LCL – Baum(el)

Baum(el)
Besondere Abart von Baum. Sicherlich muss ich dem Leser dieses Blogs nicht erklären was ein Baum ist. Beschränke ich mich also auf den Bezug zum Geocachen. Davon gibt es nämlich einen, den ich in diesem Artikel besonders berücksichtigen möchte.
Der Baumel ist eine seltene „Frucht“, welche in luftigen Höhen unterschiedlichster Grünpflanzen zu finden ist. Baumel sind nicht essbar, auch wenn er über eine reizvolle Füllung, das Mana der Adrenalinjunkies, verfügen. Manche Baumel „wachsen“ sogar unter Brücken oder an Bergen.
Wenn Geocacher nach Baumeln lechzen, dann müssen sie sich vollständig identifizieren und bevor sie der Füllung habhaft werden können, selbst zum Baumel werden.
Achtung: Baumel können süchtig machen!

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Ein Baumel oder ein Fake? Wer ein Baumelbild hat, kann es gerne posten.

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Neues aus Stenkelfeld: Der Cacherbaum

„Des Cachers größter Traum ist ein schön geschmückter Tannenbaum“ spricht Vater Böckenstieg. Nach dem letzten Disaster zu Weihnachten soll es in diesem Jahr anders werden. Er schaut auf sich und seine Familie, mag nach wie vor das Cachen gern und was sonst so in Stenkelfeld läuft ist ihm schnuppe.

Heute steht der Weihnachtsbaum auf der To-Do-Liste. Zunächst einmal soll er ein Unikat werden. Etwas, was ein Cacherherz erfreut. In seinem Kopf ist ganz schnell eine Idee herangereift, die sofort umgesetzt wird. „Bin fertig!“, ruft er seine Lieben zusammen. Sohnemann ist begeistert, Töchterchen grinst und Mama klappt die Kinnlade runter: Am Baum hängen lustig bunte Karabiner dazwischen die Lichterkette, die durch verschiedene Seilagen ergänzt wird. Vater Böckenstieg grinst und meint, „So kommt der Weihnachtsmann auf jeden Fall gut abgeseilt an!“ „Sag mal, hast Du noch alle Latten am Zaun?“ schimpft Mutter Böckenstieg. „So nicht!“ sagt sie und zieht demonstrativ am Seil. Der Baum klatscht um.

Second Try, denkt sich Vater Böckenstieg. Nach ein wenig Grübeln leuchtet sein Gesicht und er geht wacker ans Werk. Nach einer Stunde ruft er seine Bande erneut zusammen. Nun lachen die Kinder und Mutter traut ihren Augen kaum. Mann kann sehe, dass ihr Blutdruck die kritsische Marke erreicht hat. „Das schlägt dem Fass den Boden raus…“. fassungslos schaut die Familie auf Vaters Tannen(alp)traum. Die vornehmliche Farbe ist Logbuchweiss. Diese sind in lustigen Girlanden Marke Schillerlocken im Baum befestigt. Dazu glitzern diverse Coins und TBs im Glanz der Lichterkette. „Für dich gibt es nun keinen Glühwein mehr!“, sagt Mutter Böckenstieg. Bevor die Kinder den Baum ablichten und bei Facebook posten können, liegt selbiger am Grund und wartet auf Neugestaltung.

Nach einiger Grübelei und dem Verschwinden im Bastelkeller und ein paar Stunden Arbeit ist es vollbracht. Der Baum der Familie Böckenstieg ist fertig und hat die Endabnahme gut überstanden. Zwischen Engelshaar und der Lichterkette baumeln weisse Microdöschen, in den kleine Weihnachtsfiguren sitzen. Ok, ganz hinten sitzt ein Groundspeak-Frosch drin. Der musste einfach sein. „Nun kann Weihnachten kommen!“ sagt Mutter Böckenstieg. „Wenn sie von meinem Special erfährt, wird sie sich freuen!“ denkt Vater Böckenstieg.

Es ist Heiligabend und die Familie versammelt sich vorm Baum. Es soll noch eine Überraschung geben, meint Vater Böckenstieg. Er zückt eine Fernbedienung und lässt seine Holde den Knopf drücken. „Last Christmas I gave you my heart….“ süß kling der Weihnachtsdauerbrenner von Wham und das Herz von Mutter Böckenstieg schmilzt dahin. Vor allem, weil sich das Bäumchen saft im Kreise dreht. Die Kinder müssen mühsam an sich halten „Bäääääh dieses Sch….Lied kann ich nicht mehr hören!“. Lange hatte Vater Böckenstieg gebastelt und die passende Musik auf seinen Stick geladen, damit die Mechanik den gewünschten Song abspielt.

Nach ein paar musikalischen Durchläufen werden die Geschenke ausgepackt. Die Papierfetzen fliegen nur so durch die Gegend und dummerweise auch in den Baumständer. Es stinkt nach verbranntem Gummi und mit einem mal dreht sich der Baum schneller und schneller. Er sieht aus wie ein Kettenkarussel, mit den kleinen weissen Gondeln ähm Microdöschen. Könnten die Figuren Grimassen schneiden, würden sie nun entsetzt und ängstlich schauen. Mit einem Mal löst sich die erste „Gondel“ und schiesst durch den Raum. Blitzschnell kann Sohnemann seinen neuen Tennisschläger schnappen und die Gefahr in die Flucht schlagen. Peng Peng Peng macht es und Familie Böckensieg schmeisst sich der Sicherheit wegen an den Grund. Zusätzlich angeheizt wird nun die Stimmung, als ein neues Lied ertönt. Auf seinem Stick ist schließlich noch andere Musik. Zu „I’m on the highway to hell“ mutet das Getöse wie eine vorchristliche Ardennenschlacht an. Da hilft nur eins – Stecker raus! Fumm macht es und ganz Stenkelfeld ist, warum auch immer, zu Weihnachten wieder mal im Dunkeln.

Und das Ende vom Lied…Bei Kerzenschein und Wein kann man auch recht lustig sein.

Ich wünsche Euch und euren Lieben ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Und ich will Baumkletterer werden!

Nein, es ist nicht Grisu der kleine Drache, der hier seinen innigsten Wunsch in die Welt trötet. Es ist kein Kinderwunsch auf die Frage “ Was willst Du denn mal werden, wenn Du groß bist!“.

Es ist der Wunsch, den viele T5er Kollegen haben, wenn sie in schwindelnden Höhen baumeln. Ich bewundere jedes Mal den Mut, der mir dazu fehlt. Muss ihn nicht haben.
Ich schaue total gern zu (auch wenn ich schon beim Zusehen angespannt bin). So passiert gestern.
Zusammen mit TheAllisionV12 und ZähnchenGC hatte sich Familie Schatz zum Klettern verabredet. Herr Schatz wollte gern in schwindelnde Höhen.

T5er brauchen Zeit und Ruhe. Allein der Einbau des Seiles kann bisweilen dauern. Manchmal sitzt der erste Schuss sofort, manchmal muss man u.a. eine Zwischenmissionen einschieben (Bsp. Mission Rettung des Wurfsacks). Dann die eigentliche Kletterei, Adrenalin und Schweiss bringen zur Dose. Und so leicht wie das Ganze ausschaut, ist es nicht. Das hat Herr Schatz gestern am eigenen Leib erfahren. Aller Anfang ist schwer und ein paar Meter (Zentimeter) über den Boden, sind ein Schritt zum Ziel. Genau genommen ein Schritt mehr als ich persönlich machen würde. Aber, wie genial ist doch Geocachen, ich muss das auch garnicht. Ich bin kein schlechterer Cacher, wenn mein Profil im hohen T-Bereich leer ist. In der Vergangenheit bekam ich auf Events immer wieder Disskussionen zum Thema mit. Ihr T5er meint, seid was besseres. Nö! Ich habe mit den Baumbezwingern keine Probleme, so lange sie mich nötigen, es ihnen gleich zu tun.
Zusehen macht Spaß. Wer sich traut, der kann so einiges lernen. Und zwar fürs Leben! Fragt mal Schatz Junior. Er lernte gestern u.a., Mut brauchen nicht nur Kinder, sondern ebenfalls Erwachsene und wenn man groß und stark ist, klappt auch nicht alles. Kritisch betrachte ich in diesem Zusammenhang die „Sissicacher“ (nicht selbst hochgeklettert). Um einen T5 loggen zu dürfen, muss ich was tun, sonst bin ich ein Mogler, ein Spielverderber!

Was die Bäume angeht… Vorsicht!
Sie haben ein enormes Suchtpotential und das steht auf der Packung nicht drauf 😉
Ich kenne so einige T5-Junkies. Muss lächeln, wenn ich höre, was sie so alles anstellen, um ihre Ausrüstung erweitern zu können („Beim Event gibt es ab sofort nur noch ein Getränk mit Strohalmen, an besten noch die für Sangria, in vier Teile geschnitten. So komme ich schneller zum Gurt!“)

Leute, ihr bzw. wir sind schon ein klasse Völkchen mit so herrlich verrückten Unikaten (LG an Alex Schweigert, der sogar den Deich hochklettert). Toll dass ich dazugehöre!