Ausbildung als Chance

Nein, das ist kein Artikel über Jugend und Arbeit.

Zur Zeit komme ich selten selbst zum Cachen. Wenn überhaupt sind es flotte Tradis am Wegesrand, die selbst ein blinder mit Krückstock finden kann (allerdings muss es ein blinder Cacher mit Krückstock sein). Das frustet mich ziemlich. Sollte das so weiter geht, nutze ich meine Lock&Lock-Dosen wieder auf herkömmliche Weise.

Der einzige Lichtblick ist eine Veranstaltung, die mich 2009 selbst aufs Cachen aufmerksam gemacht hat. Eine Kollegenfortbildung zum Geocachen. In einer kleinen Runde wird Input zu Thema gegeben. Anschließend ein selbstgelegter Multi gesucht. Bin schon ganz neidisch, weil ich denen wirklich nette Stationen gezaubert habe, um die Möglichkeiten aufzuzeigen. Als Bonbon dürfen die Teilnehmer soger einen echten Cache (nämlich meinen) suchen. Anschließend erfolgt der Transfer auf unsere Arbeit bzw. Einsatzmöglichkeiten bei Kinder und Jugendlichen.

Ob ich mich sorge, damit die Nische größer zu machen? Welche Nische? Dosensuchen ist mittlerweile sehr bekannt, aber es zu kennen heisst nicht, es zu mögen bzw. selbst zu betreiben. Ich vertrete nach wie vor den Standpunkt: Wer auf Dosensuche geht, sollte wissen, wie es funktioniert und welche „Spielregeln“ gelten.

Ich werde den Montag genießen. Gegen Bezahlung von meinem Hobby sprechen und geführtes Cachen zu betreiben. Bin mal gespannt, wie sehr sich die Teilnehmer beim Suchen ereifern und hoffentlich glänzende Augen beim Fund der gebastelteten Finaldose bekommen.

Advertisements

Wenn…dann!

In den letzten Tagen war es hier sehr still. Nichts passiert? Weit gefehlt. Frau Schatz war auf Fortbildung. Auf der Tagesordnung stand u.a. Workshops in den Bereichen Erlebnispädagogik und Improvisationstheater, die ich gerne besuchen wollte. Leider sagte eine Referentin ab. Menno. Zum Glück für den Veranstalter waren lwal0130 und ich da. Somit konnte die Lücke durch einen Workshop im Bereich Geocachen mit tollem Praxisteil bereichert werden.
20120315-211427.jpg
Man vergisst schnell, wie es ausschaut, wenn ein Newbie seinen ersten Fund verbuchen kann. Jetzt habe ich es wieder vor Augen. 6 Kollegen suchen einen Nano. Nach 10 Minuten hatte die jüngste Kollegin den richtigen Blick und wurde erfolgreich angefixt (das abendliche Extraprogramm nahm sie liebend gern mit).
Und sonst? Im Feierabendbereich viele schöne Dosen gesucht, gefunden und mit Schleifchen prämiert. Ich sag es mal mit Bildern…
20120315-211802.jpg
Der Turm im Nirgendwo, der extra für die Geliebte gebaut wurde, damit sie ob ihres Heimwehs, die alte Heimat wenigstens sehen konnte. Das waren damals Männer!
Leider konnten wir wegen Nebel nicht ganz viel sehen.

20120315-210816.jpg
Die nostalgische Reise ging weiter…ein (An)ruf aus der Vergangenheit.

20120315-211020.jpg
Diese „Säule“ hat uns gefallen.
Die jeweiligen Tagesabschlüsse waren sakraler Natur. Sie werden mir aufgrund der Location auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben. Im Dunkeln die besinnliche Stille genießen…

20120315-211315.jpg

Hier komme ich gern wieder. Amen!

Verantwortungsvoll angefixt

Heute stand Bildung auf der Tagesordnung. Fortbildung. Und dieses mal inhaltlich voll in mein Hobby greifend. Medienpädagogik und Outdoor.

lwal0130 und ich als erfahrene Geocacher waren hier gegenüber den Newbies im Themenbereich Geocaching klar im Vorteil. Nach viel Input ging es in die Praxis. In der Kleingruppe hat sich Frau Schatz u.a. mit QR-Codes befasst. Wir sollten dann für eine andere Gruppe eine Aufgabe entwickeln. Also bastelten wir eine Fotostrecke, einen QR-Code und als krönender Abschluss nen Cache, den wir extra zu diesem Zweck ausgelegt haben. Ich sag nur herrlich. Hat das Spass gemacht. Da wurde die Finallocation so gründlich untersucht, weil der Hint „Prost“ lautete. Der Sektkorken konnte nach einer laaaangen Weile gefunden werden. Ich glaube, es wurden einigen Pädagogen tolle Anregungen für die praktische Arbeit an die Hand gegeben.

Beim Lesen werden sich bestimmt einige Cacherkollegen aufregen. Noch mehr PR für ein Hobby, was eher im Verborgenen bleiben soll. Ich bin hin und her gerissen.

Aber eines steht fest: Cachen ist eine (von vielen spannenden) Methoden, um Kids nach draußen zu locken und ihnen Erlebnisse unterschiedlicher Couleur zu bieten. Generell stelle ich mir die Frage, ob die Kollegen, die hier möglicherweise angefixt wurden, sich noch Zusatzinfo einholen, um in ihren Einrichtungen Geocachen verantwortungsvoll zu betreiben? Damit meine ich, Kindern und Jugendlichen die Grundregeln des Geocachens beizubringen. Respekt sowohl mit fremden Eigentum und der Natur. Ich hoffe es für sämtliche Owner. Einen Tip dazu:
Zum Üben sollten sich Kids an Testcachen probieren.

Was wäre Euch noch wichtig? Welche Erfahrungen habt ihr zum Thema gemacht? Schreibt es auf, dann kann ich eure Anregungen weiterleiten.

Und wer jetzt schimpft… Wie kann man nur? … Dem sei gesagt: Nicht alle finden Geocachen toll und das ist auch gut so!