Spuren im Album

Genau dies hinterlassen mittlerweile viele TBs und Coins im Fotoalbum meines iPhone. Im Zeitalter des Computers in der Tasche verwende ich keine Zeit mehr für das Schreiben der Trackingnumber, sondern mache flott ein Bild. Und dann????
In meinem Fall passiert dann meistens nichts mehr, weil ich es schlicht und einfach vergesse. Ich bin discovermüde (jetzt habe ich mich geoutet).
Doch was passiert mit den TBs und Coins, die ich real in der Hand hatte und die ich geraume Zeit später nachlogge? Darf ich das? Ist das Cacher-Knigge-like? Meine Antwort wäre bis vor ein paar Tagen ein „Ja“ gewesen. Doch dieses „Ja“ ist durch ein paar Tweets meiner Timeline ins Wanken gekommen. Es erzählten Kollegen, dass Discover-Logs gelöscht wurden, weil das Wo nicht mehr angegeben werden konnte.
Ich verstehe das nicht. Warum? Ich freue mich, wenn meine TBs discovert werden. Lebenszeichen meiner Reisenden. Auch erwarte ich keine ellenlangen Ergüsse. Ein kurzes „Danke fürs Zeigen dieser schönen Coin“ reicht mir. Das Highlight sind Reisebilder. Selten und daher Ownerfreude.
Letztlich entscheidet jeder selbst, wie er mit seinem Eigentum umgeht… in dem Sinne werde ich, wenn ich Lust dazu habe meine Spuren im Album zum Spuren im Profil machen. BASTA!

Schlechte Angewohnheit

Mit Kopfschütteln habe ich auf die Logmüdigkeit bei vielen Kolleginnen und Kollegen reagiert. Für mich war es immer der Abschluss eines Cachetages.
So war das mal.
Heute hat mich die Seuche der Nachloggerei befallen. Hier das Krankheitsbild.

Symptome:
Trennung von Cachen und Loggen. Verzögertes Logverhalten, manchmal erst Tage oder Wochen später. Die Loglänge und die Intensität des Erlebten nehmen ab. Vereinzelt werden Dosen vergessen.

In dem Sinne widme ich mich jetzt mal lieber dem Nachloggen, anstatt diesen Artikel noch länger zu machen.

Schwer und langweilig

Diese beiden Schlagworte reichten aus. Mit zwei Worten ließen sich zwei Caches loggen. Ja richtig, zwei!

Minimalistisch? Ja! Unhöflich oder ungebildet? Man weiss es nicht. Spekulationen sind möglich.
Was bekannt ist… dieser Kollege hat 5 Dosen gefunden. Was soll man da schon erwarten.
Es zeigt mir aber, wie wertvoll Erklärungen sind. Ich bin damals gründlich in die Gepflogenheiten und den Sprachcode eingeführt worden (Danke Freddus).
Allen Newbies, die ich begleiten durfte, habe ich genau das weitergegeben. Ich glaube nur so kann es gehen. Neben den Kurzinfos (ich schrieb bereits darüber) in Listings (extra für Newbies) setze ich auf Vorbilder.

Und bei allem… Es ist nur ein Spiel. Also ärgere ich mich nicht zu sehr und informiere über die mir bekannten Spielregeln und Finessen.

Persönlich hoffe ich, dass dieser Newbie entweder schnell lernt oder selbst mal das Gleiche zu lesen bekommt.
BTW: die eine Dose, die mir gehörte war handgearbeitet.

Gegen Smartphone-Flegelei und Newbie-Gehabe

Vor ein paar Tagen habe ich einen Artikel über das Loggen geschrieben. Als Reaktion darauf bekam ich heute eine Verlinkungsanfrage mit einer meiner Meinung nach sehr guten Idee.

Wir alten Häsinnen und Hasen bei GC meckern viel über Newbie- bzw. Smartphone-Unarten. Vielfach liegt es am mangelnden Wissen. Um diesem vorzubeugen, stellt dieser Kollege via Verlinkung die notwendigen Basics ins Listing.
Schaut es Euch an… Cachebeschreibung nebst Basiswerk und Cacherknigge.

Mir gefällt dieser Vorschlag und werde meine zukünftigen Listings in dieser Art gestalten.
Danke Migido für diese einfache und hoffentlich wirkungsvolle Alternative, um no-goes und shortlogs zu vermeiden.

Bin gespannt, wie die Resonanz der GC-Community ist.

Cacherknigge: Das Loggen

Der Abschluss eines Dosenfundes ist das Loggen. Zugleich ist es euer Feedback für den Cache.

In zweifacher Hinsicht hinterlässt man seine „Visitenkarte“. Zunächst per Kuli, Aufkleber oder Stempel im Logbuch des Caches. Dies ist Grundvorraussetzung, um im Internet einen Cache als gefunden angeben zu dürfen.

Was ist hier zu beachten?

  • Die Länge des Eintrags ist abhängig vom Format des Logbuchs. Hier gilt je kleiner um so kürzer. Ein Nanologbuch bespielsweise wird eng geloggt, damit der Owner nicht alle Nase lang zum Auswechseln kommen muss. Hilfreich bei dieser Form sind Initialen oder gar ein Teamlog (der später im Internet erläutert wird).
  • Nutzt den Platz im Logbuch, also auch die Rückseiten!
  • Es ist schön, wenn ihr in gößere Logbücher viel reinschreibt, bedenkt aber, dass sie oftmals vom Owner nicht gelesen werden (weil die Dosen gemuggelt werden). Kleiner Tipp: Mehr Energien in den online-Log legen.
  • Das Logbuch bitte wieder sorgfältig platzieren!

 

Der für den Owner und die Community wichtige Log ist der Virtuelle. Es ist dabei unerheblich, welche Plattform Ihr nutzt.

  • Bevor Du loslegst, überlege genau, was Du schreibst. Oft kann es nicht schaden, eine Nacht darüber zu schlafen.
  • Allen gemein ist das „Dankeschön“. Hier hat sich ein Owner (mehr oder weniger) Mühe gegeben. Das Mindeste ist ein „DFDC“ (Danke für den Cache) bzw. „TFTC“ (Thanks for the cache).
  • Logs sollen keine Beleidigungen enthalten!
  • Vermeidet Spoieler!
  • Kritik sachlich formulieren. Ein Tipp: minestens einen Lobpunkt auf einen Kritikpunkt (schreibt sich leicht, ich weiss, es kann oftmals schwer sein, wenn man sich über eine Dose geärgert hat).
  • Shortlogs bzw. Massenlogs gefallen keinem Owner. Plus 1, gefunden oder die automatisierten Fundbenachrichtigungen von Geocaching-Apps gehören nicht zum guten Ton.
  • Wenn es etwas zu beanstanden gibt, sollte es gesagt werden. Eine kurze Beschreibung des Mangels hilft jedem Owner die Situation realistisch einzuschätzen, ggfls. sollten sich Owner und Sucher vernetzen und Infos direkt vial Mail oder Telefon besprechen.

Dies war das Basic zum Loggen. Zum Plus gehört Rächtschreipung. Optimal ist es Fehler zu vermeiden. Sprache und Wortwahl kann ein „scharfes Schwert“ sein und „Ey Alder voll kraz!“ ist nicht das gelbe vom Ei.

Und zum Guten Schluss schmeiss ich 5 Euro ins Phrasenschwein und geb euch noch einen …
„Was Du nicht willst, dass man Dir tu, dass füg auch keinem anderen zu!“

Hab ich was vergessen? Einfach posten! Danke!

Wenn der Owner nicht will – Teil 2

Gestern kochten die Gemüter bei Facebook hoch. Grund ein negativer Log bei einem schlechten Cache und das Löschen desselbigen Logs.

Junge Junge, was da die Mails und Kommentare hin und her huschten. Es zeigt, die Bedeutsamkeit. Da regen sich die Gemüter. Es werden Notes und NAs geschrieben, Spontanevents vor des Owners Haus in Betracht gezogen (schliesslich handelte es sich um einen Owner-Spanner-Cache). Am Ende hat man sich wohl geeinigt. Vielleicht das Bierchen vom geplanten Cachermeeting im Kontrast zu Standing Ovations, zusammen getrunken und die Drecksdose gemeinsam beerdigt.

Generell frage ich mich jedoch, was es für Möglichkeiten gibt. Habe dem Kollegen vorgeschlagen, beim Loggen kreativ zu sein. Ironie ist eine wirksame Waffe, wenn sie gut verpackt ist. Besser als jedes „1+“. Es macht zudem viel Spaß.

Mal sehen was bei einem unterirdischen Cache dann im Listing steht. Stelle mir den schlimmsten Cache vor, den ich gefunden habe… Und das logge ich dann.

„Heute habe ich einen MeilenSTEIN meiner Cacherkarriere suchen dürfen. In bis in die Fingerspitzen reizender Umgebung (Scherben), hatte ich das Erlebnis von Bedeutsamkeit und viel Aufmerksamkeit. Soviel nette Menschen um mich rum (Cache der tausend Augen), da vergisst man schnell, warum man eigentlich da ist. Die Dose selbst, formvollendete, individuell, zeugt vom guten Methol-Geschmack seines Owner. Lobenswert finde ich beim Logbuch, den Recyling-Gedanke. So können, alte und lose Zettel nach dem Erstgebrauch immer noch eine wichtige Funktion einnehmen. Erstens saugen sie Nässe auf, zweitens lassen sie sich besser in die kleinsten Ecken reindrücken (zusammenknüllen). Alles in Allem ein abwechslungsreicher und nachhaltiger Tradi, der seiner Difficulty von 1 mehr als gerecht wird. Der Owner hat versucht, das allerletze aus seinen Möglichkeiten, was Können, Kreativität und Aufstöbern von alternativen Locations betrifft, herauszuholen.
Danke, Danke und nochmals Danke.“

Und nachdem ich das geschrieben habe, ist mein Grinsen so breit. Ach ich könnt stundenlang so weiterschreiben. Aber vielleicht könnt Ihr das ja besser. Bin gespannt.