Schnaps im Wald ;)

Lange ist es her….. Ja ich lebe noch und habe was zu sagen bzw zu schreiben (und mir fällt auch wieder was ein).

Gestern flatterte ein Publish rein, was mich angesprochen hat. Dies möchte ich mit Euch teilen. Ich stelle mir den jungen Kollegen vor, wie er da im Wald sitzt und wünsche ihm, dass sein Schnaps ganz viele nette Cacher anlockt. Ich drücke auf jeden Fall ganz feste die Daumen.

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Licht aus

Vorbei, Ende, Kiste zu, Deckel drauf, ex-und-hopp…

für Optische Effekte einen tollen Nachtcache, bei dem sich die Owner viel haben einfallen lassen.

Grund ist die Beschwerde des Jagdpächters bei GC. Da wurde nicht lang gefackelt – ab ins Archiv. Nun schlagen in OWL die Wellen hoch. Geht es jetzt nach den Lost Places den Nachtcaches an den Kragen? Noch mehr Einschränkungen unseres Hobbies? Opencaching als Alternative? Ab in den Untergrund?
Ich kann die Enttäuschung und Wut verstehen. Gibt es Lösungen?

Persönlich bin ich nicht der große Nachtcachefan. Gehe lieber tagsüber, damit ich die Natur mit allen Sinnen genießen kann. Jedoch wundert mich garnichts, wenn ich an meinen Versuch bei Lichtspiele denke. In keiner Disco waren die Blink- und Lumeneffekte größer und der Andrang kolossal. Das ist dann der Preis?

Mir tut es leid für die stillen Genießer, die sich Natur- und Regelkonform verhalten (haben). Unter dem großen Mainstream des Cachens werden wir alle Leiden.

Für alle Muggel: Der praktische Nutzens eines Caches!

Die Öffentlichkeit regt sich immer mehr über uns Geocacher auf. Zu Recht oder Unrecht sei mal dahingestellt. Mir geht es um Aufklärungarbeit. Liebe Muggel seht es ein – den praktischen Nutzen von Geocaches!

Wegenetz im Wald. Lieber Förster!
Möchtest Du einen Naturpfad anlegen und hast keine Lust auf Arbeit, frag nen Geocacher. Er legt dir abgesprochen entweder nen Tradi oder wenn die Strecke länger sein sollte nen Multi. Dann heisst es warten. Nach 50 Founds ist die Schneise schon gut sichtbar.

Abriss und Entrümpelung von Ruinen. Lieber Hausbesitzer!
Schon klar, dass Du auf deine Immobilie keine Lust mehr hat. Man sieht es. Um Kosten fürs Entkernen zu sparen, freue Dich wenn hier ein Lost Place Cache gelegt wird. Sei versichert, dass es genug Trampeltiere und Schnäppchensucher gibt, die Dich bei deinem Vorhaben unterstützen.

Spass und Umsatz. Lieber Gastwirt!
Deine Kneipe läuft nicht mehr? Gäste bleiben aus? Kein Problem. Biete Dich als Lokalität für ein Event an. Locken kannst Du Geocacher mit günstigen Tarifen. Es sind nette Gäste, die zur Animation sich selbst genügen. Kullinarisch Bodenständiges erfreut das Cacherherz.

Actionfilm mit Laiendarstellern. Lieber Drehbuchautor!
damit Du künftig genug Stoff für eine spannenden und adrenalinlastige Story hast, lad Dir ein paar Cacher ein. Sie erzählen gern von ihren Abenteuern. Wenn Du nicht ganz so tapsig bist, nehmen sie Dich sicher mit, denn Cacher sind ein nettes Völkchen.

Lieber Universal-Muggel!
Solltest Du nun Kenntnis von einem Geocache bekommen – zufällig oder nicht – Du weisst Bescheid. Liegen lassen!

Förster’s Diary

Die Damen und Herren des Waldes melden sich in diesem Blog auch mal zu Wort.
„Der Förster ist der natürliche Feind eines Geocachers!“ dieses Zitat stammt von einem engagierten Herren in Grün und reizte meine Fantasie, wie vielleicht Eure Lachmuskeln:
Jochen ist Jäger. Mit ganzem Herzen und Leidenschaft. Täglich düst er mit seinem Jeep in den Wald. Den Petzel mit dem lustigen Büschel auf dem Kopf, seine Ronja (vierbeiniger Standard) ist mit von der Partie. Sein Revier ist sein Reich. Er kontrolliert den Zustand des Baumbestandes, prüft Futterstellen, thront auf seinem Hochsitz um das Wild zu beobachten. Natürchlich muss der Wildbestand im Auge behalten und ggfs. korrigiert werden (klingt einfach besser, es so zu sagen). Er weiß über das Wegenetz Bescheid und hat bei dem Aufstellen jeder Bank in seinem Forst Aufsicht geführt. Er macht nen guten Job.
Daher fallen ihm sofort Veränderungen in der Umgebungsstruktur auf. Ein Blick auf den alten Blitzstumpf im Nordteil des Waldes sagt ihm, hier ist was faul. Zunächst denkt er aus der Ferne „Das könnte ne Wildschweinrotte gewesen sein.“ Doch schon bei etwas näherer Betrachtung ändert er seine Meinung. „Männlich, 90 kg, Schuhgröße 46, ‚Bereifung von der Tatzenmarke‘, keine 3 Stunden her.“ Sogar das billige Aftershafe liegt noch in der Luft.
Er umrundet den Stumpf und seine Adleraugen sehen ein Stück Eichenholz. Verdächtig, denn hier ist Buche in Reinkultur. Er hebt das „fremde“ Holz an, dreht es und erkennt sofort das Problem. Oh je, ein übler Schmarotzer in seinem Wald. Mit vielen, vielen Flurschäden ist zu rechnen, wenn er nicht eingreift. Der fiese „Bazillus Cachus“. Hier ist die Diagnostik eindeutig. Mikrobakterium, der zweitschlimmste Befall. Es gilt je kleiner, je gefährlicher. Mit spitzen Fingern landet das Mistbiest in seiner Jackentasche. Daheim wird er rückstandslos vernichtet.
Zur weiteren Behandlung nimmt er sich vor, diese Zone großflächig zu durchkämmen, um Streubazillen ausschließen zu können. Zum Glück nur ein Einzelbefall.
Eine Woche vergeht. Er hat sich auf dem Hochsitz positioniert. Ab und an huschen vermeindliche Wanderer durch Zone X. Sobald sie ihn oben erblicken, weichen sie von dannen. Vielleicht schüchtert das Gewehr im Anschlag nachhaltiger ein, als nur sein bitterböser Blick. Besonders nachts wird es für „die suchende Wanderbrut“, die sich dem Stumpf auf zwanzig Meter nähert, sehr ungemütlich. Er blendet, er droht und ruft oft blaue Verstärkung, weil wieder jemand frech war.
Nach drei Wochen ist er sich sicher… Bazillus Cachus Exitus Totalus.
Er könnte präventiv arbeiten, technisch ist er auf dem neuesten Stand, aber das macht nicht so viel Spaß. So wie andere gerne Suchen, liegt ihm halt das Jagen.

Cacher gib fein acht, dass ein Bogen um Jochens Wald ist gemacht!

P.S.: Ich respektiere die jagenden und waldbetreuenden Damen und Herren, und weiß, auch ihr könnt Lachen!