Nicht vergessen!

Heute wurde ich auf die neueste Ausgabe des Geocaching-Magazin aufmerksam gemacht. Zu meiner großen Freude befindet sich ein toller Artikel über den archivierten Lost Place „Was bin ich?“ darin. Der Cache, den mein Kollege Splitti und ich zusammen erdacht, gelegt und gewartet haben. Der uns sehr am Herzen lag. Der uns so viele Stunden immer neue Impressionen aus alten Zeiten brachte.

Ich bedanke mich bei Iris Schulte Renger für den einfühlsamen Artikel, der die damalige Zeit lebhaft ins Wohnszimmer holt. Die ausgewählten Bilder spiegeln den Charme dieses besonderen Ortes wieder.

Es freut mich persönlich sehr, dass „unsere Location“ doch nicht vergessen ist, auch wenn es den Cache nicht mehr gibt.

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Geocacher nicht Sündenbock

Nach der Sat1 Serie „Der letzte Bulle“, die sich um ein Verbrechen im Geocachermillieu drehte, war Intention der Macher, dass Geocaching „die Ideale Plattform für Drogenhandel“ ist. Diese einseitige Auslegung teilt zum Glück unser Lokalblatt nicht. Über Twitter wurde ich auf diesen Bericht aufmerksam:

NW-News OWL

Wie schön, es sind nicht die Geocacher, die Erddepots zum Bunkern anlegen und auch nicht Wild aufscheuchen. Das können noch ganz andere!

In dem Sinne bleibt die Suche nach dem Sündenbock trotzdem die beliebteste Jagdveranstaltung.

Geocaching = Ideale Plattform für Drogenhandel

Seit ein paar Minuten weiss die Ganze Welt (oder besser gesagt Menschen, die Sat1 geschaut haben), dass wir Geocacher alle Dealer oder Junkies sind. In der Kriminalserie „Der letzte Bulle“ drehte sich das Verbrechen um einen Geocacher.  Soviel zur Vorschau, die sicherlich viele Kolleginnen und Kollegen neugierig gemacht hat.

Was uns Sat1 da geboten hat, ist an schlechtem Geschmack und Allgemeinplätzen kaum noch zu toppen. Zum Glück habe ich nur die letzte halbe Stunde (und drei Werbeblöcke) mitbekommen. Viel spannender waren meine timeline bei Twitter, die sich intesiv mit der Thematik beschäftigte.

Ich zitiere sinngemäß… TFTC heisst ab jetzt Thanks for the cocain…. ich mache keinen FTF mehr, da wird man erschossen… tolles Hobby Drogencachen…. auf den Schrecken erst mal nen Joint.

Mein Fazit: Irgendjemand muss dafür sorgen, dass wir uns nicht Vereinsmäßig organisieren, sondern Einzelklagen wegen Hobbyverleumdung einreichen. UND: „Der Letzte Bulle“ war der letzte Scheiss UND: Sat1 wird ab sofort aus meiner Senderliste gestrichen. Macht Menschen nur dumm!

In dem Sinne… ich brauch Nachschub, wer legt nen Multi?

Reh tot – ein Cacheropfer?

Über Twitter flatterte heute dieser Artikel in Haus…

„Nächtliche Schatzsuche mit Gefahren
Geocacher sollen im Klatenberg mitverantwortlich für Wildunfälle sein.

Telgte – Einen rapiden Anstieg der Wildunfälle im Klatenberg hat Jagdpächter Ludger Hobeling beobachtet. Seit Mitte 2009 sei es auf der Westbeverner Straße zu 48 Unfällen gekommen, an denen Rehe beteiligt waren. Seiner Meinung nach der Grund dafür: Geocacher, die auf der Suche nach einem „Schatz“ nachts durch den Wald pirschen und dabei die Tiere aufschrecken.
Allein seit Januar 2010 sollen nachweislich 100 Gruppen zu mitternächtlicher Stunde an diesem Spiel teilgenommen haben. „Dadurch, dass die Cacher mit Stirnlampen und Pointer den Wald großflächig ausleuchten und auch dort durchlaufen, entwickelt das Rehwild Stresssituationen, sodass es in Panik gerät und über die Westbeverner Straße flüchtet“, so Hobeling. Die eigentlichen Unfälle ereigneten sich dann, wenn die Tiere wieder in ihre Reviere zurückkehren wollten. Das geschehe in den frühen Morgenstunden, wenn der Berufsverkehr eingesetzt habe.Angesichts oft überhöhter Geschwindigkeiten, die in diesem Bereich gefahren würden, ist es für Hobeling nur eine Frage der Zeit, bis Schlimmeres passieren werde.
Er und andere Jäger haben bereits den Landrat auf die Auswirkungen des Geocaching aufmerksam gemacht, ebenso den NABU. „Die Fortführung des nächtlichen Geocachings ist unverantwortlich“, so Hobeling.
Er unterstreicht, dass er im Grundsatz nichts gegen das neue Hobby habe. „Allerdings sollte die Freizeitbeschäftigung am Tag in speziell ausgewiesenen Gebieten stattfinden.“ Ein Geocacher, der von dem Problem gehört habe, habe den „Schatz“, zumeist eine Dose mit einer Namensliste, bereits entfernt. Nach Informationen von Ludger Hobeling gebe es aber inzwischen einen neuen Nachtcache.“ (aus: Ahlener Zeitung, AZ Lokales)

Für einen Moment fühlte ich mich dermaßen schuldig, aber auch nur einen Moment. Ich frage mich ernsthaft, ob dem so ist oder braucht man nur einen „schnellen Sündenbock“, der den Autofahrer entlastet?
Geht es jetzt genau so los, wie mit den T5ern oder den Lost Places? Wird uns Cachern der Raum enger gemacht?
Ich persönlich habe nicht wirklich viel Erfahrung mit Nachtcaches und würde mich sehr freuen, wenn Kolleginnen und Kollegen hierzu Erlebnisse schildern können.