieder an Ort und Stelle kriegt, und dann??? Also, erst gucken, dann grabbeln 😉

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