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Vor ein paar Tagen dachte ich, dass ich meine Listings hinsichtlich der schneetauglichkeit überarbeiten müsste.
Und was ist daraus geworden?

Mittlerweile wird der manch Tradi zum D5 und die Wathose zum treuen Begleiter. Es ist Winter 2012 – die Härte – bzw. Dichtigkeitsprobe für so manchen Cachebehälter.

In dem Sinne – Petri Heil!

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Rudelsuchen

Heute morgen las ich folgenden Log bei einer meiner Innenstadt-Dosen, die schon ziemlich muggelig ist:

Nach einem leckeren Abendessen im Kreise der lieben Kollegen noch einen kleinen Verdauungsspaziergang mit der ganzen Gesellschaft eingelegt. Den Cache haben wir in Gemeinschaftsarbeit gefunden und geborgen. Danke fürs zeigen dieser schönen Ecke. DFDC

Jeder Owner hat bei diesen Zeilen sicherlich einen ähnlichen Gedanken: Warum wird meine Dose zum Cacher-Event? Warum Rudelcachen?
Immer wieder ist dies Thema. Ein Lost-Place, der von 15 Leuten invasiv eingefallen wird. Laut und auffällig. Der T5er, welcher mit einer Busladung platt gemacht wird. Der Nachtcache, der von Lumen hoch x in den Tagzustand versetzt wird?

Was habe ich davon? Ich bin einmal im Rudel gelaufen und muss sagen, dass dies nicht wirklich lustig war. Einige Stationen habe ich garnicht mitbekommen. Anstatt Ruhe und Entspannung in der Natur, war es mehr ein lauter und anstrengender Stationslauf. Das war eine Erfahrung. Und dabei soll es auch bleiben. Am liebsten laufe ich allein. Aber das ist meine Neigung. Eher Stille und Natur. Hektik und viele Menschen habe ich den ganzen Tag um mich.

Unser Hobby wird mehr und mehr zum sozialen Event. Cacher tun sich gern zusammen und verbringen ihre freie Zeit miteinander. Ob in sozialen Netzwerken oder real. Cacher haben sich immer viel zu erzählen. Das gefällt mir, aber muss es unbedingt an Locations sein? Im Rudel? Cachen als Massenauflauf bringt uns allen viel Ärger: verbrannte Locations, gemuggelte Dosen, aufgeschreckte Ordnungsbehörden, Streit mit Muggeln und ne schlechte Presse.

Weil alle drüber schreiben …

Über was denn? Na das verhängt Geocaching-Verbot in einigen Regionen.

Ich tue es nicht! Mache mir Gedanken a la Verschwörungstheorie:
Die Community wurde von Jägern infiltriert. Die wissen genau, wie man Wild aufschreckt und über Kohle Lobbyarbeit betreibt.
Ebenso freuen sich die Landschaftsgärtner. Ab sofort müssen keine Maulwürfe mehr trainiert werden, um Grünanlagen zu zerstören.
Natürlich trägt auch unsere Bundesregierung seinen Teil dazu bei: Warum muss sie alles verbieten, was Spaß macht und nennt es dann frecherweise Hausfriedensbruch?

Wir sind ja sooo schlimm, wir Geocacher! Die Suche nach dem Sündenbock ist die beliebteste Jagdveranstaltung!

Wer nun meint ich, würde ein ernstes Thema verharmlosen, dem widerspreche ich energisch. Ich versuche den Humor nicht zu verlieren, was bei der steigenden Dumpfbackenzahl unter uns Cachern nicht einfach ist.

Cache & Dog – Die Vorbereitung

Wieso setzt sich Frau Schatz mit diesem Thema auseinander? Sie hat doch keinen Hund, höchstens manchmal nen Vogel.
Ganz einfach: Familie Schatz bekommt vierbeinigen Familienzuwachs. Vor 4 Jahren mussten wir unseren geliebten Schäferhund Lena einschläfern. Nachdem wir sie mit 5 aus dem Tierheim geholt haben, hatten wir eine tolle Zeit. 7 wundervolle Jahre. Lange haben wir ihr hinterher getrauert. Nun sind wir wieder soweit…

Am Sonntag stand ein Familienausflug zum Tierheim an. Wir hatten aus dem Internet die Info von einem jungen Hund, der ausgesetzt worden ist. Genau diesen wollten wir uns ansehen. Zu seinem Glück hatte sich schon ein neues Zuhause gefunden. Die nette Dame vom Tierheim erzählte uns von ein paar Welpen, die zu vermitteln sind. Ein Blick und die Entscheidung traf unser Sohn…“Die ist süß und hat so weiches Fell!“ … und der kleine Fiffel hat sich sofort in unser Herz eingeschlichen.
Unser Zuwachs ist ein dreimonatiger Mischling aus Schäferhund, Boxer und Dogge. Wird also ne Nummer größer. Wir sind gespannt, wie viel größer.

Damit sich unser neues Familienmitglied gut einleben und wohlfühlen kann, müssen wir noch Einiges vorbereiten. Sämtliches Hundezubehör muss neu angeschafft werden, da wir damals alles verkauft bzw. verschenkt haben. Ein neues Gartentor ist fällig und die (noch) Kleene muss sich an uns gewöhnen. Jeden Tag fährt einer von uns oder alle zusammen zum Tierheim. Spazieren gehen, knuddeln und gewöhnen. Ich hatte ganz vergessen, wie sehr Hunde Lebensqualität schenken.

Unser Sohnemann darf der Kleenen einen neuen Namen ausssuchen. Das hat schon einige Lacher gebracht. Wer möchte schon gerne „Bernie das Brot“ heißen? Ein paar Tage hat Tim noch Zeit dazu.

Ich freue mich sehr, wenn wir die Kleene bei uns haben. Ein bisschen Gedanken macht mir die Welpenerziehung, denn da haben wir noch keine Erfahrung. Betonung auf noch! Neben Spielgruppe und Hundeschule werde ich auf jeden Fall diverse Dosen als Trainingsmaterial bereit halten. Schliesslich wird unsere Kleene ein Familien-Cacher-Hund.

Dieses Geodingens

Eben habe ich per Zufall den Bericht zum „Geocatching“ im WDR gesehen. Mir haben sich die Fußnägel hochgedreht. Neben Fehlern in der Berichterstattung, wie z.B. Querfeldein-Laufen, war mein übelster Aufreger der Ausdruck Geocatching. Wenn ich recherchiere und mir nen Cacherkollegen einlade, dann darf so was nicht sein.

Und was macht Frau Schatz, damit die Fußnägel wieder runterdrehen? Ich suche nach humorigen Wortkreationen unser Hobby betreffend.

Geocatching: wir schlagen Erde, egal ob schaumig oder matschig?
Geokäsching: wir befassen und mit Erdkäse?
Geokesching: wir fangen Erde mit einem Kescher?
Geocasher: wir bezahlen mit Erde?

Aber eigentlich ist es ja gut so, denn auf solche Hobbys hat wirklich niemand Lust.

Szeneberühmtheit

Nach dem Geocoinfest in Köln kreisen Tweets, Links und Bilder durch die Community, die mich nachdenklich machen. Wie muss es sein, wenn man „bekannt“ ist. Eine Person des öffentlichen Lebens, die gerne Geocaching betreibt?

Da kann man nicht so einfach zu Events hinhuschen und sich unter das Volk mischen. Da wird man umringt von Autogrammjägern. Es werden einem Löcher in den Bauch gefragt. Andererseits werden solche „Szeneberühmtheiten“ mindestens genauso oft gemieden. „Guck mal ist das nicht…?“ und jede Bewegung wird aufmerksam beobachtet. Angesprochen wird nicht, denn schließlich hat man Benimm und grenzt sich von Otto-Normal ab.
Mir selbst ist es bei einem Event genau so ergangen. He, das ist doch… Im Nachhinein hat mir derjenige leid getan. Stand abseits mit denjenigen, mit denen er gekommen war. Ob sich dies später geändert, hat vermag ich nicht zu sagen, weil ich selbst nicht lange da war.

Wie gehen „Berühmt- bzw. Bekanntheiten“ in Muggelzonen cachen? Geht das überhaupt? Verkleidet oder nicht, also Stadt oder Wald ist die Frage. Wie fühlt man sich als „Bunter Hund“ innerhalb der Community?

Getreu dem Motto „Da sollen sich doch die anderen mit rumschlagen!“, verdrücke ich mich unbekannterweise im Wald. Und ich bin froh darüber.