Cacher-Knigge: Der Umgang mit Reisenden

Fast jeder Cacher hat sie – Reisende. Egal, ob Coins, Travelbugs oder Geokrety und weitere Spezifikationen. Sie sind unterschiedlich und vielseitig. Aber eines ist allen gemein: Sie gehören jemanden. Dieser Jemand, den wir Owner nennen, hat ihn gekauft, mit einer Beschreibung versehen, Fotos aufgenommen, etwas drangemacht, eine Mission erdacht.

All dies macht ihn zu einem für den Owner wertvollen Unikat. Besonders schön ist es, wenn Reisende viele Meilen auf dem Buckel haben und von Cache zu Cache reisen.

Es gelten folgende Regeln:

Für Owner:

  • Wer seinen Reisenden mit einer Mission behaftet, sollte diese per lamminierter Karte anhängen (so weiss ein potentieller Finder, auf was er sich einlässt).
  • Nicht verzweifeln, wenn der Reisende „Umwege“ macht.
  • Niemals die Hoffnung aufgeben, sollte der TB verschwunden sein. Manche tauchen Jahre später wieder auf.

Für alle anderen:

  • Reisende gehen nicht automatisch in den Besitz des Finders über!!!
  • Behandle Reisende so, wie Du deine behandelt wissen möchtest!
  • Discovern heisst, ich habe ihn gesehen. Hier reicht ein kurzer Log.
  • Möglichst schnell Loggen, da mache Reisende flott eine neue Mitfahrgelegenheit bekommen. Es ist nicht toll, wenn man jemanden aus seinem Inventory Reisenden „grabbed“.
  • Reisende sollen selbiges tun, also nicht lange irgendwo Staub ansetzen.
  • Jeder Owner freut sich über ein Bild seines Reisenden. So einfach kann man unbekannterweise ein Lächeln zaubern.
  • Wenn ein TB ohne Missionskenntnis mitgenommen wird und man nicht weiterhelfen kann, bitte schnellstmöglich in einen gut frequentierten Cache legen (TB-Hotel, Event).
  • Falls Du Owner eines Caches bist, in dem eine „Reiseleiche“ liegt (TB, der noch nicht ausgeloggt wurde, aber schon seit geraumer Zeit), schreib den Besitzer an und melde den Reisenden als vermisst.

Wer noch Infos zum Thema Reisende braucht, findet sie hier.

Neben den Basics, hier noch das Plus:

  • Wenn ein TB beschädigt ist, kann man bei der Instandsetzung helfen (natürlich nur in Absprache mit dem Owner).
  • Reisende in Caches mit hoher D bzw. T-Wertung zu legen, ist nicht im Sinne jedes Owner. Hier kann die Weiterreise Monate dauern. Sollte dein Reisender festsitzen, kannst Du ihn mit TB-Rescue wieder flott kriegen.

Ich wünsche allen Reisenden auf ihrem Weg durch die Welt alles Gute und erinnere Euch an einen Artikel, den ich vor Monaten geschrieben habe. Er macht vielleicht noch einiges auf humorvolle Art deutlich.

Sollte ich was vergessen haben, freue ich mich über Ergänzungen.

Cacherknigge: Das Loggen

Der Abschluss eines Dosenfundes ist das Loggen. Zugleich ist es euer Feedback für den Cache.

In zweifacher Hinsicht hinterlässt man seine „Visitenkarte“. Zunächst per Kuli, Aufkleber oder Stempel im Logbuch des Caches. Dies ist Grundvorraussetzung, um im Internet einen Cache als gefunden angeben zu dürfen.

Was ist hier zu beachten?

  • Die Länge des Eintrags ist abhängig vom Format des Logbuchs. Hier gilt je kleiner um so kürzer. Ein Nanologbuch bespielsweise wird eng geloggt, damit der Owner nicht alle Nase lang zum Auswechseln kommen muss. Hilfreich bei dieser Form sind Initialen oder gar ein Teamlog (der später im Internet erläutert wird).
  • Nutzt den Platz im Logbuch, also auch die Rückseiten!
  • Es ist schön, wenn ihr in gößere Logbücher viel reinschreibt, bedenkt aber, dass sie oftmals vom Owner nicht gelesen werden (weil die Dosen gemuggelt werden). Kleiner Tipp: Mehr Energien in den online-Log legen.
  • Das Logbuch bitte wieder sorgfältig platzieren!

 

Der für den Owner und die Community wichtige Log ist der Virtuelle. Es ist dabei unerheblich, welche Plattform Ihr nutzt.

  • Bevor Du loslegst, überlege genau, was Du schreibst. Oft kann es nicht schaden, eine Nacht darüber zu schlafen.
  • Allen gemein ist das „Dankeschön“. Hier hat sich ein Owner (mehr oder weniger) Mühe gegeben. Das Mindeste ist ein „DFDC“ (Danke für den Cache) bzw. „TFTC“ (Thanks for the cache).
  • Logs sollen keine Beleidigungen enthalten!
  • Vermeidet Spoieler!
  • Kritik sachlich formulieren. Ein Tipp: minestens einen Lobpunkt auf einen Kritikpunkt (schreibt sich leicht, ich weiss, es kann oftmals schwer sein, wenn man sich über eine Dose geärgert hat).
  • Shortlogs bzw. Massenlogs gefallen keinem Owner. Plus 1, gefunden oder die automatisierten Fundbenachrichtigungen von Geocaching-Apps gehören nicht zum guten Ton.
  • Wenn es etwas zu beanstanden gibt, sollte es gesagt werden. Eine kurze Beschreibung des Mangels hilft jedem Owner die Situation realistisch einzuschätzen, ggfls. sollten sich Owner und Sucher vernetzen und Infos direkt vial Mail oder Telefon besprechen.

Dies war das Basic zum Loggen. Zum Plus gehört Rächtschreipung. Optimal ist es Fehler zu vermeiden. Sprache und Wortwahl kann ein „scharfes Schwert“ sein und „Ey Alder voll kraz!“ ist nicht das gelbe vom Ei.

Und zum Guten Schluss schmeiss ich 5 Euro ins Phrasenschwein und geb euch noch einen …
„Was Du nicht willst, dass man Dir tu, dass füg auch keinem anderen zu!“

Hab ich was vergessen? Einfach posten! Danke!

Cacher-Knigge: Umgang mit Cachebehältern

Der zweite Teil des Cacher-Knigges widmet sich dem, was uns glücklich macht. Den Dosen!

Von Nano bis Large sorgen sie für Spannung und Spass. Je nach Aufwendigkeit spiegeln sie das Herzblut des Owners wieder. Grundsätzlich sollte jeder Cacher im Fundmoment die Dose als sein Eigentum betrachten und dementsprechend Vorsicht wallten lassen.

Sollte der Cachebehälter oder die Station nicht zu öffnen sein, dann tunlichst nicht mit Gewalt. Dose zur Seite legen in aller Ruhe überlegen. Mit Köpfchen kommt man gut zum Ziel. Wenn es nicht geht, dann lieber nen Fotolog oder TJ nutzen und den Owner auf das Manko hinweisen.

Ein großes Ärgernis sind nasse Logbücher. Oftmals sind Dosen schlecht verschlossen, so dass Feuchigkeit hineinkommt. Ich konnte schon so manches nasse bzw. schimmelige Logbuch entfernen. Dann wird nicht gemeckert, sondern einfach neu bestückt. Schließlich sind es wir Cacher, die nicht sorgfältig umgegangen sind. Eine persönliche Bitte: druckt euch ein Logbuch aus (Vorlagen findet ihr hier) und tragt es bei euch. So könnt ihr schnell nen Owner entlasten. Letztlich ist und bleibt er dafür verantwortlich, aber ich glaube gegen eine gute Tat am Tag ist nichts einzuwenden.

Was passiert, wenn ich was kaputt gemacht habe? Nix! Kein Owner reisst Euch den Kopf ab (es sei denn ihr habt dies mit Vorsatz gemacht). Allerdings gebietet es der Anstand, sich beim Owner zu melden. Ich weiss nicht wie ihr es handhabt, aber soweit ich es kann, würde ich Wiedergutmachung leisten. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Von Eigenreperatur bis zur Aufmerksamkeit. Möglichkeiten gibt es reichlich. Das Minimum ist eine Entschuldigung.

Finals sollten Nettigkeiten enthalten. Viele Owner schreiben im Listing den Erstinhalt. Man wundert sich, was nach Wochen dann zu finden ist. Ich möchte nicht näher aufs traden eingehen, sondern nur darum bitten No-Goes zu entsorgen. Hierzu gehören Lebensmittel, Kronkorken, Parktickets, Kondome u.ä..

Auf einen Blick:
1. Stell Dir vor, es sei dein Cache und behandle ihn entsprechend!
2. Keine Gewalt anwenden, lieber Fotolog oder TJ.
3. Nasse Logbücher sind oftmals das Ergebnis von nicht sorgfältigem verschließen. Nicht meckern, sondern austauschen!
4. Schäden, die ich verursacht habe, werden gemeldet! Das ist das Minimum was ich als Verursacher tun kann!
5. Den Inhalt von Finals kontrollieren und ggfls. korrigieren.

Was noch? Habe ich was vergessen? Ich bitte Euch um Unterstützung. Ich sehe dies hier lediglich als Anfang, den ich mit Euch zusammen weiterentwickeln möchte. Keine Scheu, postet mir Eure Ideen als Kommentar oder per per Email. Vielen Dank!

Fortsetzung folgt…!

Cacher-Knigge: Umgang in und mit der Natur

Naturcaches sind mit einem hohen Erholungsfaktor verbunden. Dosen werden zumeist an harmonischen Locations platziert. Oftmals in Kombination mit einer Wanderung.
Damit dies so bleibt und es zu keinen Stress mit Gärtnern, Förstern oder sonstigen Ordnungsmuggeln kommt, solltest Du folgendes beachten:

Generell bewegst Du Dich auf fremden Terrain. Also nicht einfach der Nase nach. Halte Dich an die Wege. Wir alle wissen, wie verführerisch Abkürzungen sein können. Wenn aber alle querfeldein laufen, dann entsteht ein neues Wegenetz im Wald. Tiere werden aufgeschreckt und Pflanzen zerstört. Das will keiner. Dann lieber entspannt einen „Umweg“ in Kauf nehmen (das hält auch die Terrainwertung niedrig).

Beim Suchen solltest Du in erster Linie mit den Augen anfangen und nicht mit gierigen Pfoten. Meist entdeckt man so ohne viel Aufwand das gesuchte Döschen oder die Station.

Wenn man sich in Gruppen in den Wald begibt, dann möglichst ruhig. Besonders Nachts. Wer hat es schon gerne, wenn eine laute Meute blendend durchs „Schlafzimmer“ maschiert.

Lobenswert finde ich diejenigen, die unterwegs CITO (Cache in trash out) betreiben. Ich muss zugeben, dass ich nur an Finallocations mal Müll mitnehme und auch nur dann, wenn es nicht zuviel ist. Als Owner ist man in diesem Punkt anders gefordert. Da ist es selbstverständlich, „seine“ Location sauber zu halten. Bei einer meiner Dosen habe ich im Umkreis zwei riesige Müllsäcke eingesammelt. Das erfreute den Förster. Eine Win-Win-Situation. Ich hab Spass an der Location und der Förster nen sauberen Wald.

Paperless Caching und Akkus sind gut für den Schutz der natürlichen Resourcen.

Der nächste Punkt geht an den Owner. Bedenke den Ort und die Machart deines Caches genau. Du hast keine Ahnung, was daraus werden kann.
Ein Beispiel: Ich hatte bei einem meiner ersten Caches eine Dose in einem Baum versteckt, der sich in Bodennähe gabelte. Es wuchs ein Blümchen darin und von unten konnte man in das Wurzelwerk greifen. Nach ein paar Wochen und x Händen später wollte ich nach dem Rechten schauen. Oh mein Gott, der Baum war dermassen ausgehöhlt, das Blümchen weg. Ich habe diesen Baum zum Tode verurteilt.
Daher mein Fazit. Wenn man etwas in Bäumen versteckt, dann bitte Totholz.
Der Owner sollte sich bei der Wahl der Location möglichst auf Wegesnähe beschränken.

Die Adrenalin-Junkies unter Euch, die gerne Döschen in die Baumwipfel hängen bzw. erklettern, sollen soweit mir als Bodenfraktion bekannt ist einen „Seilschutz“ (ist das der richtige Ausdruck?) benutzen und beim Einbau und Einstieg vorhandenes Geäst schonend behandeln.

Auf einen Blick:
1. Halte Dich an das vorhandene Wegenetz im Wald!
2. Verhalte Dich ruhig!
3. Nimm Müll mit! Aktiver Umweltschutz und jeden Tag eine gute Tat. Es freut den Owner und den Förster oder Gärtner!
4. Totholz als Versteck anstelle von Lebendem
5. Suche erst mit den Augen und dann mit den Händen!

Was noch? Habe ich was vergessen? Ich bitte Euch um Unterstützung. Ich sehe dies hier lediglich als Anfang, den ich mit Euch zusammen weiterentwickeln möchte. Keine Scheu, postet mir Eure Ideen als Kommentar oder per per Email. Vielen Dank!

Fortsetzung folgt … Cacher-Knigge (Umgang mit Cachebehältern)

Cacher-Knigge

Geocaching macht Spaß. Wir Dosensucher bringen unterschiedliche Fähigkeiten und Schwerpunkte mit. Somit haben wir es mit einer nicht homogenen Gruppe von Menschen zu tun. Damit das Miteinander reibungsarm funktioniert, gibt es Regeln. Der vielzitierte Cacher-Knigge.
Ja, kenne ich schon, werden „alte Hasen“ sagen oder das ist nur was für Newbies. Stimmt, aber danach agieren sollten Newbies und gestandene Cacher gleichermaßen.

Damit alle auf dem gleichen Stand sind, möchte ich mich gerne mit dem Thema befassen. Getreu dem Motto, wenn jemand es nicht weiß, dann sollte man es ihm oder ihr wenigstens sagen.

In den nächsten Tagen werde ich mir bestimmte Bereiche herauspicken. Grundsätzlich gilt, Frau Schatz hat die Weisheit nicht auf Löffeln gefressen und nicht immer Recht. Ich setze auf die Leser meines Blogs, die mich gern verbessern oder ergänzen können. Ebenso freue ich mich über Themenvorschläge.

In dem Sinne freue ich mich über rege Teilnahme. Ihr dürft sogar entscheiden, was als erstes in den Cacherknigge gehört.

Weitere Ideen gern via Kommentar oder per Mail. Danke!