Der Zauber des Gefundenen

Was schätzt Du am Suchen? Wenn ich diese Frage einem Geocacher stelle, werden sicherlich einige der folgendenden Gründe genannt:
Natur, Abenteuer, Unternehmung mit Freunden und Familie, körperliche und geistige Herausfoderung und …
Der Zauber des Gefundenen. Manchmal spüre ich diesen ganz deutlich, wenn ich lange nach einer Dose gesucht und geflucht habe, wenn ich viel Energie aufwenden musste, um dieses unscheinbare Etwas eines Logbuches signieren zu dürfen.
Oft wie auch heute spüre ich dieses Zauber, weil ich an einen Ort gelotst wurde, der etwas besonderes ist. Ganz speziell für mich. Die Schönheit der Location, eine Aura von Geschichte. Das Gefühl, welches mir sagt „Hier wäre ich ohne mein Hobby im Leben nicht hingekommen!“

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Was soll an diesem Stein so besonders sein?
Für diesen Stein, bin ich durch Hagel gefahren, sogar verfahren, klatschnass und dreckig stand ich heute mitten im Nirgendwo und habe es mal wieder mehr als deutlich gespürt…

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Der Zauber des Gefundenen!

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Sind sie nicht alle … reloaded?

Pling – eine Benachrichtigungsmail. Neue Dose „xyz reloaded“ Ein Blick auf die Karte zeigt mir, dass ich an der Location schon mal war.
Was heisst das eigentlich dieses „reloaded“?
Eine Dose der gleichen Machart an die gleiche Stelle legen? Das gleiche Erdloch?
Erinnerung an eine Dose, die hier mal lag (und im günstigsten Fall toll war)?

Warum bleibt dann nicht einfach das Vorgängermodell und ich adoptiere? Bin ich so einfallslos, dass ich nachahme?
Wenn ich „reloaded“ lese, habe ich fast schon keine Lust mehr diese Dose zu suchen. Und das liegt nicht an gleicher Location, denn wenn sie mir gefällt, komme ich gern wieder. Und in gewisser Weise sind interessante Örtlichkeiten immer bedost. Manche schon zum x-ten mal.
Also: Spart Euch das „reloaded“ und macht selbst.

Der Schmunzler zum Schluss: Stellt euch vor jemand legt „Germany’s first – reloaded“

Gehen wir in den Untergrund

Alles hat zwei Seiten: Hell und Dunkel, Ying und Yang, Gut und Böse.
Bezogen auf Geocaching: Entweder man legt bzw. sucht bei Groundspeak legal mit Brief und Siegel. Der Vorteil liegt auf der Hand. Da wo ich suchen möchte, ist es a) erlaubt und b) je nach Terrainwertung und Attributen nicht gefährlich für Leib und Leben.
Alles, was nicht den Guidelines entspricht, wird bei Groundspeak keinen Anklang finden (es sei denn, die Reviewer werden in Listings belogen und betrogen).

Wenn ich allerdings Interesse habe, illegale Dosen zu Legen bzw. zu suchen, muss ich in den Untergrund gehen. Vermeintlich verbogen im Netz, total anonym (nur mit angemeldetem Login). Hier schaut mir kein Reviewer über die Schulter und sagt „Du, Du, Duuu!“ Nein, hier kann ich mich so richtig austoben – und zwar genau so lange, bis die Handschellen klicken oder der Kranken- bzw. Leichenwagen kommt, um die Verluste meiner „spannenden, absolut illegalen Dose“ einzusammeln.
Neben dem Eigen- bzw. Fremdschaden kriegt das Image aller Geocacher auch mal im Vorbeischliddern eine PR-Kerbe verpasst. Aber egal, es sind schließlich tolle Dosen!
Und genau aus diesem Grund muss anscheinend das Regelkonstrukt eng gehalten werden und wird bestimmt noch enger werden.

Ob ich jetzt übertreibe? Bestimmt, denn ich will Eure Aufmerksamkeit. Ich glaube nicht, dass durch ein paar Zeilen die Community nun komplett regelkonform beim Legen und Suchen verhält (schön wäre es ja).
Meine Bitte: Lasst Euch nicht für Illegales vor die Karre spannen! Ihr schadet allen!

Besserverstecker gesucht

Gestern erschien ein neuer Cache in meiner homezone. Beim Blick auf die Karte, wusste ich genau, wo unsere heutige Radtour hingehen sollte. Das listing habe ich mir nicht näher angeschaut.

An der Location angekommen, sagte Herr Schatz „Hier war doch schon mal was und zwar da oben. Ach da ist ja die Dose!“
Ungläubig schaute ich hinauf und war total enttäuscht. Es war wirklich an genau der gleichen Stelle ein Filmdöschen. Hoch – für mich ohne Hilfsmittel zu hoch.
Ob ich nochmal wiederkomme? Nein! So versessen auf nen Punkt bin ich nicht.
Ich merke, dass ich schon etwas dabei bin und die Zweit- bzw. Drittbedosung einer Location mitbekomme. Ich wünsche mir dann allerdings eine Änderung des Versteckes. Bei Newbiecaches wird das sicherlich schwierig, denn wer von ihnen weiß um die Dosenhistorie einer Location? Mein Tip: Jemanden von den Silberrücken fragen? Das wäre z.B. eine Möglichkeit, damit unser Hobby Spaß macht (und zwar allen).

Locationswahl

Gestern wurde ein Cache gepublished, der mich nun veranlasst ein paar Zeilen zum Thema geeignete Location zu schreiben.
Stein des Anstoßes ist ein Schulcache. Schulen bzw. Kindergärten oder Spielplätze zu bedosen, finde ich suboptimal. Zu Öffnungszeiten muss ein einzelner Cacher aufpassen, dass er nicht flott in die Schublade des Spanners (oder schlimmeres) gesteckt wird. Bleibt nur die Abendzeit bzw. die Ferien oder man kommt mit dem eigenen Nachwuchs bzw. borgt sich Pseudo-Kids aus. Ausserdem ist die Gefahr des Enttarnens einer Dose ziemlich groß. Kinder bekommen vieles mit (vor allem, das, was sie nicht sollen). Ist das die Intention eines Owners? Wünscht man sich als Dosenleger nicht Funde und/oder nette Logs?
Ich für meinen Teil suche nicht mehr jede Dose und wenn ich Schule oder Kindergarten in der Beschreibung lese, schreckt es mich eher ab. Schade eigentlich, denn vielleicht würde sich so manches Döschen bei mehr Cacher-Erfahrung an anderer Stelle um so besser machen.

Wie Perlen auf einer Schnur? oder Alles muss bedost werden!

Seit ein paar Tagen pingeln die Benachrichtigungsmails. Eine nach der anderen. Sauber in meine Homezone (in diesem Fall nenne ich es schon fast den Vorgarten) gelegt. Oder sollte es doch geworfen sein? Ein Blick auf die Karte verheißt nichts Gutes, doch zunächst möchte ich mir vor Ort ein Bild machen. Dies habe ich nun in drei Etappen getan. Drei mal bin ich die gleiche Straße runtergefahren. Es handelt sich um die Hauptverkehrsstraße durch ein Dörfchen mit grünen Schildern. Hier liegen mittlerweile 11 Tradis auf einer Strecke von ca. 2,5 km.
Die Qualität der Dosen ist unterschiedlich. Manche Dosen wurden mit Aufwand gelegt, andere einfach nur hingeschmissen.
Alle an vermeintlich interessanten Locations gelegt. Stellenweise fragte ich mich, ob der einzige Baum einer Feldwegstrecke wirklich ne Dose verdient, aber das mag jeder für sich entscheiden.
Genau so auch die Frage, ob solche Dosen überhaupt geloggt werden sollten?
Diese hier habe ich einfach nur liegen lassen (und es wäre der SFT gewesen).

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Wenn alle Dosen so lieblos in die Luft bzw. den Baum geschmissen würden, wäre es Zeit für ein neues Hobby.
Ich erinnere mich an meine Anfänge als Ownerin. Da habe ich Dosen in die Welt geschmissen, allerdings wurden wenigstens schöne Stellen bedost (glaube ich). Jugendsünden holen einen ein! Bitte, lieber zukünftiger Owner überlege gut, was Du der Community tolles (an)tust. Lieber Klasse statt Masse! In meinem Homezonen-Fall ist Potential da. Leider auch einiges, was am liebsten wieder ins Archiv wandern sollte.