Man lernt nie aus

Ja, das konnte ich heute merken. Ich dachte ich wüsste, was kindertaugliche Caches haben müssen. Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen schöne Location, die für Kinder etwas reizvolles zu bieten hat. Ich sehe witzige Verpackungen und vor allem große Dosen. Ich sehe Orte, an denen Kinder sich wohlfühlen können, ganz ohne das „Vorsicht!“ oder den mahnenden Zeigefinger von Eltern.
Spiel, Spass, Spannung! Zu meiner Kinderzeit waren das die Prädikate, die Kinder motiviert haben.

Aber…
Ich wurde eines besseren belehrt! Ein kindertaugliches Cache war im heutigen Fall zwar eine große Dose, allerdings lieblos an eine Leitplanke im Kreuzungsbereich geklatscht. Spannung hat in diesem Fall der Erwachsene, der den Nachwuchs vorm Überfahren werden schützen muss. Selbst Tauschen mag ein Kind hier wohl eher nix, denn der Cache enthielt nur Tinnef (aber das ist ein anderes Thema).
Wie gut, dass ich mein Kind nicht dabei hatte!!!

Nachruf für meine Heimstrecke

Wer mich kennt, der weiß, dass ich mit Kids arbeite. Unter anderen nutze ich Geocachen, um „meine Bande“ aus der Bude in die Natur zukriegen. Deshalb hatte ich einen kleinen Multi gelegt, den ich mit Kindern und Jugendlichen anfahren konnte. Mein WaWaWo war der erste, aufwendigere Multi, den ich als Newbie gelegt habe. Nach Startschwierigkeiten, die sich gern mal einstellen, wenn Frau betriebsblind ist, hing mein Cacherherz an diesem Fleckchen Erde. Mittlerweile waren diverse Muggelhürden gegessen. Es lief.

Im Vorbeifahren konnte ich immer mal wieder den Blick auf eine Stationen erhaschen. Eine Brücke, wunderschön gelegen. Vor ein paar Tagen konnte ich die Brücke nicht mehr sehen.

Grund für eine spontane Wartung. Die Natur holt sich alles wieder. Entweder auf Zeit oder im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen. Letzteres ist passiert. Neben der Station war auch das Final weg. Das sind auf jeden Fall drei Argumente, um diesen schönen Weg durch die Natur ruhen zu lassen.

Eine Dose ist halt nicht für die Ewigkeit!

Cachen mit Kids

Seit ein paar Tagen beschäftigt mit folgende Frage: Mögen Cachers-Kinder das Hobby ihrer Eltern? Ist es nach Ihrem Geschmack, von a nach b und c zu gondeln? Events zu besuchen, wenn sich die Unterhaltung nur um Cacherskram dreht? Wenn ich bei uns daheim schaue, dann hat mein Sohn Tim nicht wirklich immer Lust mit Mama Cachen zu gehen. Wenn wir erstmal unterwegs sind, packt ihn das Fieber. Dann heisst es „Mami, noch einen!“ Mich freut das selbstverständlich, denn ich könnte stundenlang Dosensuchen. Andererseits, was tue ich, um ihn dahin zu bekommen? Wäre er nicht bisweilen bei anderen Freizeitaktivitäten besser untergebracht, weil es ihm ganz persönlich Spaß macht? Alle Eltern haben ihre Strategien…nachher nen Eis, gelbes M, o.ä.. Ist das fair, sein Kind zu manipulieren? Egoismus eines Cachers? Zwanghaftes „auf Familie machen“ obwohl nur einer, nämlich der cachende Elternteil Spaß daran hat?
Ich habe mich entschlossen, nicht mehr meine Familienausflüge nach Dosen zu planen. Das merken meine beiden Männer eh. Egal, wo wir hinfahren, ich habe das GPS dabei und wenn beide Lust haben, wird gesucht. Mir geht es dann um das Zusammensein mit meiner Familie und nicht ums Dosensuchen. Wenn ich Cachen möchte, dann plane ich Touren allein oder mit Kollegen.
Ich möchte nicht anklagen oder moralisieren, sondern bin einfach neugierig. Wie geht ihr damit um? Welchen Standpunkt habt ihr zum Thema?