Sprachcodes aus längst vergangenen Zeiten

Damals – 2009 – fing ich mit dem Cachen an. Mir wurde dieses Hobby von Freddus beigebracht (erneut Danke an dieser Stelle). Theorie und dann Praxis. Geführtes Caches mit viel Info am Rande zusätzlich.
Das erste mal in freier Cacherwildbahn, als ich den Begriff „Muggel“ hörte, musste ich grinsen. Es hatte etwas Verschworenes. Genau so, wie der Begriff „hunting“ als Codewort, um sich als Cacher erkennbar zu machen.
Ich gab acht, dass niemand mitbekam, was ich tat. Der Schutz des Hobbys stand vor jeglichem Finden einer Dose.
So wurde es mir beigebracht. Lange ist es her und vieles hat sich seitdem geändert.
„Muggel“ gibt es immer noch, jedoch spezifiziert: Zeitungsmuggel, Rauchermuggel, Hausmeistermuggel, Joggermuggel, …

Wenn ich heute jemanden mit einem fragenden „hunting?“ ansprechen würde, hätte ich sicherlich in null Komma nix ein „Hab-mich-lieb“-Jäckchen an. Da frage ich schon eher „Suchst Du was?“ oder mit einem Grinsen „Kann ich helfen?“. Völlig unspektakulär. Ganz offen.

Bin ich auf der Suche? Nach verstaubtem „Altcacher-Wissen“? Genau! Ich möchte allen Newbies zeigen, was verloren gegangen ist. Bitte helft mir dabei. An was erinnert Ihr Euch aus den Tagen eurer ersten Dosen.

Damit Sprach- und Benimmcodes nicht einfach so vergessen werden.

Perspektivwechsel

Gestern berichtete ich euch von der Owner-Aufgabe von Barbie&Bruettler. Das war eine Seite der Medaille. Nun komplettiere ich das Bild:

„Barbie & Brüttler haben einen höchstgradig illegalen Cache angemeldet bei dem Privatgrund betreten werden musste. An einer dem Reviewer vorenthaltenen Station wurde dazu aufgerufen, das Grundstück über ein Loch im Zaun zu betreten oder gar unter dem verschlossenen Eingangstor hindurch zu kriechen um auf das Gelände zu gelangen und anschließend den Cache in nicht näher definierter Höhe an einem 120 Meter hohen Schornstein zu suchen sowie sich dabei möglichst unauffällig zu verhalten und sogar mit falschem Nick im Logbuch einzutragen, damit nicht nachvollziehbar ist, wer wirklich „oben“ war. Diese Aktion wurde verpfiffen und der Cache konsequenterweise sofort wieder archiviert.

Es ist traurig, dass das Hobby diese Züge angenommen hat und die fehlende Verantwortung für das eigene illegale Handeln als Scheinheiligkeit anderer abgetan wird. Der Rückzug ist in meinen Augen daher eher eine Reaktion in Richtung beleidigte Leberwurst oder geklautem Sandförmchen.

Solche öffentlichen Geozide haben wir in den letzten 10 Jahren schon häufiger erlebt und es wird sie auch in Zukunft immer wieder geben. So what!? Die Erde wird sich auch ohne vermeintlich gute (weil semi- oder illegale) Caches weiter drehen.

Und wahrscheinlich werde ich jetzt von meinen Reviewerkollegen geteert und gefedert weil ich hier eine für die meisten bisher unbekannte Sachlage bekannt gegeben habe, aber wie hier die Täter als Opfer dargestellt werden kotzt mich einfach an. Der Ruf des Geocachings ist bereits in weiten Teilen irreparabel geschädigt und hier werden die Übeltäter als Märtyrer zelebriert.

Rückt ab von euren Feindbildern und fangt endlich an nachzudenken!“
(vgl. Grüne Hölle)

Verantwortung und Cachen wird immer ein Reizthema sein, die jeder für sich entscheiden und umsetzen muss.
Sei es bei der Locationwahl oder bei Gefahrenabschätzung. Regeln braucht eine mittlerweile so große Community. Neben „Spielregeln“ empfehle ich
a) Kritik konstruktiv zu gestalten
b) Empathie und Höflichkeit
c) aus „Fehlern“ zu lernen (und diese auch zugeben können)
d) sich selbst nicht so wichtig nehmen.

Was ist nun die Wahrheit? Sie liegt irgendwo dazwischen.
Wenn ich ohne schlechtes Gewissen in den Spiegel schauen kann, hab ich alles richtig gemacht.

Von Cacherpolizei und Petzen

Gestern flüsterte ein Vögelchen traurige Nachricht:
Ein interessanten Cache wird es ereilen. Warum? Weil es Sockenpuppen-Petzen gibt. Anstatt sich direkt mit dem Owner in Verbindung zu setzen, mit meinem Namen bzw. Nick wird direkt ne Mail an GC mit Bitte um Archivierung geschickt. Das Sahnehäubchen der Feigheit ist die Note via Sockpuppe. Warum? Um wichtig zu sein? Die Sorge um Sicherheit nehme ich einem solchen Vollspacken nicht ab. Jeder weiß um Gefahren bei hohen T-Wertungen oder Lost Places. Auch sind Grenzen der Legalität bekannt. Meiner Meinung nach gilt, jeder kann keiner muss. Wer auf Sicherheit bedacht ist, liebe petzende Sockenpuppe, sollte mit seinem Arsch daheim bleiben. Jeder Mensch hat Moralentwicklung durchgemacht. Von Regeltreue und Kollegialität bis hin zum Verpennen. Aufwachen Herr Frau Sockenpuppe!

P.S.: Die Dose des Anstoßes bleibt bewusst ungenannt!

Cacher-Knigge: Umgang in und mit der Natur

Naturcaches sind mit einem hohen Erholungsfaktor verbunden. Dosen werden zumeist an harmonischen Locations platziert. Oftmals in Kombination mit einer Wanderung.
Damit dies so bleibt und es zu keinen Stress mit Gärtnern, Förstern oder sonstigen Ordnungsmuggeln kommt, solltest Du folgendes beachten:

Generell bewegst Du Dich auf fremden Terrain. Also nicht einfach der Nase nach. Halte Dich an die Wege. Wir alle wissen, wie verführerisch Abkürzungen sein können. Wenn aber alle querfeldein laufen, dann entsteht ein neues Wegenetz im Wald. Tiere werden aufgeschreckt und Pflanzen zerstört. Das will keiner. Dann lieber entspannt einen „Umweg“ in Kauf nehmen (das hält auch die Terrainwertung niedrig).

Beim Suchen solltest Du in erster Linie mit den Augen anfangen und nicht mit gierigen Pfoten. Meist entdeckt man so ohne viel Aufwand das gesuchte Döschen oder die Station.

Wenn man sich in Gruppen in den Wald begibt, dann möglichst ruhig. Besonders Nachts. Wer hat es schon gerne, wenn eine laute Meute blendend durchs „Schlafzimmer“ maschiert.

Lobenswert finde ich diejenigen, die unterwegs CITO (Cache in trash out) betreiben. Ich muss zugeben, dass ich nur an Finallocations mal Müll mitnehme und auch nur dann, wenn es nicht zuviel ist. Als Owner ist man in diesem Punkt anders gefordert. Da ist es selbstverständlich, „seine“ Location sauber zu halten. Bei einer meiner Dosen habe ich im Umkreis zwei riesige Müllsäcke eingesammelt. Das erfreute den Förster. Eine Win-Win-Situation. Ich hab Spass an der Location und der Förster nen sauberen Wald.

Paperless Caching und Akkus sind gut für den Schutz der natürlichen Resourcen.

Der nächste Punkt geht an den Owner. Bedenke den Ort und die Machart deines Caches genau. Du hast keine Ahnung, was daraus werden kann.
Ein Beispiel: Ich hatte bei einem meiner ersten Caches eine Dose in einem Baum versteckt, der sich in Bodennähe gabelte. Es wuchs ein Blümchen darin und von unten konnte man in das Wurzelwerk greifen. Nach ein paar Wochen und x Händen später wollte ich nach dem Rechten schauen. Oh mein Gott, der Baum war dermassen ausgehöhlt, das Blümchen weg. Ich habe diesen Baum zum Tode verurteilt.
Daher mein Fazit. Wenn man etwas in Bäumen versteckt, dann bitte Totholz.
Der Owner sollte sich bei der Wahl der Location möglichst auf Wegesnähe beschränken.

Die Adrenalin-Junkies unter Euch, die gerne Döschen in die Baumwipfel hängen bzw. erklettern, sollen soweit mir als Bodenfraktion bekannt ist einen „Seilschutz“ (ist das der richtige Ausdruck?) benutzen und beim Einbau und Einstieg vorhandenes Geäst schonend behandeln.

Auf einen Blick:
1. Halte Dich an das vorhandene Wegenetz im Wald!
2. Verhalte Dich ruhig!
3. Nimm Müll mit! Aktiver Umweltschutz und jeden Tag eine gute Tat. Es freut den Owner und den Förster oder Gärtner!
4. Totholz als Versteck anstelle von Lebendem
5. Suche erst mit den Augen und dann mit den Händen!

Was noch? Habe ich was vergessen? Ich bitte Euch um Unterstützung. Ich sehe dies hier lediglich als Anfang, den ich mit Euch zusammen weiterentwickeln möchte. Keine Scheu, postet mir Eure Ideen als Kommentar oder per per Email. Vielen Dank!

Fortsetzung folgt … Cacher-Knigge (Umgang mit Cachebehältern)

Cacher-Knigge

Geocaching macht Spaß. Wir Dosensucher bringen unterschiedliche Fähigkeiten und Schwerpunkte mit. Somit haben wir es mit einer nicht homogenen Gruppe von Menschen zu tun. Damit das Miteinander reibungsarm funktioniert, gibt es Regeln. Der vielzitierte Cacher-Knigge.
Ja, kenne ich schon, werden „alte Hasen“ sagen oder das ist nur was für Newbies. Stimmt, aber danach agieren sollten Newbies und gestandene Cacher gleichermaßen.

Damit alle auf dem gleichen Stand sind, möchte ich mich gerne mit dem Thema befassen. Getreu dem Motto, wenn jemand es nicht weiß, dann sollte man es ihm oder ihr wenigstens sagen.

In den nächsten Tagen werde ich mir bestimmte Bereiche herauspicken. Grundsätzlich gilt, Frau Schatz hat die Weisheit nicht auf Löffeln gefressen und nicht immer Recht. Ich setze auf die Leser meines Blogs, die mich gern verbessern oder ergänzen können. Ebenso freue ich mich über Themenvorschläge.

In dem Sinne freue ich mich über rege Teilnahme. Ihr dürft sogar entscheiden, was als erstes in den Cacherknigge gehört.

Weitere Ideen gern via Kommentar oder per Mail. Danke!