Das Offensichtliche

Am Samstag war ich seit Ewigkeiten mal wieder zum Dosensuchen unterwegs. Dabei fuhr ich einen Cache an, der laut Listing ziemlich easy sein sollte. Ein Spaziergang quasi. Ich also hin und anstatt in den Suchmodus zu gehen, war ich schon gefühlt beim Finden. Steht da ein kleines Hüttchen an dem so offensichtlich ein Lüftungsklappengedings dran ist. Macht ja hier überhaupt keinen Sinn, denke ich und mache an dem Kasten rum. Viel zu einfach, aber anscheinend gut zugemacht… Dann überkommen mich Zweifel, zumal mir ein Aufkleber einer Firma ins Auge sticht. Hatte ich vorher wohl „übersehen“. Zögern, Blick durch die Glastür ins Innere und dann war es klar. Wie gut, dass ich mich nicht mit roher Gewalt an dem Ding ausgelassen hab, sonst … Puuuuuuh. 

Und das Fazit: Das Offensichtliche ist nicht immer das Richtige!

Das Döschen hab ich schließlich mit offenen Augen ganz ohne Zerstörung finden können.

Advertisements

Tabus beim Cachen – Part 1

Es gibt bei unserem Hobby „heiße Eisen“, also Themen, über die man nicht spricht. Das macht man einfach nicht, wird in manchen Runden geäußert. Oder, das war schon immer so. Wehe dem, der sich mal positioniert. Dinge direkt ausspricht. Es anders macht. Aus Angst vor dem shitsorm lieber schweigt und brav in der Herde mitläuft.

So, meine lieben Leser… Ich mach dann mal den Anfang: Ich habe es getan! Ich bin mir sicher, dass ich dabei nicht die Einzige bin. Ich bin auf die Reaktionen gespannt…

Ich habe besserversteckt!!!

Jetzt ist es raus. Ja, genau das habe ich getan. Grad eben. Ich fand eine Dose, die schlecht versteckt war. Ich habe nicht, wie das gern gemacht wird, zusätzliches Tarnungsmaterial geklaubt, sondern die Dose an einen anderen Platz gelegt. Vielleicht sollte sie auch genau dort sein, denn ein Petling mit Magnet, sollte schon in Eisennähe pappen, anstatt in Bodennähe in ein Loch gequetscht zu sein. Was also tun? Mein Cachergewissen sagte mir „Genau da hin zurück, wo du es gefunden hast!“. Der gesunde Menschenverstand meldete „Quatsch, da sieht das jeder!“ Ein Interessenkonflikt, bei welchem der Geist gesiegt hat.

Ich bin der Meinung, dass es natürlich nicht sein darf Dosen willkürlich woanders zu platzieren, sondern ich als Sucher in muggelgefahrlaufenden Einzelfällen im Sinne a) des Owners und b) der cachenden Community intervenieren darf. Dem Owner erspare ich auf die Weise eine gemuggelte Dose und uns allen ein Rumsuchen für dumme Nüsse.
In meinem Fall haben sich die Koos nicht verändert. Die Dose ist nun einfach etwas höher angebracht. Besser halt!

Und jetzt kommt Ihr…. Eure Meinung ist gefragt!

HiH – Hach im Herbst

Jede Jahreszeit hat zum Cachen ihren Reiz. Und meiner Meinung nach kann der Herbst mit besonderem Charme aufwarten. Es ist nicht so heiss, keine Mücken und die Zahl der Zecken tendiert gegen Null. Die Farbenpracht der Natur und das einzigartige Licht machen den Herbst zu meiner absoluten Lieblingscachingjahreszeit. In den letzten Tagen habe ich es draußen so richtig genossen.

Eine wunderbare Location zog mich in ihren Bann. Rauschen des Waldes, Plätschern der Ems und mein Suchgrummeln waren die einzigsten Laute. Die Dose wollte sich zunächst nicht zeigen, die Koos sprangen katastrophal, aber dadurch ließ ich mich nicht entmutigen. Der schönste Moment im Dasein eines Cachers ist wohl jener, wenn ein passender Blickwinkel die gute Tarnung zunichte macht. Hach!

20130930-083606.jpg

So, genau soooo liebe ich mein Hobby: Eine kleine Wanderung, eine wunderschöne Location und eine gut getarnte Dose. Zur Nachahmung absolut empfohlen!
Und wer wissen möchte, wo Frau Schatz sich rumgetrieben hat… hier.

Kampfmuggel

Was einem nicht so alles unterstellt wird?
Heute habe ich mich in Essen rumgetrieben. Das ein oder andere Döschen wollte gefunden werden. Unter anderem hatte ich dieses Döschen ins Auge gefasst.
Zusammen mit einem meiner Jugendlichen schauten wir hin und her, bis nach ein paar Minuten eine ältere Dame kam Sie fragt, ob wir etwas verloren hätten und sie uns helfen könnte. Nein, vielen Dank! Was wir denn hier sonst machen? Ich schwafelte etwas von historischem Gebäude und nach dem Krieg erhalten bla bla. Sie: Und da schauen sie sich auch die Fallrohre an? Ja! Sie: Wollen Sie das Gebäude kaufen? Nein! (Sehe ich so solvent oder bescheuert aus, dass ich nen Hotel auf diese Art und Weise kaufe bzw. besichtige?) Sie: Aber was tun Sie also hier? Da oben ist ein Fenster auf! Langsam beginne ich zu erahnen… Ich muss grinsen, schaue diese hartnäckige Kampfmuggtante an, die mittlerweile einen ziemlich barschen Ton an den Tag legt. Ich: Glauben Sie etwa, ich will da rauf klettern? (in den dritten Stock via Fallrohr) Sie: Na wer weiß? Ich: Schaun Sie mich mal an? Wie soll ich das denn hinbekommen?

Ich konnte Sie nicht überzeugen, dass ich keine Frontkletter-Diebin bin bzw. ausspioniere. Sie blieb hartnäckig stehen und ich hatte keine Lust, dieser neugierigen Kuh zu erklären, was ich wirklich mache. Geht die nix an!!! Da blieb nur noch der Rückzug. Ein paar Meter weiter drehte ich mich um, schaute mir die werte Dame noch immer hinterher. Unglaublich!

In der Situation war ich dermaßen angenervt. Im Nachhinein denke ich: Sie hatte Zivilcourage oder ein Blockwart-Gen zuviel.

Es muss nicht immer …

… Plastik sein. Damit meine ich die Form des Cachebehälters. Es gibt so viele witzige Ideen.
Herr Schatz und ich hatten davon heute gleich zwei:

Zunächst einen Trip in die Vergangenheit. In die Zeit der Mofas. Wer kennt noch die Puch Maxi? Waren das schöne Zeiten… Ich auf dem Teil in einer schönen Kurve. Das Teil war frisiert, wie glaube ich damals jedes Mofa. Ich hatte mir die Rennsemmel geliehen und bin wirklich damit aus der Kurve geflogen (in die Büsche). Aber ich schweife ab…
Gefunden haben wir heute einen Puch Maxi Vergaser, der als Cachebehälter genutzt wurde. Danke für die geschenkte Erinnerung.

Die zweite Dose war tierisch gut…

20120404-162607.jpg
Sie hatte einen arachnoidgeeigneten Sitzplatz und lud uns zu diversen Spaßbildern ein.

20120404-162737.jpg
Mal was anderes im Vergleich zu den vielen Petlingen. Mehr davon!

Do it yourself – Bastelstunde

Ich habe schon so manche Dose gefunden. Viele vergisst man, aber wenn etwas selbst gemacht wurde, dann ist es mir im Hirn geblieben. Mit einem Lächeln!

Also habe ich mir für die letzten von mir gemachten Dosen diese Erfahrung zu Herzen genommen. Unikate schaffen, die sich gut in die Location einfügen. Ich bin vieles, aber nicht der Super-Bastel-Kreativtyp. Muss auch garnicht sein. Mit ein paar wenigen Hilfsmitteln lässt sich ein kleines oder auch großes individuelles Cachebehältnis zaubern. Nach getaner Bastelarbeit wird das gute Stück voller Stolz fotografiert. Dann geht es nach draußen. Ich grinse mir beim Auslegen einen und stelle mir die Gesichter von Kolleginnen und Kollegen vor, wenn sie meine Bastelarbeit in den Händen halten. Das macht Spaß!

Und die Quittung bekomme ich oft im Log. Dann habe ich zum zweiten bzw. dritten mal ein Lächeln im Gesicht. Selbstverständlich ist dies mit Arbeit verbunden. Zumal es unter den Cachern so manche Grobmotoriker gibt. Je filligraner die Arbeit, um so schneller ist sie kaputt. Trotzdem: es gibt für vielbesuchte Dosen auch Tarnungen, die ne Menge aushalten.

Wer jetzt Blut geleckt hat, aber nicht weiss,was oder wie, dem kann ich diese Dosengalerie empfehlen (sie befindet sich ebenfalls in meiner Linkliste).

Und nun nicht lange warten, sondern mit dem Basteln starten. Wenn Ihr noch tolle Tips habt, her damit.