Umweltschutzaufreger?

Eben stolperte ich über einen Post. Unter dem Titel „Trampelt den Weg frei 1“ wurde auf ein Listing aufmerksam gemacht. Die Frage: Umweltsünde oder nicht? Nach dem Lesen musste ich schmunzeln. Spontan hatte ich diese Geschichte im Hinterkopf:
Wald- und Forstbehörde anno November 2012. Runder Tisch zu möglichen Einsparpotentialen. Weginstandhaltung als Langzeitprojekt in Kooperation mit geocaching.com.

Wie die Situation sich verhält, könnt ihr vor Ort in Augenschein nehmen und dann entscheiden, ob hier Naturschutz angesagt ist oder einfach der Bock mal Gärtner spielen darf.

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Der Nagel des Anstosses

In den letzten Tagen regt sich die Community auf. Umweltschutz versus guter Cache, Erlaubnis oder nicht, Nagel oder Schraube geht mal garnicht? Boykott, Archiv oder disablen? Wer jetzt Fragezeichen sieht, dem lege ich den Artikel von JR849 ans Herz.

Schraube oder nicht?“ ist nicht die Frage. „Umsichtig sein“ sollte das Motto jedes Cachers, egal ob Owner oder nicht sein. Ein Beispiel: Eine meiner ersten Dose war eine Filmdose am Rande eines Spazierweges, die ich in eine bodennahe Gabelung steckte. Ein Blümchen hatte hier auch seinen Platz gefunden. Keine Schraube, wegesnah und trozdem nicht umsichtig genug, sondern ein Todesurteil. Nach Wochen und x grapschenden, unvorsichtigen Händen und diversen Besserversteckern war dem Baum das Innerste nach außen gewühlt worden. Da hätte eine Schraube nicht schlimmer sein können. Streckenweise denke ich, das Übelste was einer unberührten, malerischen Location passieren kann ist eine Horde grobmotorischer Cacher. Keine Geduld, sondern schnell weiter. Genauso sieht es dann nach kurzer Zeit aus. Aber sich aufregen… das geht immer. Im Namen von Naturschutz oder flottem Aktionismus.

Bretter weg vom Kopf, Augen auf und Hirn eingeschaltet! Das ist der beste Naturschutz!

Finde den Fehler

Also manchmal….
Damit wir aus Fehlern lernen können, habe ich eben ein Foto gemacht:

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Wer nun das Versteck erspäht hat, fragt sich vielleicht, was daran falsch ist. In direkter Nachbarschaft ist eine Futterstelle für Wild. Also eine Location die absolut ungeeignet ist. Mir ist als Anfänger auch mal ein solcher Fauxpas unterlaufen, weil ich es nicht wusste. Wichtig ist nun das weitere Vorgehen. Die Dose muss verlegt werden. Das geht nur über den Owner, den ich sofort angeschrieben habe (sicherlich kann man ein need-to-be-archived loggen, doch ich finde es besser, dem Owner die Chance zur Korrektur zu geben).
Betrachten wir die Dose genauer…

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Hier zeigt sich ein weitere Fehler – die Benutzung von Ekeltüten. In dieser schwamm der Petling. Nicht zur Nachahmung empfohlen.

Und die Moral von der Geschicht?
Mache solche Sachen nicht!

Wer nun mit dem Kopf schüttelt und sich fragt, warum ich so was logge… Ich habe es nicht getan!

Cacher-Knigge: Umgang in und mit der Natur

Naturcaches sind mit einem hohen Erholungsfaktor verbunden. Dosen werden zumeist an harmonischen Locations platziert. Oftmals in Kombination mit einer Wanderung.
Damit dies so bleibt und es zu keinen Stress mit Gärtnern, Förstern oder sonstigen Ordnungsmuggeln kommt, solltest Du folgendes beachten:

Generell bewegst Du Dich auf fremden Terrain. Also nicht einfach der Nase nach. Halte Dich an die Wege. Wir alle wissen, wie verführerisch Abkürzungen sein können. Wenn aber alle querfeldein laufen, dann entsteht ein neues Wegenetz im Wald. Tiere werden aufgeschreckt und Pflanzen zerstört. Das will keiner. Dann lieber entspannt einen „Umweg“ in Kauf nehmen (das hält auch die Terrainwertung niedrig).

Beim Suchen solltest Du in erster Linie mit den Augen anfangen und nicht mit gierigen Pfoten. Meist entdeckt man so ohne viel Aufwand das gesuchte Döschen oder die Station.

Wenn man sich in Gruppen in den Wald begibt, dann möglichst ruhig. Besonders Nachts. Wer hat es schon gerne, wenn eine laute Meute blendend durchs „Schlafzimmer“ maschiert.

Lobenswert finde ich diejenigen, die unterwegs CITO (Cache in trash out) betreiben. Ich muss zugeben, dass ich nur an Finallocations mal Müll mitnehme und auch nur dann, wenn es nicht zuviel ist. Als Owner ist man in diesem Punkt anders gefordert. Da ist es selbstverständlich, „seine“ Location sauber zu halten. Bei einer meiner Dosen habe ich im Umkreis zwei riesige Müllsäcke eingesammelt. Das erfreute den Förster. Eine Win-Win-Situation. Ich hab Spass an der Location und der Förster nen sauberen Wald.

Paperless Caching und Akkus sind gut für den Schutz der natürlichen Resourcen.

Der nächste Punkt geht an den Owner. Bedenke den Ort und die Machart deines Caches genau. Du hast keine Ahnung, was daraus werden kann.
Ein Beispiel: Ich hatte bei einem meiner ersten Caches eine Dose in einem Baum versteckt, der sich in Bodennähe gabelte. Es wuchs ein Blümchen darin und von unten konnte man in das Wurzelwerk greifen. Nach ein paar Wochen und x Händen später wollte ich nach dem Rechten schauen. Oh mein Gott, der Baum war dermassen ausgehöhlt, das Blümchen weg. Ich habe diesen Baum zum Tode verurteilt.
Daher mein Fazit. Wenn man etwas in Bäumen versteckt, dann bitte Totholz.
Der Owner sollte sich bei der Wahl der Location möglichst auf Wegesnähe beschränken.

Die Adrenalin-Junkies unter Euch, die gerne Döschen in die Baumwipfel hängen bzw. erklettern, sollen soweit mir als Bodenfraktion bekannt ist einen „Seilschutz“ (ist das der richtige Ausdruck?) benutzen und beim Einbau und Einstieg vorhandenes Geäst schonend behandeln.

Auf einen Blick:
1. Halte Dich an das vorhandene Wegenetz im Wald!
2. Verhalte Dich ruhig!
3. Nimm Müll mit! Aktiver Umweltschutz und jeden Tag eine gute Tat. Es freut den Owner und den Förster oder Gärtner!
4. Totholz als Versteck anstelle von Lebendem
5. Suche erst mit den Augen und dann mit den Händen!

Was noch? Habe ich was vergessen? Ich bitte Euch um Unterstützung. Ich sehe dies hier lediglich als Anfang, den ich mit Euch zusammen weiterentwickeln möchte. Keine Scheu, postet mir Eure Ideen als Kommentar oder per per Email. Vielen Dank!

Fortsetzung folgt … Cacher-Knigge (Umgang mit Cachebehältern)

CITO 2011 – Geocacher räumen auf!

Oft genug ist in Logs zu Lesen „Location ist vermüllt“. Darüber ärgert sich jeder Owner. Zumindest im Paderbroner Raum und einem bestimmten Gebiet könnte sich dies bald ändern, denn das Dreigestirn Vasquez80 und MissMarple02 haben zum Frühjahrs-CITO geladen.
CITO ist die Kurzform von „Cache in Trash out“. Cacher mit Engagement sind gefragt, um bewaffnet mit Handschuhen und Müllgreifern aufzuräumen. Es gibt an der angegebenen Location eine Logbox. Hier darf sich jedes fleissiges Händepaar mittels selbstgestaltetem Logpapier verewigen.
Nach der Arbeit sollst Du ruh’n oder mit der verrückten Cacherbande noch was anderes tun. Wie wäre es mit Kaffee und Kuchen im Haxtergrund? Das haben sich doch dann fleissige Hände verdient. Um das Ganze abzurunden ist ein Nachtevent geplant (mehr konnte ich den Ownern noch nicht entlocken und glaubt mir ich hab so einiges versucht). Ihr lest also es lohnt sich. Notiert Euch Samstag den 09. April und meldet Euch hier mittels „will attend“ an.
je mehr Leute mitmachen, umso größer kann die Spielwiese sein, also bitte Werbung machen!

Bis bald… im sauberen Wald!