Dosenge(d/r)icht

Eine Dose klein und fein,
wollte unbedingt was Besonderes sein.
Gestartet als Schlankes Etwas mit Vitamingedöse,
welches man schnell in Wasser löse.
Wollte hinaus in die nahe, weite Ferne,
wo jeder sie bewundere gerne.

Lange lag in der Schublade versteckt,
wurde sie von suchenden Händen entdeckt.
Ein schickes Kleid aus unterschiedlichem grün,
durfte sie sich vor dem Spriegel drehen sehn.
„Jawoll!“schrie sie heraus,
„so möchte ich in die Welt hinaus!“

Gesagt, getan und nicht lange überlegt,
wurde sie an einem Mülleimer niedergelegt.
Ach ne das ist nicht korrekt.
Lieber zwischen Eimer und Aufhängung versteckt.
Die kleine Dose, großer Graus,
wollte unbedingt aus dieser misslichen Lage raus.

Was bin ich denn schon, so wie Dreck
in eine kleine Ritze gesteckt.
Wollte doch was Schönes sein
und des Cachers Herz erfreun.
Doch das Gegenteil ist der Fall.
„Mein Owner der hat wohl nen Knall!“

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Die Möglichkeiten, mich Dose zu finden,
muss jeder Owner erst lange ergründen.
Dann glänzen die Augen und es freuen sich die Sucher.
Schreiben nie wieder ins Logbuch lange Verflucher.
Drum bitte ich alle Cacher an dieser Stelle:
Macht vorm Dosenlegen ne Riesenwelle.

Schaut euch die Location an,
macht ne super Tarnung dran.
Gebt euch Mühe beim Ausmessen
und ein fehlerfreies Listing nicht vergessen
Dann ist eine jede Dose toll –
das Cachen einfach wundervoll.

Mehr davon

Wenn ich im Listing Drive-In lese, weiß ich, es handelt sich um einen a) schnellen Fund und b) ich rechne nicht unbedingt mit einer herausragenden Location.
Wenn ich dann noch die Rede von Strom ist – klar: Stromkasten, Strommast, Trafohäuschen. Nix Besonderes also.
Es geht aber auch anders:

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Hier hat sich ein Owner richtig Mühe für seinen Drive-In gegeben. Ich bedanke mich für die schöne Umsetzung und sage – Gerne mehr davon!

Mal eben so … Rastplatzdosen

Es ist Samstag und ich bin auf dem Weg nach Potsdam. Ganz viele Dosen liegen ungesucht links und rechts neben mir in der Landschaft. Wie gern würde ich von der Autobahn abfahren, um mir eines dieser Döschen zu pflücken. Leider wird das nix, denn ich bin nicht allein unterwegs.
Meine Verwandtschaft im Auto weiss von meinem Hobby. Irgendwann erbarmt sich meine Cousine und fragt, ob ich schon ne Dose in Sachsen-Anhalt gefunden hätte. Ich verneine. Dann meint die Besatzung, dies könne ich ja ändern. Ich könne doch mal schauen, ob hier an der Raststätte was wäre. Und…. 127 Meter bis zur nächsten Dose. Toll. Noch toller, weil D1 und T1. Optitmal bei kleinem Zeitfenster und feinem Zwirn.
Binnen Minuten konnten wir uns ein wenig die Beine vertreten und ich einen Länderpunkt klarmachen. Es muss nicht immer aufwendig sein, um mich glücklich zu machen. Manchmal reicht auch einfach ne Dose an der Leitplanke.

Und wer sich nun fragt, ob ich in Brandenburg (Potsdam liegt ja schließlich in diesem Bundesland) einen Fund verbuchen konnte… sicher! Ein kleiner Verdauungsspaziergang reichte aus.