Neulich in der Reviewer-Warteschlange

Der kleine Tradi am Wegesrand fand sich am Ende einer laaaangen Schlange wieder. Sein Owner hatte ihn losgeschickt.
„Nanu? Was ist hier denn los?“ fragte er verwundert. Da drehte sich der Multi vor ihm um. „Ach, zum ersten mal in der Warteschleife?“ Der kleine Tradi am Wegesrand nickte. „Manchmal geht es hier schnell, doch oft kann es auch dauern. Meist liegt das an den Ownern, die zu dumm sind, sich an die Richtlinien zu halten.“ schnaubte der Multi und zeigte auf einen Tradi, der zerknirscht von vorne kam und sich hinter ihnen anstellte. „Was ist passiert?“ fragte der kleine Tradi am Wegesrand. „Ach“, jammerte der andere Tradi „mein Owner hat mich in einem Naturschutzgebiet abgelegt.“ „So’n Vollpfosten!“ stichelte der Multi. „Weiß doch jeder, dass das nicht geht. Dein blöder Owner ist Schuld, dass wir hier in der Warteschlange Grünspan ansetzen.“
Plötzlich reihte sich ein Fragezeichen am Ende der Schlange ein. Der kleine Tradi am Wegesrand schaute ihn an, bemerkte aber gleichzeitig, dass der Multi nervös wurde. „Wer ist das?“ fragte der kleine Tradi am Wegesrand. „Sssschscht!“ raunzte der Multi. „Warum?“ flüsterte der kleine Tradi am Wegesrand.
„Sein Owner ist in der Cacherszene total bekannt. Immer hohe D-Wertung und gaaaaanz viele Favoritenpunkte.“ „Oh“ staunte der kleine Tradi am Wegesrand, „trotzdem sieht der hier aus wie jeder andere. Wartend in der Schlange.“ Das hatte das Fragezeichen mitbekommen. „Hab mal ein bisschen Respekt du kleine No-Name-Dose!“ mokierte sich das Fragezeichen.
‚Jetzt weiß ich genau, was Du bist – Hirnschmalzakrobat‘, dachte der kleine Tradi am Wegesrand.
Von vorne war lautes Klagen zu hören. Ein ziemlich imposanter Multi raufte sich die Logbuchstreifen aus und heulte vor sich hin. Der kleine Tradi schnappte „Abstandskonflikt“, „Gewerblicher Cache“ und „endgültig abgelehnt“ auf. „Alles umsonst“ weinte der Multi. „Die vielen Stunden Arbeit.“ Der kleine Tradi bekam es mit der Angst zu tun. Was, wenn er auch abgelehnt würde?
„Da hilft nur der Schönheitschirurg!“ schlug der Multi vor.
„Wie bitte?“ fragte der imposante Multi.
„Ein bisschen umbauen, neuer Name und neues Listing. Aber warte damit ein paar Tage. Dann klappt es bestimmt.“
Zuversicht glomm im Gesicht des imposanten Multis auf und er zog von dannen.
Der kleine Tradi rutschte immer weiter nach vorne. Er stand ja auch schon ne ganze Weile in der Warteschleife. Er träumte so vor sich hin….vom publish, von dem er schon so viel gehört hatte. Der FTF und weiteren Besuchern. Seine ersten Logs….
Jäh wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Ein Event hatte ihn in die Seite gerempelt und wollte sich durchmogeln.
„Heeee Freundchen, so geht das aber nicht. Stell dich hinten an!“ Der kleine Tradi machte sich extra breit. Wäre ja auch noch schöner.
„Du bist neu hier oder?“ fragte das Event. „Wir Events rutschen immer flotter durch!“
„Das ist voll fies!“ Der kleine Tradi regte sich auf, als das Event an ihm vorbeizog und sich siegessicher ganz vorn zum Reviewer begab.
Die Stunden vergingen. Es wurden Tage daraus. Immer wieder wurden Tradis, Multis oder Fragezeichen wieder nach hinten geschickt. Zum Nachbessern. Doch alles hat irgendwann ein Ende. So fand sich der kleine Tradi schließlich an einem Schalter wieder. Er war nervös. Sein Gegenüber ein ganz erfahrener Reviewer. Auf dem Schild stand „James Bond“.
„Der nächste bitte!“ James Bond winkte den kleinen Tradi vom Wegesrand heran. Er begutachtet ihn genau. Murmelte leise vor sich hin, schaute in seine Listen, hakte ab, schüttelte den Kopf, schaute auf, atmete durch und versenkte sich wieder in seine Unterlagen. Schließlich lächelte er den kleinen Tradi vom Wegesrand an, drückte einen Stempel in die Unterlagen und leitete ihn durch die Schranke. „Herzlich Willkommen in der Community. Du bist die 3 Millionste Dose auf Gottes Erdball!“ Alle anderen Dosen hinter ihm reckten sich die Hälse und tuschelten.
Der kleine Tradi am Wegesrand wurde rot. Er war… Wirklich? Doch eh er sich weiter ungläubig umsehen konnte, bekam er ein Badget umgehängt und wurde sanft, aber bestimmt aus der Schlange in die große, weite Cacherwelt geschoben.

Und wir können ihn suchen. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern meines Blogs ein schönes Osterfest.

Sind sie nicht alle … reloaded?

Pling – eine Benachrichtigungsmail. Neue Dose „xyz reloaded“ Ein Blick auf die Karte zeigt mir, dass ich an der Location schon mal war.
Was heisst das eigentlich dieses „reloaded“?
Eine Dose der gleichen Machart an die gleiche Stelle legen? Das gleiche Erdloch?
Erinnerung an eine Dose, die hier mal lag (und im günstigsten Fall toll war)?

Warum bleibt dann nicht einfach das Vorgängermodell und ich adoptiere? Bin ich so einfallslos, dass ich nachahme?
Wenn ich „reloaded“ lese, habe ich fast schon keine Lust mehr diese Dose zu suchen. Und das liegt nicht an gleicher Location, denn wenn sie mir gefällt, komme ich gern wieder. Und in gewisser Weise sind interessante Örtlichkeiten immer bedost. Manche schon zum x-ten mal.
Also: Spart Euch das „reloaded“ und macht selbst.

Der Schmunzler zum Schluss: Stellt euch vor jemand legt „Germany’s first – reloaded“

Smartphone-Cache

Heute flatterte ne publish-Mail rein, die ich las, dann stutzte und nochmal las.

Hinter dem Cachenamen Smile stand in Klammern doch tatsächlich smartphone-cache. Neue Kategorie, grübelte ich und öffnete den link.
Es ist ein Multi, den man nur mit dem smartphone machen kann. Neben einigen Dingen aus der erweiterten Cacherausrüstung wird eine Internetverbindung und ein Datenvolumen von ca. 5 MB gebraucht.

Klingt spannend und wandert auf meine watchlist.

Ausbildung als Chance

Nein, das ist kein Artikel über Jugend und Arbeit.

Zur Zeit komme ich selten selbst zum Cachen. Wenn überhaupt sind es flotte Tradis am Wegesrand, die selbst ein blinder mit Krückstock finden kann (allerdings muss es ein blinder Cacher mit Krückstock sein). Das frustet mich ziemlich. Sollte das so weiter geht, nutze ich meine Lock&Lock-Dosen wieder auf herkömmliche Weise.

Der einzige Lichtblick ist eine Veranstaltung, die mich 2009 selbst aufs Cachen aufmerksam gemacht hat. Eine Kollegenfortbildung zum Geocachen. In einer kleinen Runde wird Input zu Thema gegeben. Anschließend ein selbstgelegter Multi gesucht. Bin schon ganz neidisch, weil ich denen wirklich nette Stationen gezaubert habe, um die Möglichkeiten aufzuzeigen. Als Bonbon dürfen die Teilnehmer soger einen echten Cache (nämlich meinen) suchen. Anschließend erfolgt der Transfer auf unsere Arbeit bzw. Einsatzmöglichkeiten bei Kinder und Jugendlichen.

Ob ich mich sorge, damit die Nische größer zu machen? Welche Nische? Dosensuchen ist mittlerweile sehr bekannt, aber es zu kennen heisst nicht, es zu mögen bzw. selbst zu betreiben. Ich vertrete nach wie vor den Standpunkt: Wer auf Dosensuche geht, sollte wissen, wie es funktioniert und welche „Spielregeln“ gelten.

Ich werde den Montag genießen. Gegen Bezahlung von meinem Hobby sprechen und geführtes Cachen zu betreiben. Bin mal gespannt, wie sehr sich die Teilnehmer beim Suchen ereifern und hoffentlich glänzende Augen beim Fund der gebastelteten Finaldose bekommen.

Hirn für Hints

Jeder Owner hat die Möglichkeit, Hilfestellung zu geben oder uns Cacher unwissend zur Fleissarbeit zu zwingen.

Was ist unter dem Begriff „Hint“ zu verstehen? Ein Hint ist eine kleine Hilfestellung, um damit die Chance eines Fundes zu erhöhen und/oder Schäden an Locations zu minimieren.
Was dem Suchenden hilfreich sein kann, ist subjektiv. Manche Owner sind sehr genau: suche am dritten Pfeiler am Boden
Andere wiederum nutzen das Ausschlussprinzip: nicht am Boden
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.z

Wenn ich jedoch ein Hint gegeben wird, dann bitte nicht so was:
Grün (und das bei so einer Location)

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Was ich auch schon hatte, war folgender lapidarer Satz: ihr wisst schon wo (ich wusste es nicht und hab nen Hals bekommen).

Also bitte liebe Owner, so was ist kein Hint, sondern Kollegenverarsche!

M und M

Wer kennt sie nicht? Den dicken Gelben und den dicken Roten, aber die sind nicht gemeint.
Vielmehr dreht es sich um Munzees und Multis.
Gestern hatte ich mich gefragt, wie es um Munzees rund um Schatzhausen bestellt ist. Es hat mich überrascht, was sich in der Zwischenzeit getan hat. Ganz in der Nähe befindet sich das Naturschutzgebiet Steinhorster Becken. Hier liegt schon lange ein empfehlenswerter Multi. Passenderweise heißt er Die Nordsee in OWL. Wer vor Ort ist, weiß warum.

Als weiteres Argument für einen tollen Nachmittag in der Natur ist nun an dieser Strecke eine kleine Munzee-Runde dazu gekommen:

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Ich freue mich, bei der nächsten Hunderunde diesen Trail zu machen und werde euch davon berichten.