Ich habe eine Dose gefunden!

Na das ist ja toll! Und was soll daran so besonders sein, fragt sich der geneigte Leser dieses Blogs?

Vor ein paar Tagen kam ich an eine Location, die laut GC unbedost ist. Es handelt sich um den Stimmstamm bei Meschede. Das Gasthaus ist ein Lost Place. Verrammelt und Vernagelt rottet er so vor sich hin und erinnert an bessere Zeiten. Mit meinen Lieben habe ich mich dort im Außenbereich umgesehen und in die Fenster gelinst. Ich konnte es mir nicht vorstellen, dass hier keine Dose liegt. Also schaltete ich auf Oberflächen-Suchmodus im Grobformat. Und siehe da… Fund! Eine Filmdose. Beim Öffnen hielt ich ein jungfräuliches Logbuch in Händen. Dies musste sofort signiert werden. Allerdings ist es schon ein bisschen komisch, nicht genau zu wissen, welchen Cache man da gefunden hat. Ich habe dies zusammen mit meiner Email ins Logbuch geschrieben. Mal sehen, wann und ob mich ein GC-Code erreicht.

Und die Moral von der Geschicht?
Vergiß an interessanten Locations das Umschauen nicht! 😉

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Nicht vergessen!

Heute wurde ich auf die neueste Ausgabe des Geocaching-Magazin aufmerksam gemacht. Zu meiner großen Freude befindet sich ein toller Artikel über den archivierten Lost Place „Was bin ich?“ darin. Der Cache, den mein Kollege Splitti und ich zusammen erdacht, gelegt und gewartet haben. Der uns sehr am Herzen lag. Der uns so viele Stunden immer neue Impressionen aus alten Zeiten brachte.

Ich bedanke mich bei Iris Schulte Renger für den einfühlsamen Artikel, der die damalige Zeit lebhaft ins Wohnszimmer holt. Die ausgewählten Bilder spiegeln den Charme dieses besonderen Ortes wieder.

Es freut mich persönlich sehr, dass „unsere Location“ doch nicht vergessen ist, auch wenn es den Cache nicht mehr gibt.

Einen Cache in England legen

Heute stand in meinem Kalender „Outdoor-Tag“. Wer jetzt denkt, Frau Schatz war cachen, klettern oder paddeln, der irrt.
Mit ein paar netten Kolleginnen und Kollegen (darunter auch zwei Cacher) waren wir hier…

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Es handelt sich um The Princess Royal Barracks. Ein riesiges, eindrucksvolles Gelände. Zunächst ging es durch die Kontrolle und dann im Autokorso zwischen verschiedenen Gebäuden, Hallen, Werkstätten, Fuhrparks und Hubschraubern entlang. Einsam im „hinteren“ Teil, lag unser Ziel: Das Übungsgelände der Verkehrswacht Gütersloh. Nach kurzem Einnorden durch den Kursleiter wurde dann Gas und Gummi gegeben, was die jeweiligen (Cacher-)Mobile hergaben. Ob auf trockener oder regennasser Fahrbahn. Ein tolles Erlebnis, was ich nur empfehlen kann.
Ich wäre gern noch länger dort geblieben, um Fotos zu machen. Da gab es so tolle Motive. Ich konnte lediglich im Vorbeihuschen ein paar mal „abdrücken“. Gut, dass dies nicht auch die Soldaten mit dem MGs dachten, an denen wir vorbei fuhren.
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Die cachenden Kollegen und ich überlegten uns, welch geniale Locations hier wären. Und der Clou… Ein Länderpunkt in der Homezone. Ich hab England noch nicht im Profil 😉

Der Vorhang fällt

Seit 4 Stunden ist das eingetreten, was ich immer gefürchtet habe:
Ich musste meinen Lieblingscache archivieren. Aus für „Was bin ich?“.
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Somit verschwindet ein spannender, riesengroßer Lost Place mit reichlich Inventar ins Archiv.
Manche von euch haben viele Fotos gemacht. Sie erzählen die traurige Geschichte der Molkerei Schulze in Espeln. Das einst wirtschaftlich florierende Unternehmen wurde durch Verluste und Krankheiten geliebter Menschen dem Verfall preisgegeben. Was bleibt sind Erinnerungen an längst vergessene Zeiten und Personen. Schaurig, nachdenklich, melancholisch, traurig. Diese Stimmung wechselte sich zumindest bei mir ab, wenn ich bei zahllosen Besuchen immer wieder neue Eindrücke sammeln konnte. Ich für meinen Teil habe mir eingebildet, diesen „Vergessenen“ einen Platz in der Cacher-Nostalgie eingerichtet zu haben. Eine relativ lange Zeit durfte dieser Ort Zeitzeuge sein.
Nun heißt es Abschied nehmen. Der Eigentümer hat das Gelände neu eingezäunt und den Zutritt unter Strafanzeige gestellt. Genau hier setzt die Ownerverantwortung ein. Mein Mitowner Splitti und ich wollen keinen Ärger und nicht kriminalisieren.
Vielen Dank für eure tollen Logs und die faszinierenden Bilder.
Ich werde diese Location immer im Gedächtnis behalten. Sie war mein 6er in der Location-Lotterie. So was werde ich wohl nicht mehr finden.
Und zum Schluss..

Danke Splitti für die schöne Ownerzeit!

Gefährliches Hobby

Heute berichtet die Presse und diverse Geocachingblogs bzw. andere Kanäle vielerorts von dem Todesfall in Prora (Rügen).
Ob der verunglückte Mann etwas mit unserm Hobby zu tun hat, einfach neugierig und oder unvorsichtig war, ist noch nicht bekannt. Ich möchte nun nicht spekulieren oder Schlagzeilen aufwärmen, sondern mache mir Gedanken zum Thema „Gefahren beim Geocachen“.

Wer Lost Places aufsucht oder Caches mit hoher T-Wertung macht, der begibt sich generell in Gefahr. Es kann immer was einstürzen oder abbrechen.
Wichtig ist, niemals nie allein! Wenn Euch was passiert, könntet ihr ggfls. nicht mehr in der Lage sein, euch selbst zu retten oder Hilfe zu holen.
Jeder Schritt will gut bedacht sein. Ruhe und Zeit sind das a und o.
Gute Ausrüstung (Seil, Gurt, Helm, Taschenlampe) minimieren das Risiko.
Bereitet Euch gut vor und lest das Listing ggfls. Logs um vor Ort nicht überrascht zu sein.

Hier noch eine Fragestellung, die mich beschäftigen?
Wie wichtig ist der Adrenalienfaktor beim Geocachen?
Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die so einiges aufs Spiel setzen, um einen Cache zu „holen“. Da ich nicht klettere, bleibt mein Adrenalinfaktor bei dem Erklettern von kleinsten Baumhindernissen, naheliegenden Lost Places oder nächtlichen Erlebnissen beim Cachen ausreichend bedient.

Aber auch hier gilt, ich bin nicht der Maßstab!